(… Nachtrag zum Vortrag… äh… – letztem Eintrag…)

K. hat zu diesem Thema bereits gepostet und immerhin bemerkt er das. Es gibt Theoretiker und Praktiker des, O-Ton vox populi, Psychogedöns, die erklären, sogenannte Psychotiker würden die sogenannte Realität erleben wie Träumende. Eine Ausnahme sind übrigens auch hier Künstler, insbesondere Schriftsteller, die gewissermaßen nach ihrer Produktion aus dem Ausnahmezustand wieder zurück finden in die sogenannte Realität.

Kurzum war K. auf der Hut! Es schien ihm nicht ausgeschlossen, dass der Gebäudekomplex, den er aufgesucht hat, um prüfen zu lassen, ob er coviderlich wäre, der heutigen Traumszenerie entsprechen, in ihr quasi enthalten gewesen sein könnte.

Beispielsweise hat er, weil ihm seine Halbnacktheit im heutigem Traum wieder eingefallen ist, sofort nach seiner Jacke gegriffen, die er nach einem vermutlich altersbedingtem leichtem Schweißausbruch abgelegt hatte. Jedoch ist nicht nur diese Intensität des sozusagen hinein Wirkens des Traumes in den Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, in K.’s Budenzauber sehr selten, sondern auch das Erleben der Entsprechung einer Traumszene unmittelbar nach der Nacht dieses Traums. Dergleichen hat K. bei seinen nunmehr etlichen tausend Traumprüfungen nur einige wenige Male erlebt.

Natürlich war K. klar, dass es auch darum ging, ihn eine Gruppensituation erleben zu lassen, ph! K. hat bemerkt, immerhin, dass er doch recht selten unter Leuten ist. Sollte er darunter leiden müssen? Nichts Genaues weiß man nicht, doch wir bleiben dran.

Nun, es schien alles gut zu gehen. K. war der letzte eines halben Dutzends Probanden, aber es ging wieder ratzfatz, um neuerlich Massennähe im schriftlichem Ausdruck vorzutäuschen.*

Das Einführen des Teststäbchens in die Nasenlöcher musste K. hier selbst vornehmen; auch ihm scheint es jedoch gelungen, dabei die Schädeldecke von innen kurz, aber nachdrücklich zu touchieren.

Positiv war, dass der Test negativ war; man musste dann noch eine Viertelstunde warten, um den Beleg zu erhalten, der belegte, dass man durchaus uncoroniert wäre und damit berechtigt, unter Zurücklassung angemessener Mengen gängiger Zahlungsmittel einige Dienstleistungen wie die Beschneidung des Haupthaars in Anspruch zu nehmen.

Als K. auf dem Hof stand, durchfuhr es ihn, und er spürte es, wie gewisse Jack-London-Übersetzer formuliert hätten – der Beleg war weg.

Diese Histrionischen, furchtbar! „Man bringt sich ins Gespräch!“, wie Dr. R., der Teilzeit-Chassid, 1984 gesagt hätte. Man kann nicht behaupten, dass K. die Drama-Queen gegeben hätte, aber zur Einakter-Baroness hat es wohl gereicht.

Allein, das war die Entsprechung der übelsten der heutigen Traumszenen in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre…

Zumal der Beleg dann vom nachfolgenden sich angenehmen Abläufen widmenden Klienten auf dem WC gefunden wurde, worauf K. eingefallen ist, dass die Traumszene mit der Halbnackheit auf dem Klo stattgefunden hatte. Eigentlich logisch, denn vornehmlich dort pflegt man sich in einer Weise zu entblößen, die in der Öffentlichkeit meist nicht beifällig aufgenommen wird, aber K. ist nunmehr auch altersbedingt etwas schwerfällig im mentalem Bereich.

Ja ja, alles konstruiert und nachträglich hinein gedeutet, klar! Nur, was macht Einer, der dergleichen einige hunderte Male in einigen Jahrzehnten erlebt hat? Er begibt sich in den Freudeskreis Anna Lyse, um dort zu wehklagen? Um dann festzustellen, dass er sich das auch hätte sparen können?

In diesem Sinne – Gott ist tot, es lebe die Göttin!

* Interessant, „ratzfatz“ wird nicht als Fehler angezeigt. – Oh, schöne kleine Highlights des Alters!

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