(… auch in K. schlummert ein Rebell – hoffentlich wacht der nicht auf…)

(Quelle der kulturellen Umrahmung)

Sich zeigen und gesehen werden… Fürwahr ein Grundantrieb, oder so ähnlich, von Millionen rezenten Vertretern der Hominiden auf dem drittem Planeten des Systems; unter anderem behufs dieses Zwecks, oder so ähnlich, haben sie wohl das erfunden, was sie „Internet“ nennen. K. hat auch bereits seine unmittelbare Vorgesetzte in seinem Command Center, Major General Krssdiplpffst, über diese Zusammenhänge in angemessener Weise in Kenntnis gesetzt.

K. aber ist anders… Allein, er war schon immer so! Erst mit 50+, denn es scheint sich bei ihm um einen in jeder Hinsicht Frühreifen zu handeln, *hüstel*, war er in der Lage und bereit wahrzunehmen, dass er schon als Vierkäsebreit bis zum siebtem Lebensjahr sich nicht zeigen wollte mit etwas, was er als, wenn nicht fertig oder gar perfekt, so doch zumindest des Vorzeigens wert empfunden hat.

D. h., wenn er etwa einen besonders hohen Turm aus Bausteinen errichtet hatte, hat er den nicht jemandem zeigen wollen und auch nicht gezeigt, sondern sogleich voll hämisch-lustvoller Wut wieder eingerissen, weil dergleichen eh‘ niemanden zu interessieren schien.

D. h. des Weiteren, dass wie viele der zynischen Bonmots des K. auch das im Folgendem gepostete dieses berühmten wahren Kerns nicht zu entbehren scheint, ach…

Oh schöner Schmerz, oh edle Tiefe! – Es ist etwas ganz Eigentümliches um diesen K.; er scheint in der Tat etwas Besonderes und, ha, was Besseres, *hüstel*

Und – er ist heute immer noch so! Er kann und will sich nicht zeigen

Beispielsweise hat er bei seinen ihn in unregelmäßigen Abständen überkommenden Versuchen, kurz aufzutauchen, einige Gedanken zu einem vor sich hin gammelndem Gebäudekomplex in seiner Geburtsstadt vorgelegt, die so übel nicht sein dürften, weil Leistungsträger vor Ort Konzepte präsentiert haben, die zumindest in dieselbe Richtung gehen wie das Konzept des Herrn K., was diesen immerhin durchaus freut, was er aber lieber für sich behält.

Nun hat K. – Schuldgefühle… Er ist sichtbar geworden, für einen Moment, aber deutlich, und so was macht man nicht.

Herr K. kann zudem oder vor allem weiterhin und neuerlich den Gedanken nicht verdrängen, dass das Unterdrückung wäre, nicht beispielsweise der Nicht-Besitz von Materiellem wie beispielsweise Produktionsmitteln, bla…

(… hier sieht sich K., im Unbewussten, neuerlich als mittelgroßen Vorsitzenden der internationalen Arbeiterbewegung, was immer das sein mag; verständigen Sie am besten niemanden…)

***

Herr K. hat in etwa dreieinhalb Jahren deutlich mehr als dreihundert Klangbilder mit dem MAGIX MUSIC MAKER gebastelt, was das Mehrfache dessen ist, was ein Profi in einem solchem Zeitraum vorlegt, aber es ist keine Arbeit, und K. hat jetzt seinen Account bei YouTube gelöscht, und es hat niemand bemerkt.

Was Herrn K. dabei aber beunruhigt, ist weniger die Tatsache, dass das niemand bemerkt hat, sondern, dass ihn das fast gar nicht juckt. Normal is‘ der Typ echt nich‘, Digga!

Über die überaus wichtige Person des K. hinaus scheint dieser Ablauf jedoch zu zeigen, wie sehr frühe Prägungen, und zwar, um auch das zu wiederholen, unabhängig von materiellen Rahmenbedingungen, das weitere Leben bestimmen.

Allerdings hat K. diese Löschung auch getätigt, weil er sich ein Ding gemacht hat, denn seine Uploads waren, wenn nicht illegal, so zumindest halblegal, weil er zur Präsentation seiner strukturierten Geräusche die kommerziellen Versionen der Samples von MAGIX MUSIC MAKER hätte verwenden müssen, für die man, natürlich, löhnen muss. K. hat jedoch diese Versionen nicht verwendet, weil nicht erworben, und da er bei so was meistens Pech hat, schien es ihm angezeigt, schmerzlich-gramvoll sein Werk zu nichten.

Blödsinn, denn er hat die Werkstückchen, die zeigen bzw. hören lassen, dass er eines gewissen rhythmischen Empfindens keineswegs zu entbehren scheint, mitnichten vernichtet, der kleine Mental-Masochist, vielmehr er sie nun mühsam konvertieren muss, um sie bei seinem Hoster zu speichern und auf einer Seite seines Blogs neuerlich seiner zu Recht unübersehbaren Nichtleser- sowie Nichthörerschaft zu präsentieren, tandaradei!

In diesem Sinne – weiter voran auf bewährtem Kurs zu gar keinem Horizont mehr, *schluchz*…

(… K. weigert sich nach wie vor, Kabarettungsversuche zu unternehmen, weil das Fach der komischen Alten an allen Spielstätten besetzt scheint…)

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