(… das Übliche – aber ziemlich krass…)*

Wieder einmal stehe ich schmachtend und schwelgend auf einem Hinterhof mit zweigeschossigem Seitenflügel sowie Gartenhaus und Remisen; alles halb verwittert und überwuchert. Ich krame gar, um dieses Unbeschreibliche festzuhalten, nach der Digicam, die sich, was der sogenannten Realität entspricht, in der linken Brusttasche meiner Jacke befindet.

Wäre ich doch Maler, dann könnte ich dieses Atmosphärische darstellen, das sich durch die Beschreibung der äußeren Merkmale solcher Szenen wie etwa der Bebauung nicht annähernd rüber bringen lässt! Dergleichen habe ich in der sogenannten Realität nie erlebt, oder nur in momentweisen Ansätzen in der Kindheit. Mit Worten ist das bestenfalls zu umschreiben, nicht zu beschreiben. Ist das das Schöpferische, das im sogenanntem Wachzustand irgendwo versteckt und verkramt und eingeklemmt ist? Bla.

Wo bin ich? – Es geht das Übliche ab, ich verlaufe mich, finde nicht zurück; dabei blicke ich einmal auf eine Stadtlandschaft, die mir bekannt vorkommt, aus Erfurt oder aus Berlin am Westhafen (???)

Dann bin ich wieder in dem Gebäude und auf dem Hof. Es scheint sich um eine alternative Einrichtung zu handeln. Ein kleiner Saal mit Bühne, eine Art Café, aber auch Werkstätten. Nein, hier im Haus ist es nicht! Es könnte ein Tagesrest sein; ich war gestern in einem ähnlichem Haus. Ich werde dort nachher einen Corona-Test machen lassen und sodann zu einem Haupthaarbeschneidungsberechtigten schreiten, auf dass ich fit bin für die Marktwirtschaft; ich pflege zu schreiten, denn ich bin was Besseres, *hüstel*.

Eine Szene mit Kindern auf dem Hof, die mich chronischen Spielverderber schelmisch in ein Spiel einzubeziehen versuchen, was natürlich nicht funktioniert; das übliche aneinander vorbei Reden, als wäre man in verschiedenen Welten (aber selbst bei „Fringe“ wird zwischen diesen Welten kommuniziert, wie mir immerhin einfällt). Die Szene „zerfällt“; nicht bestanden, was sonst.

Schließlich bin ich in einem Raum im erstem Stock, in dem ich schon einmal war, und ich bin halbnackt und nicht nur meine Klamotten, sondern auch meine Brieftasche mit Ausweis und Kohle und Karten sind weg. Versuche, das anzusprechen, gehen ins Leere, was nicht einmal mich überrascht.

Ich zwinge mich dazu, in dem Café, das jetzt eine Art Saal ist, laut zu brüllen, um wahrgenommen zu werden. Ein Muttchen, wie der ehemalige Blog-Buddy A. sagen würde, versucht mich zu beschwichtigen, als wolle sie sagen, der Krankenwagen mit den kleidsam weiß gewandeten Damen und Herren mit Kanülen sedierenden Inhalts wäre unterwegs. Die Szene löst sich auf. – Bewertende Kommentare erübrigen sich.

***

Jede Begegnung ist von Bedeutung, keine ist zufällig. „Inszenierte Wirklichkeit“, was eben kein psychotisches Empfinden darstellt. Damit wird jedes Leben wesentlich, wie Meister Wecker** sagen würde, ist quasi mit Bedeutung aufgeladen, nichts ist mehr banal… Oder so ähnlich.

Herein kommen, dazu gehören, dabei sein usw. usf. Dies nicht mehr durch gewaltsame Versuche wie sogenannte Revolutionen und dgl., um an Materiellem teilzuhaben, das für Integration zu stehen scheint, wie etwa Besitz an Produktionsmitteln. Vielmehr scheint es um Integration auf Ebenen zu gehen, die den Menschen als Menschen ausmachen, die Ebene des Geistes, die der Vernetzung von Kontakten, Beziehungen, Arrangements, igitt, Bindungen usw.

Und – der Träume als eine Art Vernetzungen von Probehandlungen. Der Budenzauber scheint in der Tat eine Art Weiterentwicklung der schier genialen Interventionen zu sein, die Milton Erickson vor Jahrzehnten bei Klienten getätigt hat. Übrigens hat K. dergleichen zumindest andeutungsweise, har har, „überraschend“ dargestellt gefunden in Heinrich Steinfests Roman „Der Allesforscher“. Zu diesem begnadetem Wortsetzer will K. gleichfalls an anderer Stelle eine Niederschrift bzw. Niedertippe vorlegen. Man sagt vorlegen, denn man ist was Besseres, *hüstel*.

K. nimmt sich vor, demnächst ausführlicher zu petzen, was er alles heraus gefunden zu haben glaubt über den Budenzauber. Dabei weiß er genau, dass diese Verbalisierung überflüssig ist, weil die sowieso einfach weiter machen.

Die Tatsache, dass niemand ihn verstehen zu wollen und/oder zu können scheint, führt K. darauf zurück, dass der Budenzauber nur bei Leuten angewendet zu werden scheint (K. hat mindestens je eine Menschin und einen Menschen getroffen, die ebenfalls bearbeitet zu werden schienen), die aus Allem heraus gefallen sind.

Lustiger Weise (?) fällt K. die „Definition“ ein, die Arbeiterklasse wäre revolutionär (gewesen!!!), weil sie nichts zu verlieren hätte als ihre Ketten. Etwas in dieser Art auf ’ner anderen, womöglich höheren Ebene.

(… korrekt, der Klient macht wieder Einen auf Dr. Uljanow… schon im Voraus thx für die zu erwartenden Rückmeldungen, folks…)

Bla.

** „Wer hat sich das ausgedacht?“ (Frau Hagen) Ich werde es wohl nie erfahren…
** K. fügt eilends hinzu, dass er als ewiger Lehrling des Lebens „Meister“ mitnichten ironisch gemeint hat.

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