(… Fridolin Senilowitsch Koskatow sinniert pseudo-teerahpeutisch…)*

Früheste emotionale Bedürfnisse wurden nicht hinreichend oder gar gar nicht befriedigt, und so kann es beispielsweise kommen, dass ein im Rentenalter befindlicher Mensch mit ohne Beschiss magna cum laude erworbenem Doktortitel der Medizin trotz längerer Therapie Kontakte, Beziehungen, Freundschaften und dergleichen als etwas zu betrachten scheint, bei dem das Gegenüber jederzeit und überall und sofort verfügbar zu sein hat, eben wie im Normalfall die frühe Mutter, andernfalls dieses Gegenüber ein Vernichter ist und endlich wieder richtig krasse Schuldgefühle hat, weil er sich jetzt als diensthabender Ostubaf sehen darf, der in der Tat immer nur seine Pflicht erfüllt usw.

Nein, das ist nicht zynisch witzig gemeint, und es ist auch nicht lustig, es ist grauenhaft, weil dieses Empfinden drohender Auslöschung zwar völlig inadäquat ist, sich jedoch im Moment des Auftretens völlig real anfühlt, was K., milde formuliert, nicht ganz unbekannt ist aus eigenem Erleben.

Ja ja, Gnade der späten Geburt… Har Har. Sorry – K. ist klein, sein Herz ist rein fürwahr, *hüstel*!

Aber K. lässt sich darauf ein, denn er gibt doch gern den, O-Ton vox populi, Hilfs-Therapeuten, sooo süüüß, obwohl er eigentlich nach jahrelangen Erfahrungen auch mit konkret dieser Person wissen müsste, dass das nicht gut gehen dürfte.

„Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten“, und wer nicht durcharbeitet, wiederholt und wiederholt und wiederholt… Bla.

Schließlich ist K. nach kurzer Zeit sozusagen im gewohntem Modus, wie ein Feuerwehrmann im Bereitschaftsraum ständig auf dem Sprung, nicht wissend und nicht wissen könnend, aus welcher Richtung und in welcher Form die nächste „Information“ kommt.

Kurzum, K. ist wieder – beim Papa, hihihi… Sooo süüüß! Ist der gut drauf und kann man versuchen, gesehen zu werden, oder ist der schlecht drauf und man muss sich aus der Schusslinie bringen? Wird die Hand streicheln oder schlagen, beides oft „grundlos“? Usw. Ganz großes Psychokino!!!

Offenbar ist K. nicht in der Lage, und möglicherweise bockigerweise auch nicht bereit, auch nur einen Kontakt zu erleben, geschweige denn eine Beziehung oder eine, igitt, Bindung, die nicht symbiotisch ist; das ist eben seine frühe Prägung, aus der er ebenso schwer heraus zu kommen scheint wie die meisten Leute aus ihren Prägungen, wenn sie denn bereit und in der Lage sind, diese Prägungen überhaupt wahrzunehmen und zu verbalisieren (das muss man ja nicht, so lange alles gut geht, scheinbar).

(… das sind die existentiellen Erfahrungen, aus dem Psycho-Club, die das weitere Leben bestimmen, Nossinnunnossn, nicht die billigen Wohnungen und Lebensmittel, Arbeit für alle, kostenlose Kindergärten usw. usf…. hier hättet Ihr, nach der Umgestaltung der ökonomischen Basis, wirklich anfangen müssen mit Befreiung von Unterdrückung, hier habt Ihr aber aufgehört… – Euer freundlicher Klassengegner…)

(… willa wieda die Welt retten, höhöhö… spielta wieda Lenin, hihihi… kleena Langzeitarbeitslosa, hähähä…)

Dieses merkwürdige Bild geht K. schon eine Weile durch den Kopf. Kein Mensch wird, wenn die Kellerwände Risse haben und die Bodenplatte schief ist, ein Haus drauf bauen.

Im menschlichem Lebenslauf scheint dergleichen aber als selbstverständlich angesehen zu werden… (?) „Ich bin als Kind auch windelweich gedroschen worden und aus mir ist auch was geworden, höhö!“ Ja, und wie sagt der Bluthund immer? – „Geh kacken!“

(… ganz nebenbei bemerkt – voll cool, sorry… die Fantasy-Königin per se, ach, hat ein Comic veröffentlicht… )

In diesem Sinne doch noch einen leicht optimistischen Schluss versucht habend, verbleibt

Mit ausgezeichnet ratloser Zerknirschung

Der eben oben genannte und hier endesunterzeichnende Koskatow

PS: Sind eigentlich 9.4 Prozent eine Randgruppe? – Man wird das ja wohl noch fragen dürfen

* Er sieht sich neuerlich als Nachfolger von Hm Hm Hm, genau; das kam vorhin auch per Mental-Funk.

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