(… nix „Rad ab!“… neue Sattelstange, hähä…)

Quelle. Es fehlt ’n Komma, zefix! Und –
bitte nicht konkretistisch nehmen, thx!

Tja. Na ja… – K. übt, sich kurz zu fassen! – K. erreicht sein klischeemäßig klassisches Dichte-, Denk- und Darbe-Dachstübchen (KLIKLADIDEDADA), schließt die Tür hinter sich, und in dem Augenblick hört er: „Tut er wieder so, als ob er arbeiten war!“ und: „Weeß nich, wo er hingehen soll!“

Es sind wiederum sogenannte Pseudohalluzinationen, deswegen Anführungsstriche, keine Gedankenstriche. Das heißt, da stehen tatsächlich Leute und reden, und K. weiß, was ihn selbst immer wieder erstaunt, dass er nicht der Nabel der Welt ist, aber auf den real gesprochenen Text werden K. betreffende Aussagen sozusagen aufgespielt wie auf eine Trägerfrequenz im weiland Richtfunkregiment 2. War nich‘ alles schlecht, *hüstel*.

Wie geht das? Was soll das? Wer macht das und warum? Und vor allem – warum schreibt K. das immer wieder auf? Nun, so was muss einfach raus, und warum nicht im Bloghäuschen; das ist legitim, bequem und umweltfreundlich.

Der Inhalt des Gesprochenen, bzw. „Gesprochenen“, ist allerdings, natürlich, gequirlte rückwärtig ausgeschiedene Fäkalie von zumeist pastenartiger Konsistenz.

Dieses scheinbar ziellose durch die Gegend Fahren etwa ist immer auch ein zugegeben kläglicher Versuch, auch im Wortsinn aus der Spur zu kommen. Dergleichen hat K. bereits als körperlich Jugendlicher bis zur Ermüdung geradezu zelebriert. Einmal sind ihm zwei Pennäler aus seiner Klasse auf coolen Mokicks von „Simson“ hinterher gefahren, weil sie sich gefragt haben, was K. da macht.* Sie haben keine Antwort gefunden, weil K. selbst keine hatte.

K. wiederholt sich; allein, man wiederholt sich im Alter häufig, wie K. wiederholt angemerkt hat.

Dazu fallen K. immer wieder diese Dauerlauf-Szenen aus „Forrest Gump“ ein; einige der ganz wenigen Filmszenen, in denen Psychoclub dergestalt demonstriert wird, dass Ottilie Normalverbraucherin ihn verstehen kann. Gump weiß nicht wirklich, warum er läuft, er scheint ein von ihm unbewussten Motiven geradezu animalisch Getriebener, und vor allem deshalb deuten Leute alles Mögliche in ihn hinein und folgen ihm im mehrfachen Sinne.

Unbestimmtes Verhalten, das Übertragungen und Projektionen erzeugt; Professor Freud springt in der ewigen Großgruppe freudig auf Anna Lyses Couch herum wie auf einem Trampolin fürwahr.

(… nein, Herr K. macht nicht auf Forrest Gump und er will auch nicht ein Filmstar werden wie Tom Hanks, der PR-Chef von Hütte, auch nicht im Unbewussten… voll schwul, Digga; kriegst ’ne Rastung…)

Was kennt er eigentlich von M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, hat sich K. heute jedoch gefragt, als er drei Stunden durch die Stadt geradelt ist? Hähä. Folgerichtig wird er in den nächsten Tagen wieder nach New York, Lübeck oder Neuzelle ziehen wollen; das scheint bei ihm ab Werk eingebaut.**

Auch das war wieder eine Art Test, denn immer wieder kommt in K. der Gedanke hoch, oder so ähnlich, es als Fahrradkurier zu versuchen. Er ist nicht wirklich gruppenfähig, jedenfalls nicht auf Arbeit, und er braucht etwas zum Auspowern, andernfalls die Gefahr droht, wir berichteten mehrfach, dass er Witwen anfällt.

K. hat ja bereits einmal als Quasi-Fahrradkurier gearbeitet; bei einer Firma, deren Niederlassung in M bereits nach wenigen Monaten pleite war. Auch die andere Firma, in der K. in M gearbeitet und die ambulante Altenpflege betrieben hat, musste Konkurs anmelden. In besonders üblen Momenten hatte K. bereits den Gedanken, dass das etwas mit seinen bad vibrations zu tun gehabt haben könnte. Ein bisschen Größenwahn und Narzissmus muss sein in dieser unserer dynamischen Postmoderne!

