(… wie gesagt – er  m u s s  darüber quatschen…)

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Das ist übrigens auch so ’n Ding. K. leiert immer einmal wieder eine Art Singsang herunter, was eben nicht vornehmlich Ausdruck von Senilität oder dgl. ist, vielmehr K. das schon immer so gemacht hat. Möglicherweise hat das damit zu tun, dass ein kleiner Junge singt, wenn er allein in den Keller muss; möglicherweise aber war K. schon immer opamäßig zugange, wie ein ehemaliger Klassenkamerad lange nach der Schulzeit zu dessen Überraschung beileibe nicht nur über K. sinngemäß angemerkt hat.

Unter anderem aber repetiert K.: „Ihr macht kein Geschäft mit meiner Seele!“ Ein Ergebnis dieses quasi rituellen Leierns bestand nun darin, dass per Mental-Funk mitgeteilt wurde, und immer wieder mitgeteilt wird, K. würde angeben, dass er einmal ein Hurenbock gewesen wäre… (???)

In Wahrheit hat K. einen Song einer DaDaeR-Band „parodiert“, bitte Anführungsstriche beachten, K. will nichts gegen die Band oder ihre Songs sagen, in der ihm in gewissem Maße der Budenzauber beschrieben scheint. Es heißt etwa: „Wir machen ein Geschäft mit Deiner Seele!“, „Du wirst es brauchen!“ oder „Wenn Du schon gar nicht mehr dran denkst!“

Das is‘ lustich, nich‘, har har?! – Eines der Rätsel des Budenzaubers, über die K. auch bereits durch sein Bloghaus schlurfend gebrabbelt hat.

Einerseits kommen gewissermaßen ins Schwarze treffende Rückmeldungen von der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ), angesichts bzw. angehörs der die These von „psychotischen Symptomen“ mindestens fragwürdig erscheinen dürfte, andererseits aber, siehe das Beispiel Songtext eben oben, kommt gequirlte Scheiße vornehmlich rückwärtig ausgeschiedene Fäkalie von meist pastenartiger Konsistenz. – Was soll das, nicht nach Grönemeyer…

(… „Grönemeyer“ wird nicht als Fehler angezeigt… der Name ist demnach offizieller Bestandteil des deutschen Wortschatzes… interessant… ja, Herr K. ist so was von eifersüchtig… schon im Vorab thx für die sehr wahrscheinlich zu erwartenden diesbezüglichen Rückmeldungen…)

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Heute morgen wurde K. geträumt, dass seine autobiografischen Skizzen, oder wie immer man das nennen mag, mit der Formulierung „zehn Seiten Karl May“ quasi bewertet wurden.

Das ist der Hammer! Selbst im Traum laufen die üblichen Abläufe ab, hier die permanente Verdrehung ins Gegenteil, die in einer persönlichen Ur-Geschichte als eine Art Plot des Lebensdrehbuches festgelegt wurde.

Wenn etwas in diesen Kurzgeschichten nicht der Wahrheit entspricht, dann deshalb, weil K. möglicherweise des zeitlichen Abstands wegen etwas vergessen hat. Ansonsten ist das eben leider nur Berichtete und nicht Gedichtete bis ins kleinste Detail authentisch. K. leidet seit Jahrzehnten wie ein weibliches Hausschwein darunter, Dichten, Spinnen, Phantasieren, „Lügen“ eben nicht zu können, was er ebenfalls erst höchstens zwanzig Mal, milde formuliert, erwähnt hat.

Die possierliche Pointe ist hier zudem, dass K. so gut wie nichts von Karl May gelesen, sondern nur mehrfach einige erste Absätze eines Buches von ihm überflogen hat; etwas mit „Greenhorn“ usw., es dürfte „Winnetou“ gewesen sein.

