(… K. kann nicht anders, aber man muss ihm nicht vergeben…)

Quelle der kulturellen Umrahmung.

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K. hat sich fest vorgenommen, sich zumindest den einen, sehr langen Traum zu merken und natürlich hat er ihn vergessen; er kommt neuerlich nicht umhin, den Gedanken an ein Unbewusstes zumindest einen kleinen ernsten Moment lang zuzulassen. Äh… – *hüstel*…

Aber wieder dieses Phänomen, das K. von allen seltsamen Erlebnissen am wenigsten erklären kann. Diese Pseudo-Halluzinationen sind schon vor längerer Zeit von Fachleuten beschrieben worden, während man das Empfinden des gemacht Werdens von Realität als typisches Symptom einer psychotischen Störung zu werten sich fachkreisend ohnehin und schon immer selten einig zu sein scheint. Das zählt ja bei K. ohnehin alles nicht, weil er, wir berichteten erst höchstens 20 Mal, den Schizo spielt bzw. den Simulanten.

Jeder Mensch kennt dieses hinein Gleiten in innere Bilder, oder wie immer man das nennen mag, und damit in den Schlaf.

K. wird regelmäßig in diesem Moment aufgeschreckt, heute wieder besonders deutlich durch einen kurzen Pfiff mit den Lippen „ohne Finger“. Oft ertönt ein Knallen, ein Hupen, ein Klatschen, gar ein Trommelwirbel usw.

Wie soll man dieses Erleben nun erklären? – Nicht so drängeln, liebste diplomierte und promovierte Spezialisten! Das ist in gewisser Weise das makabre Gegenstück zum sich zurück ziehen sollen an einen sicheren Ort insbesondere in der Traumatherapie. Wer macht so was und wie und warum? Rhetorische Frage! K. erwartet schon lange keine Antworten mehr; oh schöner Schmerz, oh edle Tiefe!

Da K. es ganz offensichtlich nötig hat, seine bohrenden Minderwertigkeitsgefühle kompensieren zu wollen durch Größenideen, entwickelt er in diesem Kontext immer wieder Thesen wie die, dass das, was man als „Psychose“ zu bezeichnen pflegt, vielleicht immer nur als Krankheit sozusagen notdürftig-behelfsmäßig gedeutet wurde, während es sich aber womöglich um eine sozusagen geistige Daseinsform handelt, die einfach noch nicht im adäquatem Kontext gesehen werden konnte.

Das klingt grotesk, wie K. immerhin wahrnimmt, aber es gibt zahlreiche Aussagen von nicht Bekloppten, die in diese Richtung gehen, vergleiche etwa Joseph Campbells fast wörtlichen Sinnspruch, der Mystiker würde im Ozean schwimmen, der Psychotiker darin versinken usw.

„Das dazu!“, wie Diplomlehrer M. immer zu sagen pflegte, worauf er eine autoritätsuntergrabende Kniebeuge anzudeuten wusste, wie K. ebenfalls erst höchstens ein halbes Dutzend Male angemerkt hat.

‚Will nich mehr arbeiten, weilla ’n Wäpplock hat!‘, kam gleich heute früh nach dem Aufstehen.

Es geht wohl wieder los – nix Neues in Ballaballaland!

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