KI-Dialog 10 (… Kjstzeghebndjhdjrirrj? – Alllsdjhetvbebebn!!!…)

K: HERKOS IMAUFLU (Herr Koske, immer auf der Flucht)
II: IMI META (Imaginäre Instanz auf einer Metaebene)

Quelle der kulturellen Umrahmung.

I: Wie aus Quellen verlautet, die als sogenannte gut informierte gelten dürfen, werden Sie heute 60. Möchten Sie etwas dazu sagen?

K: Nö.

I: Ich anerkenne Ihren Versuch, immer wieder erfolgende Rückmeldungen rein zu nehmen und sich kurz zu fassen, aber ich nehme Ihnen diese Antwort nicht ab…

K: Ja, was soll ich dazu sonst sagen – die Pubertät zieeeeeht sich… Ist doch alles Rotzkotzpissscheißfotzmist! Das einzige Wachstum, das ich konstatieren kann, ist das der Prostata, und das einzig Hochwertige, das ich zustande gebracht habe, ist der Blutdruck. Har. Har. Har.

I: Ausgezeichnet! Es geht Ihnen offenbar gut, denn Sie fangen schon nach wenigen Worten mit der Selbstgeißelung an.

K: Das hat aber nichts mit dem Alter zu tun, das hatte ich schon immer voll ungut drauf. „Das haben wir schon immer so gemacht, das hat sich bewährt!“ Hättättätättätätä.

I: Ich habe keinerlei Anmerkungen über Alterserscheinungen gemacht. – Das werde ich ja wohl noch sagen dürfen!

K: Darum geht’s nicht. Ich habe nur tatsächlich Schiss, an die falschen Leute zu kommen. Die stellen sich dann hin und lamentieren, Herr K. müsse ins Heim, der würde den ganzen Tag vor sich hin brabbeln usw. Dabei habe ich schon mit 13 oder so diese raumzeitlich orientierend wirkenden Selbstgespräche geführt, gnihi. – Eben kam übrigens wieder per Mentalfunk etwas von wegen, mein Blog wäre nur Geltungsdrang. Und ewig murmelt das Murmeltier oder so ähnlich.

I: Ah ja, sie spielen wieder den Simulanten?!

K: Korrekt, Mann! Und als besonderes Schmankerl war heute für etwa vier Stunden das Netz weg. Surprise! Happy Birthday! Thx, Bros – Zeichen angekommen!… *würg*, *schüttel*, rülps*…

I: „Schmankerl“… Hm.

K: Ich biedere mich bei den Bajuwaren an, weil ich befürchte, des Landes verwiesen zu werden. Ich kaufe dauernd polnisches Piwo oder Steambrew und fast nie Paulaner oder Erdinger Weißbierweißblechdosen-Weißbier usw.

I: Ihnen ist schon klar, dass man das auch wieder ganz anders sehen kann! Sie gönnen sich nun was – das is‘ ’n Fortschritt!

K: Jetzt fangen Sie nicht wieder mit dem Verbalisierung-Emotionalen-Inhalts-Gesülze an!

I: Okay, okay – Männer sind sensibel, Sie hatten es,*hüstel*, ganz gelegentlich erwähnt. Aber haben Sie sich denn an diesem Tag, von dem ich Ihnen nicht abnehme, dass Sie ihn nicht als etwas Besonderes sehen wollen, nicht irgend etwas Besonderes gegönnt?

K: Ich habe mir schon im Morgengrauen Einen vom Kolben gepumpt, rubbelnder Weise – gräulich schön! Deswegen heißt es ja Morgengrauen. Chchch. Ist noch nicht Schicht im Schacht und Ende Gelände! „Die Zukunft in der Hand!“„Machos raus! Sexisten in die Baumschule!“

I: Ja ja, schon klar, als Polterproll halten Sie solche Anmerkungen für spritzig – auch das hatten Sie bereits einige wenige Male erwähnt.

K: Was soll ich sonst tun? Was frustrierte Hausfrauen außer orgastischem Jammern halt tun – essen… Die vegane Nudelsoße ist echt der Oberhammer, nebenbei bemerkt!

I: Fühlen Sie sich jetzt erleichtert nach Ihren runter geratterten verbalen Selbstkasteiungen? Sie sind ja heute echt in Hochform?!

K: Das Tief war schon gestern. Wieder einmal sind da irgendwo Schulden von anno Dunnepieps aufgetaucht, und mein Ratenzahlungsvorschlag wurde abgelehnt, stattdessen ich etliche Monde lang 56 Euronen abdrücken muss. – Ich weiß doch sonst nicht, was ich mit meiner scheiß Kohle anfangen soll, echt!

I: Voll blödes Timing mit dem Brief…

K: Das war doch kein Zufall! Das ist alles latente Seniorenpädagogik! Opa soll wieder Knuffen und Mucheln gehen. Kommt ja auch dauernd per Mentalfunk, obwohl in der sogenannten Realität Sozpäds und Coachs was ganz Anderes sagen. Die dauerhaft kommentierende Diensteinheit (DAUKOVIDI) der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) ist echt ’n zäher Haufen.

I: – Wie Sie mit der Ihnen eigenen prähistorischen Ritterlichkeit zugeben müssen…

K: Ach, es ist echt immer wieder cool, gesehen zu werden! Da geht Einem doch das Herz auf bzw. die Galle!

I: Und, gibt es etwas irgendwie Zukunftsweisendes, das Sie an diesem Tag besonders klar und deutlich glauben wahrgenommen zu haben?

K: Ich werde immer wieder versuchen, mit dem Schreiben aufzuhören, und werde immer wieder feststellen, dass ich nicht ohne Schreiben leben kann, und ich werde immer weiter glauben, Phantasie lernen zu können, Spinnen, Dichten, Fabulieren usw. Amen! Yeah! Fuck! Tandaradei!

I: Das kann man so stehen lassen!

K: Darauf kannste Einen lassen!

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