„Quasi“, weil die Kuriere festgelegte Touren gefahren sind und jeden Tag dieselben. Allein auf seiner Tour hatte K. acht Zusteller der gelben Post. Das verweist auf die Größe des Zustellgebiets. Es war eine Knochenarbeit, aber man konnte es schaffen, bis 12.00 Uhr mit der Zustellung fertig zu sein, was das Alleinstellungsmerkmal der Firma darstellte, das durchaus Kunden anlockte.

Einmal hat K. ganz bewusst versucht, den voll fitten Marktwirtschafts-Unterassistenten zu geben, Alter, indem er weiter zugestellt hat bei Regen einer Stärke, bei der selbst die wirklich abgehärteten Zusteller der Gelben Post sich untergestellt haben.

Dies hatte erstens zur Folge, dass sich seine Chefin köstlich amüsiert hat bei ihrem Hinweis, die Firma hätte Regenkleidung im Lager. Zweitens aber musste K. mit nassen Hosen nach Hause fahren, weshalb kolportiert wurde, er hätte sich in der U-Bahn in die Hose gepisst, selbstverständlich schon wieder full. Wenn er so was drauf hätte, dann wäre er sozusagen geheilt, zefix! – Man sagt „kolportiert“, denn man ist interlecktuell.

Weiter im Auge behalten, den Mann! Wieder das große Thema „Loslassen“, nicht wahr, das in fataler Weise mit der totalen Blockierung von Phantasie und Kreativität überhaupt zusammenhängen dürfte. Aharhar, lustich, aharhar… (???)

K. hat 270 der 900 verdienten Euro für Monatskarten im Regio- und im Münchner Stadt-Netz ausgegeben. Kurzum könnte es Sinn machen, verstohlen an einer Formulierung zu feilen wie etwa der, dass K. nicht ganz der landläufigen Vorstellung eines Glückspilzes entsprechen dürfte.

(… heule heule heule, Opa hat ’ne Beule… sorry, das Alter ist furchtbar, aber es geht vorbei…)

***

Die coole Braut fachlich und menschlich erfahrene Monteurin, die K.’s unlängst erst erworbenes Fahrrad, um sich neuerlich an massennaher Diktion zu versuchen, auf Vordermann gebracht hat, hat K. zu seiner Verblüffung bestätigt, dass das Rad ’n echtes Schnäppchen ist; bis auf die eben oben in der Überschrift Headline erwähnte Stange halt, aber nun wird alles gut.

K. konnte sich das alles gar nicht leisten; das Geld kam aus einem Spendentopf, und K. ist durchaus dankbar, aber das behält er für sich, alles geheim.

***

K. ist jeden Abend voll und der Dicke will ihn in die Trinkerheilanstalt bringen. Korrekt – Mental-Funk! Komische Hallus, aber das hat K. auch erst höchstens 45 Mal erwähnt. K. wiederholt sich; allein, man wiederholt sich im Alter häufig, wie K. wiederholt angemerkt hat. Welcher Dicke? K. schwant da was, aber das ist alles geheim.

In Wahrheit K. lümmelt jeden Abend auf seinem lumpenproletarischen Lotterlager und zieht sich womöglich nach seiner im Unbewussten erfolgten konkretistischen Deutung des Begriffs „Serienkiller“ auf seinem Tablet Serien rein, bis dass das Akku ihn scheidet. Nicht immer, aber immer öfter liest er zudem „wieder ’n Kilo Buch“, wie sein märchenhaftes Stiefmütterchen immer einmal wieder schier neckisch und doch auch proletarisch-zupackend anzumerken wusste.

K. versteht das; er versteht überhaupt alles, denn er ist der Cheftherapeut der lokalen Gruppe. Äh… – die ist gemeint, muaha! Menschinnen und Menschen, die nie im Ansatz etwas wie wenigstens herum Schlurfen auf einer geistigen Ebene erlebt haben, weil ihnen das schon als Kind ausgetrieben wurde, worauf sie oft genug gar noch stolz zu sein scheinen, kommen halt auf die nächstliegende Deutung, die natürlich darin besteht, dass K. full wäre und auf seiner Matte ermattet seinen Rausch auspennen würde.

Wie? Das waren doch aber Hallus oder Pseudo-Hallus? – Ja, und; das ist alles Kommunikation, zefix!

Die persönlichkeitsspezifische Pointe besteht hier darin, dass K. mit seiner Rezeption von Kunstwerken selbst völlig unzufrieden ist. Er ist schon ein bisschen happy, wenn er einen Beitrag wie das letzte Posting zu „The Walking Dead“ fertig bekommen hat, und mit dem ist er, Überraschung, auch nicht zufrieden.

