(… K. tappt durchs Weichbild der Stadt…)

Neubauten, fast ganz neu, jedoch strahlend weiß in der Sonne leuchtend wie Häuser da unten in Griechenland, und dazwischen aber große Grünflächen… Auch das gibt es, und sogar dicht an der Bahn, der sogenannten Stammstrecke. K. hatte sofort wieder dieses Kindheitsgefühl; eine emotionale Aufwallung, die der Kindheitstheoretiker Erwin Strittmatter natürlich viel besser ausgedrückt hätte.

Es roch nach gemähtem Gras, daher wohl diese Anwandlungen. Bekanntlich sind Erinnerungen sehr stark mit olfaktorischen Reizen verknüpft, und gemähter Rasen ist für K., *hüstel*, verwachsen mit kurzen, aber starken Momenten friedlichen, gelassenen Kindheitserlebens, ach.

Allein, das Erstaunliche war, dass die Mähenden keinen völlig rasierten Rasen hinterlassen hatten, sondern in großen Bögen sozusagen Schneisen geschlagen; die unberührt belassenen Grünflächen aber waren eher Buntflächen, weil bunte Wiesen, nicht grüne.

Auf bunten Wiesen sind bis zu mehr als die Hälfte der dort wachsenden Gewächse von März bis Oktober abwechselnd blühende Blumen und Kräuter; derartige bunte Wiesen waren in Ostpreußen verbreitet und es gibt sie heute in D fast nur noch in Bayern und Thüringen.

K. scheint durchaus in der Lage und bereit, das Positive, Konstruktive, Erfreuliche, Lebensprall-Menschenzugewandte usw. in der Welt wahrzunehmen, er schreibt nur nicht darüber. Es scheint tatsächlich, dass man umso mehr und/oder umso intensiver schreibt, und „man“, nicht nur Herr K., desto beschissener es Einem geht.

(… wir bitten die Ausdrucksweise des K. zu entschuldigen; er kommt, wie erst höchstens 50 Male angemerkt, aus dem Osten, und die hatten da zu wenig Buchstaben, hähä…)

(… ausgerechnet der Herr S., der hin und wieder einige kleine Probleme zu haben scheint, mittlere bis längere muttersprachliche Sprechsätze halbwegs unfallfrei in ein mehr oder weniger geneigtes Publikum zu lancieren, mokiert sich über sogenannte Ossis dergestalt, dass er erklärt, dass sie stolz sein müssten, überhaupt lesen und schreiben zu können… wenn das keine Projektion im klassisch-freudvoll-analytischem Sinne ist…)
 
(… im Auge behalten, den K…. er plant, wie angedeutet, den Umsturz, indem er in Kreuzberg für die CSU zu kandidieren beabsichtigt…)

K. hat für einen Nachbarn ein Päckchen abgeholt, wobei der Nachbar als Empfangsberechtigten nicht K., sondern sich eingetragen hat. Jaja, K. macht überall die Leute verrückt; wegsperren, das Teil, echt jetzt. Eine Kameradin Volksschützerin (Franz Fühmann) hat denn auch sehr sozialkritisch geblickt, als sie die sinistere Person des K. wahrzunehmen gezwungen war.

Der Päckchen-und-Pakete-Ausgabeberechtigte war jedoch voll cool und hat K. nach dessen Vorlage von dessen Personalausweis die Sendung unter Entwicklung von Anzeichen deutlicher Erheiterung, oder so ähnlich, dennoch ausgehändigt. K. musste mehrere Stationen mit der S-Bahn fahren und dann noch einen großen Bogen um ein, siehe eben oben, großes bebautes sowohl als auch dennoch begrüntes Rechteck innerstädtischen Siedlungsraums schlagen, hoheitsvoll-distanziert schreitender Weise.

Da K. ausgeblendet hatte, dass die Päckchen-und-Pakete-Ausgabeberechtigten-Arbeitsplätze erst um 11.00 Uhr öffneten, obwohl das auf dem Päckchen-und-Pakete-Ausgabe-Schein stand, kam er zu früh, musste seinen alternden Körper durch Flanieren und Promenieren öffentlich präsentieren und war auf diese Weise den ganzen Vormittag lang praktisch beschäftigt.

Dergleichen aber scheint K. jedoch mittlerweile akzeptiert zu haben als die ihm zugängliche Unterart von – Abenteuern… Dennoch und trotzdem und erst recht findet K. seine Wahrnehmung immer wieder bestätigt, dass es zwei sozusagen grundlegende Formen von Erlebnissen zu geben scheint.

