(… ganz großes Kino des ganz kleinen Kleinbürgers K….)

„Es regnet!“, wie es immer in „Die Siedler – Das Erbe der Könige“ heißt. K. ist eine knappe Viertelstunde zu spät auf dem richtigem Bahnhof erschienen und dann jedoch durchaus die richtige Straße entlang gelaufen. Er war aber der Meinung, dass er in die falsche Richtung gelaufen wäre und ist deshalb an der nächsten Haltestelle in den nächsten Bus gestiegen, um zurückzufahren, weil das akademische Viertel bei seiner Verspätung längst überschritten war. An seinem PC hat er dann festgestellt, dass sich das gesuchte Haus um die Ecke von der Bushaltestelle befindet.

Süüüß! Wäre man ein Loriot, würde man was draus machen, allein, man ist kein Loriot, doch immerhin nimmt man das wahr. Aber, wie gesagt: „Es regnet!“ Es ging um einen Termin zwecks Entladung von K.’s Sprechtext-Stau. Eine unerschrockene Sozpäd hatte sich dafür zur Verfügung gestellt; Vertreter dieser Berufsgruppe sollten wirklich entschieden mehr verdienen, echt jetzt…

Im Briefkasten zwei Schreiben vom Jobcenter. Alle Leistungen würden eingestellt, weil K. Vollzeitstudent an der Fern-Uni wäre. Da kann K. lange auf die Corona-Gratifikation für vierfach Verhartzte warten…

Das musste kommen! K. hat schon eine Weile gespürt, dass etwas aus einer Richtung kommen könnte, in die zu sehen er nicht, ha, im Traum versucht hätte. Nun hat er die sofortige Exmatrikulation abgeschickt; die dürfte am Freitag ankommen und gilt ab Posteingang. Was bleibt K. weiter übrig – auf die Schnelle kriegt er keinen Job. Und – überhaupt…

(… wenn wer denkt, das wäre K.’s letzter Versuch gewesen, Diplom-Intellektueller zu werden – so irrt sich der… jetzt kommt es auf ein oder zwei Semester auch nicht mehr an, chch… K. plant schon wieder was, aber das behält er für sich… magisches Denken… der Tonio-Kröger-Effekt – was ausgesprochen ist, ist erledigt…)

(… voll schwul, Digga – kriegst ’ne Rastung…)

PS: „Der lügt doch wie gedruckt!“, O-Ton vox populi. – Hagen adé, heule heule…

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