(… man sagt „Rezeption“, denn man ist interlecktuell…)

***

Ein Höhepunkt seiner selbst getretenen Stadtrundfahrt war die Wahrnehmung des Transporters einer Filmcateringfirma, die „Pausenlos“ heißt; es ist albern, K. weiß das, aber er hat sich dennoch kösklich köstlich amüsiert.

Im Unbewussten aber wünscht K., als dritter Assistent eines zweiten Kabelträgers was beim Film zu machen. Was ist er wieder kein Schelm; unfrei nach Heinz Ehrhardt.

So.

PS: K. hat übrigens diesen ganzen Text ohne Ohropax in, Überraschung, den Ohren in die Tasten gedroschen, ha! Na ja – geht so…

** „Cool“ ist mitnichten ironisch gemeint, vielmehr diese Karren echt was haben, was unter anderem die Tatsache zeigt, dass sie, obwohl 1980 (S 50) bzw. 1991 (S 51) ihre Produktion eingestellt wurde, heute noch weg gehen wie warme Semmeln, und für sagenhafte Preise. War nich‘ alles schlecht, ach…
** Damit wollte K. nichts gegen New York, Lübeck oder Neuzelle sagen! Thx, folks!

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28 Antworten zu (… nix „Rad ab!“… neue Sattelstange, hähä…)

  1. Herr Ösi sagt:

    Aber es müssten schon eBikes sein… 😉

    Tja, die Polizei sucht gerade vor Weihnachten eine kleine Aufbesserung.

    • Herr Koske sagt:

      … das kann ich nicht einschätzen, weil ich die Stelle des Polizeipräsidenten denn doch nicht angenommen habe….

      • Herr Ösi sagt:

        Kann ich gut verstehen. Das ständige Arbeiten mit Verbrechern zieht einen ganz schön runter…

        • Herr Koske sagt:

          … deswegen rasiere ich mich nur noch mit geschlossenen Augen… die Ganovenfresse der Charakterkopf (O-Ton Dr. S.) zieht mich sonst voll runter… andererseits sehe ich deshalb keine Spiegelneuronen, aber irgendwas is‘ ja immer…

          • Herr Ösi sagt:

            Ich sehe sie schon, weil Rasur mit offenen Augen. Aber ehrlich, ich kann sie nicht mehr sehen, diese Spiegelneuronen. 😉

            Und Zähneputzen vor dem Spiegel geht ja gar nicht… äh… ohne Putzfrau, die nachher nachwischt…

            • Herr Koske sagt:

              … erfreulicherweise ist bei mir eine innere Putzfrau fest installiert, gnihi… Putzen ist für mich wie Meditieren – das hat man ja öfter bei frustrierten Hausfrauen, nicht wahr…

  2. Herr Ösi sagt:

    Und ich zögere das Putzen so lang hinaus, bis es nicht mehr geht. Erst dann mach ich mich auf…

    Mann! Haben wir Themen… chchch

    • Herr Koske sagt:

      … da habe ich doch letztens was gepostet; putzen müsse man erst, wenn das WLAN-Signal nicht mehr durchkommen würde… chchch… – ist nich‘ von mir, is‘ aber voll cool…

      (… tja, Männerthemen halt, im 21. Jahrhundert… ein Höhepunkt wäre ja für mich, wenn ich auf dem Mond Staubsaugen dürfte… *hüstel*…)

      • Herr Ösi sagt:

        Das kannst du vergessen. Die sind doch heute alle selbstfahrend… und weichen Hindernissen aus… chchch

        • Herr Koske sagt:

          … aber auf dem Mond wird sehr wahrscheinlich zunächst von Hand gefahren – das Signal kommt nicht durch, wie gesagt…

          (… ich bin gespannt, ob ich ’ne Mondbasis noch erlebe… soll ja losgehen in den nächsten Jahren…)

  3. Herr Ösi sagt:

    Aber Mondbasis ist doch langweilig. Ist wie auf der Erde. Nur langsamer.

    Der Mars wär was. Fände man jetzt noch Viecher in Höhlen oder so, wär’s perfekt…
    Also zum Zuschauen, nicht zum Hinfahren.

    • Herr Koske sagt:

      Ich würde hinfahren („Fahren“? – Egal!), echt, aber ich bin jetzt schon zu klapprig; in der Schwerelosigkeit bläht sich meine Prostata zu Melonengröße auf (und da ich stets bemüht bin, wenigstens ethisch ein hochwertiger Schreiber zu sein, beeile ich mich, schier spielerisch anzumerken, dass ich diesen unfröhlich-fruchtigen Vergleich bei Meister Koontz geleast habe, und das mit dem „Meister“ ist mitnichten ironisch oder so gemeint). Ich meine, man wird das ja wohl noch sagen dürfen; gut, dass wir drüber gesprochen haben, Du!

