(.. ja, wo läuft er denn hin…) .. (… sehr frei nach Prof. von Bülow aka Loriot…)

‚Das verstehe ich sehr gut!‘, denkt es in K. (Bildquelle)

K. war nun eine Stunde lang laufen, worüber informiert zu werden die Weltgemeinschaft ein Recht hat, und hiermit wäre sie nun informiert, und es war alles ganz typisch, ach…

Wieder ein Fahrzeug mit kleidsam blau gewandeten Kameraden Volksschützern (Franz Fühmann), die postsozialistisch-sozialkritisch blickten. K. hat gegen ein neurotisches Gesetz verstoßen, indem er im Wortsinn aus der Spur gekommen ist, indem er von seiner üblichen Route abgewichen ist und sie konkret um einen großen Bogen erweitert hat.

Sofort hat er, im Unbewusstem, Schuldgefühle und strahlt diese offenbar auch aus und sie werden wahrgenommen. Höhö, Dr. Psycho, höhöhö! Der wieder mit seinem Psycho-Gedöns, hähähä!

Tja. Na ja. Ts ts ts. Oje. Ach, herrje! – „Hören wir doch auf, über Politik zu reden!“* – Jedenfalls sind die Blutdrücke, oder so ähnlich, jetzt bei 124 – 84 – 81, und K. ist geneigt, das für den Oberhammer zu halten, Alter!

2000 oder 2001 hat K. ein Belastungs-EKG erstellen lassen müssen, und auch das war, wie konnte es anders sein, typisch. Zunächst hat die Schwester K. „vergessen“, gnihi. Er saß mit einem halbem Dutzend Elektroden an seinem damals noch viel prächtigerem Alabasterkörper in einer Art Kammer auf diesem heilkundlich-diagnostischem Stand-Rad und strampelte und strampelte und strampelte und niemand kam nie nich‘.

Dann jedoch war die Rolle mit dem Papier zu Ende, auf das die herzlich gemessenen Werte aufgezeichnet wurden, und das geradezu klappernde Geräusch, das die Kante des Rollenendes erzeugte, rief die Frau Schwester auf den Plan. „Huch!“ machte sie, um dann sinngemäß hinzuzufügen, K. wäre ja immer noch da, hihi.

„Sie sind nicht sichtbar geworden, Herr K., kommen Sie in die Tanztherapie!“, hätte Dr. F. seligen Angedenkens gesagt. Das isses, Doc, *hüstel*

K. würde gern anmerken, dass er diese schwesterliche Interjektion sympathisch mädchenhaft gefunden hätte, aber er sieht sich gezwungen zu vermuten, dass diese Anmerkung frauenfeindlich-sexistisch wäre, weshalb er sie durchaus unterlässt.

Die eigentliche Pointe aber war, dass die diese herzlichen Aufzeichnungen auswertende Ärztin K. allen Ernstes fragte, ob der Leistungssport betreiben würde oder bis vor Kurzem noch betrieben hätte. K. antwortete darauf, ebenfalls im vollem Ernst, weil der Wahrheit entsprechend, er hätte bis vor einigen Monden etwa viereinhalb Jahre am Stück in Big B Zeitungen zugestellt.

„Hahaha!“, machte die Ärztin, sinngemäß. Diese Histrionischen, nicht wahr; pseudologia phantastica, hähä. ‚Mann, ist das öde und langweilig!‘, dachte es in K. an dieser Stelle, aber auch oder gerade das behält er für sich. „Da ist viel Wut, da ist viel Wut, das ist was ganz Altes; bringen Sie das in die Gruppe!“ Bla bla, blubb blubb.

Die noch eigentlichere, oder so ähnlich, Pointe jedoch besteht in der Frage, die in K. seitdem immer einmal wieder aufkommt.

Könnte es sein‘, so denkt es in K., denn er macht ja nichts, vielmehr geschieht ihm alles, könnte es sein, dass sowohl die einige Jahre später diagnostizierten „rezidivierenden mittelschweren Depressionen“ als auch das Wirken des Herrn H. Yper-Tonie auf den abrupten Abbruch des offenbar durchaus effizienten Trainings zurückzuführen sind, das die allmorgendlich dauerläuferisch absolvierten Zeitungszustellrunden auch darstellten?‘

Sind das Depressionen – oder sind das angemessene Reaktionen auf dieses Leben???

Nichts Genaues weiß man nicht, doch wir bleiben dran…

Wo aber ist das Problem? Nun, die Mitgliederinnen und Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse konnten diesen Zusammenhang nicht einmal vermuten, weil die eben oben angedeutete Problematik des sinisteren Herrn K. sich an der blinden Stelle des freudeskreisigen Gesichtsfeldes befand, Körperkontakt, Körperarbeit, Körpertherapie.

K. muss das sagen, weil er als, O-Ton vox populi, bindungsloser Psychopath charakterschweinisch die ihn gefüttert habenden Hände zu beißen gezwungen scheint.

(… denen hat er’s gegeben, hoho… böse Hobbitse, böse Hobbitse, hähä…)

Bla.

PS: K. empfängt dauernd per Mental-Funk Anmerkungen etwa des Inhalts, er wolle keine Bewerbungen schreiben, obwohl er einen Computer hätte; das ist jedoch nicht zutreffend, vielmehr K. sich jetzt, weil er im Schaumschlagen recht gut ist, bei einem renommiertem Institut beworben hat; es handelt sich um ein angesehenes An-Institut der völlig zu recht legendären Immanuel-Kant-Universität Königsberg. Muaha!

* Als, O-Ton vox populi, „Nazi-Schwein“, muss K. ja den Gegner kennen, daher hier dieser jüdische Witz…

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