Man kann sich ins Getümmel stürzen, und „man“, nicht nur Herr K., und auf diese Weise emotionale Höhepunkte erleben, oder man kann seine Erlebnisse auf das mögliche Minimum beschränken, wodurch, als Beispiel, das Abholen eines Päckchens oder Paketes zu einer Art kleinem Abenteuer werden kann.

(… das Alter ist nicht einfach, aber es geht vorbei… allein – K. war schon immer so… chchch…)

Hinzu kommt, und das muss jetzt kommen, dass die zweite Art des Erlebens vor über hundert Jahren eher der Normalfall gewesen sein könnte…

Bla.

***

Gestern aber ist K. quasi mit dem Virtuellenbogen übergriffig geworden und wurde umgehendst abgestraft, indem sein Betriebssystem die Grätsche gemacht hat; d. h., natürlich nicht sein Betriebssystem, sondern das seines PC’s.

Da K. jedoch das Gute sehen soll, wie Leutinnen und Leute zu erklären nicht müde werden, die dergleichen, *hüstel*, wissen müssen, versucht er jetzt, das Gute zu sehen, indem er nicht ganz ohne Behagen konstatiert, nach der Neu-Installation besagten Betriebssystems viel mehr Platz auf seiner Festplatte zu haben; d. h., natürlich nicht auf seiner, sondern auf der seines PC’s.

Har. Har. Har. – Was ist K. heute wieder spritzig-witzig-hitzig; er könnte sich schon wieder schier selbst besteigen; er hat nur Angst, dass er nicht mehr runterkommt…

K. tut es nie wieder, Pionierehrenwort! Bitte nicht den PC schrotten!!! K. gelobt, ihre Konterfeis in der zuckerbergigen Gesichtsbücherei nie wieder anzuschmachten! Verflossen ist verflossen, ach! Obgleich K. selbstkritisch anmerken muss, dass sie, was ja für sich und dabei Bände spricht, viel besser aussieht als zu der Zeit, da sie nach Aussagen von Leutinnen und Leuten, die dergleichen, *hüstel*, wissen müssen, mit K. eine Symbiose praktiziert hat.

Was das angeht, so scheinen die Mitgliederinnen und Mitglieder dieses Sektors des Freudeskreises Anna Lyse immer noch nicht schnallen zu wollen oder zu können oder nicht zu wollen und nicht zu können, dass hier der blinde Fleck das psychische Skotom in ihrem Gesichtsfeld ist, bei Körperkontakt, Körperarbeit, Körpertherapie usw., stattdessen immer wieder und immer noch sich zwangsläufig immer erneut bildende Symbiose-Pärchen in unwohlbekannter Weise runter gemacht werden. – Dazu ein anderes Mal! Alles zu seiner Zeit!

Man wird das ja wohl noch sagen dürfen… Manchmal hatte es durchaus den Anschein, und beileibe nicht nur für K., als hätte besagter Sektor bereits eine eigene Verfassung oder dergleichen.

(… böse Hobbitse, böse Hobbitse…)

Die Geschichte war nicht nur eine Symbiose, sie war auch nachholende Ich-Entwicklung, und durchaus im Sinne des Meisters, hähä. Es hat ein bisschen der Jugend stattgefunden, die K. nicht hatte, weil er mit etwa 12 diese innere Kündigung getätigt hat, die sich zunächst nur auf die sozialistische Familie bezog, dann aber im Zuge der üblichen Generalisierung des Symptoms auf weitere und schließlich alle Lebensbereiche ausgeweitet wurde, unbewusst und daher umso wirksamer.

(… nachts aus dem Fenster steigen – und es gab damals nur ein einziges Fenster, aus dem man ohne Lebensgefahr nächtens das Haus der ewigen Kindheit verlassen konnte – und in klassisch-deutsch-literarischer Manier den Sternenhimmel betrachtend sowie vor allem im Mondschein badend rum machen und so… aber K. will sich hier nicht auf das Thema, was für ein Intelligenzwitz, versteifen… scheiß Macho, Schwanz ab…)

Nun ist die Diktion des K. bei diesem Thema ebenso geschwollen wie seine Prostata, ach, weshalb das Thema quasi, *hüstel*, vertröpfelt

Oooopa???!!! Trink Deinen Blasentee, gleich kommt die Schwester mit einem Tablettchen mit Tablettchen und wir fühlen uns leicht und beschwingt!“

(… ist doch menschlich, kann man doch drüber sprechen… gut, dass wir drüber gesprochen haben, Du…)

Bla.

PS: Übrigens lässt sich im Sommer das klischeemäßige Möchtegernedichterdachstübchen des K. sehr gut mit dem PC beheizen; aber das nun wirklich am Rande und nebenbei…

Dieser Beitrag wurde unter Anna Lyse, Nabelbohrungen, Stadtbild veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.