      (Vor seiner geistigen Brille erstehen umgehendst blühende Landschaften im Mare Tranquillitatis, ach. Mit ausgedehnten Kohlfeldern, aua. Geht ab. Abhang Vorhang. Minutenlange frenetische Betretenheit.)

  4. Herr Ösi sagt:

    Naja, du hast recht. In unserem Alter ist es egal.

    Wenn nur die lange Fahrt nicht wär…

    Aber die nehmen eh lieber die Jüngeren. Wegen dem Nachwuchs und so…

    • Herr Koske sagt:

      … irgendwo habe ich gelesen, dass man lieber Ältere nehmen würde, nämlich für den zunächst eintretenden Fall, dass es keine Rückfahrkarten gäbe (nein, ist kein zynischer Witz)…

      (… Tellerwäscher werden überall gebraucht…)

      • Herr Ösi sagt:

        Ja… aber dann müssten sie oben auf dem Mars gleich einen Krankenhauskomplex errichten…

        … mit angeschlossenem Friedhof… chchch

        (Ausreichend Platz wär ja da)

        Das Problem wäre eigentlich schon die Hinfahrt, wenn die alten Raumschiffführer ständig die falschen Knöpfe drücken… 🙈

        • Herr Koske sagt:

          … das ist, ohne Flax, eines der Probleme, die medizinische Versorgung… ich lese da gerade was („Schleichwerbung! Schleichwerbung!“), von diesem Herrn gibt es coole Bücher zum Thema, ob es in Zukunft eine Zukunft gibt… oder so ähnlich… falls das jemanden interessiert

  5. Herr Ösi sagt:

    Ich denke mal in Zukunft kommt es erstens anders, als man zweitens denkt…

  6. Herr Ösi sagt:

    Unser Leben in 100 Jahren?

    Die Lektüre schenk‘ ich mir… chchch

    Also, nicht schenken… ersparen…

    • Herr Koske sagt:

      … na ja – is‘ Dein Ding… in mir aber sind immerhin immer noch Restbestände einer gewissen Wissbegierde zugange, die etwa mit 13, 14 kulminierte… oder so ähnlich… was ja auch heißt, dass ich noch nicht ganz abgestorben sind, ha… ich will schon wissen, wie es meinen Enkeln gehen wird, die ich gar nicht habe…

      Har. Har. Har. – Zynist

  7. Herr Ösi sagt:

    Meine Enkelchen, 3 an der Zahl, werden sich selbst durchschlagen müssen…

    Der Opi ist einfach viel müde in letzter Zeit…

    • Herr Koske sagt:

      Im Ernst? – Ja, aber das ist doch was! Da hast Du doch was Erfreuliches in die Welt gesetzt, d. h. natürlich, eigentlich das für die Replikation des Genbestandes befähigte Weibchen („Buuuuh! Machos raus!“)…

  8. Herr Ösi sagt:

    Nur einen Sohn… der sich mittlerweile verdreifacht hat… oder so.

    Die Bande (das ist lieb gemeint) lebt in Frankreich und spricht nur Französisch mit mir…

    Damit der Opi wenigstens ein bisschen Gehirntraining hat… !

    • Herr Koske sagt:

      … das hätte ich nicht erwartet – ohne Geblödel jetzt…

      Das mit dem Französisch ist aber gut! Für mich ist das die schwierigste Sprache, die ich kenne, wobei das Problem darin besteht, dass ich sie sehr wohlklingend finde… äh… – ohne Ironie und so…

  9. Herr Ösi sagt:

    Ja, schwierig war Französisch zu erlernen. Bei mir hat es Jahre gedauert. Es war schon peinlich…

    Dann, irgendwann, hat es Klick gemacht und es klappte…

    Ich stell mir vor, das ist wie bei einem Baby. Das lernt auch irgendwie automatisch…

    Nur bei mir dauert alles läääääänger….

    • Herr Koske sagt:

      … das mit dem „Klick“ ist aber ’n gutes Zeichen (ohne Irokasmus usw. gesagt; ich muss das ja immer hinzufügen und mache das jetzt auch immer öfter, weil auch ich ganz tief drin dienstleistungsorientiert bin; „Schwestaaa!“); das ist ja das, wovon ich träume, dieser Kick, nach dem es dann stetig voran geht; ich habe das bisher nur einmal erlebt, bei der Fertigung einer mittelgroßen Website für eine Klapse, ach…

  10. Herr Ösi sagt:

    Vor 30 Jahren oder mehr habe ich auch Mittelgroßes gefertigt. Das Web gab’s damals noch nicht.

    Heute backe ich kleinere Brötchen… oder gehe gleich zum Bäcker… chchch

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