Ein, was für ein Wortwitz, entfernter Bekannter, der K. aber vor Jahrzehnten live erlebt hat, verstieg sich gar zu der gut gemeinten Anmerkung, K. solle doch, sinngemäß, nicht derart dick auftragen, das wäre doch unglaubwürdig usw. Dies jedoch bei genau einer der Geschichtchen, die bis zur Beschreibung des Wandschmucks im Wachraum der Kaserne hundertprozentig authentisch sind. Jeder hat in der Tat, wie Teal’c sagen würde, die Freunde, die er verdient. „Ach.“*

Offensichtlich, und das muss jetzt kommen, hat Thomas Mann recht; wenn Du Dich weigerst, ein Mensch der Aktion zu sein und Dich in die friedlichste Einöde zurückziehst, so werden die Wechselfälle des Daseins dich innerlich überfallen, und du wirst deinen Charakter in ihnen zu bewähren haben, seiest du nun ein Narr oder ein Held. Dies fast wörtlich in „Der Bajazzo“.

(… korrekt, nach diesem Quasi-Zitat dürfte wieder etwas wie: ‚Sieht sich Tatsache als Nachfolger von Thomas Mann, höhö!‘ kommen… nicht gleich„Wenn du schon gar nicht mehr dran denkst!“, siehe Songtext eben oben… komische „Hallus“… aber es kann sein, dass K. das schon erwähnt hat… har har har, lustich…)

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K. schaltet den PC an, auch heute morgen, beginnt zu tippen und hat zunächst kein Ohropax in den Ohren. Jeden Morgen diese irre Hoffnung, der Budenzauber wäre vorbei, süüüß!

Sofort „hört“ K. von unten: ‚Er will ’n Bestseller schreiben, höhöhö!‘ Dies wie immer in einem Ton, der etwa besagen soll, K. könne nicht entkommen, man hätte ihn angebunden, seine Fluchtversuche vor allem durch Tippseln wären sinnlos und überflüssig usw. usf.

Natürlich ist K. klar, dass hier der seelische Mechanismus wirken könnte, den man mit „Abspaltung“ bezeichnet, und zwar eben nicht im Sinne von „schizo“ wie etwa in „schizophren“, sondern im Sinne von Dissoziation. Selbst hochgebildete Leutinnen und Leute „verwechseln“ das immer wieder, und oft gar mit Vergnügen.

Konkret könnte das heißen, dass K. bestimmte Regungen, Antriebe, Bedürfnisse, Wünsche usw. verboten worden sind oder er gar für Versuche ihres Auslebens bestraft worden ist, beispielsweise für Ehrgeiz, für sich zeigen Wollen, für sich an künstlerische Versuche wagen usw. Diese Regungen usw. sind aber deshalb nicht weg, sondern werden abgespalten und dann immer einmal wieder als von außen kommend empfunden und oft als Vorwurf, ja, Angriff.

K. erinnert sich an eine seiner ersten Sitzungen im Freudeskreis Anna Lyse des Hauses der ewigen Kindheit. Seine Therapeutin hat versucht, ihn sinngemäß darauf hinzuweisen, dass die „Stimmen“ auch äußere Manifestationen des gewissermaßen verinnerlichten Vaters sein könnten, die ebenso runter machen, abwerten, erniedrigen, verbal strafen würden, wie K. es in der Kindheit tatsächlich vom realem Vater erlebt hätte.

Ganz großes Kino! Das war K. schon etliche Jahre vorher klar, dazu hätte er nicht in die Klapse gehen müssen; har har, sehr witzig.

Wieder wirkte jedoch dieser vertrackte Mechanismus der Treppwörter. Das heißt, K. hat in besagter Sitzung nicht deshalb die Beißerchen nicht auseinander bekommen, wie besagter Vater es formuliert hätte, weil er untertänig und duckmäuserisch ist, sondern weil ihm immer alles hinterher einfällt.

Diese wahrlich nervende Blockierung ist übrigens einer der Auslöser von K.’s Wutattacken, nicht sein Sein und Wesen als potentieller Gefährder und dgl.

Kurzum – bla…

* Zitat Professor von Bülow aka Loriot.

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