Ein Höhepunkt im Leben des Unterschichtlers

Heute ist wieder etwas Geld auf dem Konto! Ein wenig trügerische hoffnungsfrohe Erwartung beschwingt den durchgeknallten Spießer K., ach…

Es geht beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht zuvörderst um die Kohle!!!* Es geht darum, dass Leute wie, beispielsweise, K. ein bisschen das Gefühl von Sicherheit vermittelt bekommen, vor allem ein bisschen das Empfinden der gewissermaßen Anwesenheitsberechtigung hienieden entwickeln könnten.

Sehr überspannt** gesagt, fände durch die Gewährleistung einer verlässlichen materiellen Basis, und damit überhaupt von etwas Verlässlichem, in gewissem Maße nachholende Ich-Entwicklung statt (dynamische Sektion des Freudeskreises Anna Lyse) bzw. Reparenting (u. a. Schematherapie), damit überhaupt einmal eine Basis da ist, auf der sich dann irgendetwas entwickeln kann.

Eigentlich waren das die „Grundfragen“ der sogenannten Hippies… Darf ich zunächst einmal ohne Leistung, ohne „Statussymbole“, ohne Vernetzung mit Leistungsträgern usw. usf. einfach nur da sein, habe ich eine Existenzberechtigung allein deshalb, weil es mich gibt? – Eigentlich sollte dieses Empfinden in den ersten Lebensmonaten vermittelt werden; eigentlich („Das ist was ganz Altes, bringen Sie das in die Gruppe!“)… – Ist es vielleicht sogar möglich, das Leben als eine Art Geschenk und Wunder zu sehen, anstatt es herunter zu reißen nach den jahrtausendelang im buchstäblichen und wörtlichem Sinne eingedroschenen „Maximen“ wie: „Man muss doch sehen, wo man bleibt!“, „Man kriegt doch nichts geschenkt!“, „Wer nicht arbeitet, soll nicht essen!“, „Wenn das Leben Glück war, dann war es Schinderei!“ usw. usw. usf.

So weit wieder die Theorie… K., die doppelt freie Marginalperson, frei von Teilhabe und frei von Pflichten, seit Jahrzehnten im Lockdown, wird dennoch und erst recht gebeutelt von Ängsten, Zwängen, mindestens fixen Ideen, wenn nicht Wahnideen, usw.

(… der wieder mit sein‘ Züchogedöns… willa wieda die Welt retten, höhöhö…)

So weit wieder das Wort zum Tage aus der Unterschicht!

** Neuerlich versucht sich K. auf sehr durchsichtige Weise an Massennähe zumindest im Ausdruck; wir bitten um angemessenes Unverständnis.
** Der Junge ist so was von überspannt, der braucht dringend – Fruchtdropse…

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2 Antworten zu Ein Höhepunkt im Leben des Unterschichtlers

  1. Ich kann deine Gefühle nachvollziehen. Diese Scham und Erniedrigung regelmässig auf das Arbeitsamt einbestellt zu werden und sich für sein „Faulheit“ rechtfertigen zu müssen ist eine Zumutung und zutiefst menschenunwürdig. § 1 des BGB: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Wenn dein dir zugewiesener „JobberaterIn“, meist sind es wohl Frauen, unsensibel und abgestumpft, womöglich machtlüstern oder schlecht gelaunt ist, kann diese Erfahrung durchaus dem ersten Kreis in Dantes Inferno gleichen ..

    Schon vor über 10 Jahren hat der Eigentümer von dm, der uns alle mit Alnatura Produkten verwöhnt und beglückt, gefordert, in Deutschland das bedingungslose Einkommen einzuführen. Kohle muss so oder so gezahlt werden, warum also die Demütigung der Langzeitarbeitslosen, der Ausgepowerten, der Kranken und der Aleinerziehenden ?

    Was soll das ? Kontrolle, Staatsmachtdemonstration, Dünkel und unausgelebter Sadismus ist meine Antwort auf die Frage.

    In Norwegen und der Schweiz ist das BE längst verwirklicht.

    Schröder war es. Ich könnte jetzt über diesen grobschlächtigen Möchtegern Casanova und Jet Set Heini hier ablästern; ich lasse es. Wer sich Putin bei Putin lieb Kind macht und dick Kohle bei Gazprom absahnt, wird im 2. Kreis des Infernos landen, sollte es eine ausgleichende Gesetzmässigkeit geben, wie mache(r) glauben. Ich wünsche G.S. alles Gute, nur eines nicht. Dass Nord Stram 2 jemals fertiggestellt wird.

    Ich gratuliere dir, dass dein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen ist. Du bist endllich in die Unterschicht aufgestiegen. HarHar. Nichts für ungut, manchmal muss auch ein Spässchen erlaubt sein.

    Wenn du Hippies kennen lernen willst, dann lass uns am Vollmond im August zum rainbow gathering fahren und 2 Wochen zelten und archaisch am Lagerfeuer Tofu grillen und jeden Tag am vision council teilnehmen, fleissig aus und in die give&take box geben und nehmen, faulenzen, sonnen, quatschen, wandern, baden und netten Alt Hippiefrauen nachstellen. –> https://de.wikipedia.org/wiki/Rainbow_Gathering

    love & peace brother, save gaia (ohne ironie, ich stehe auf all das)

    Grüsse

  2. Herr Koske sagt:

    Du liebes bisschen! – Auch hier sei ausdrücklich angemerkt, dass ich Dich mitnichten für ein bisschen halte, vielmehr es sich beim lustlosem herum Rollen dieser Worthülse um einen neuerlichen Versuch des K. handelt, Volkstümlichkeit vorzutäuschen in einer Weise, die nicht einmal für ihn selbst überzeugend ist…

    Ich kann deine Gefühle nachvollziehen. Diese Scham und Erniedrigung regelmässig auf das Arbeitsamt einbestellt zu werden und sich für sein „Faulheit“ rechtfertigen zu müssen ist eine Zumutung und zutiefst menschenunwürdig. § 1 des BGB: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Au weia! Ich fühle mich nicht erniedrigt und beschämt; vermutlich (auch) deshalb, was ich jetzt ausdrücklich nicht zynisch oder „witzich“ meine, weil längst eine Art Abstumpfung stattgefunden hat; ich komme nicht mehr „auf einen grünen Zweig“, na und… so was in der Art…

    Wenn dein dir zugewiesener „JobberaterIn“, meist sind es wohl Frauen, unsensibel und abgestumpft, womöglich machtlüstern oder schlecht gelaunt ist, kann diese Erfahrung durchaus dem ersten Kreis in Dantes Inferno gleichen .. Das scheint mir alles sehr klischeehaft, voller Wut, die ganz woanders herkommt und ganz woanders hingehört; allerdings entsinne ich mich deutlich einer Begegnung mit einem jungem Mitarbeiter des Arbeitsamtes, vor 20 Jahren, bei dem der durchblicken ließ, dass er und viele Altersgenossen unter seinen Kollegen schon gern etwas Neues versuchen würden, sinngemäß, aber „die Alten“ noch am Ruder wären, die konditioniert worden wären nach den durchgekauten Idiotien der Art „Wer keine Arbeit hat, ist faul!“ usw. Wie gesagt – vor 20 Jahren, sinngemäß; es hat sich ’ne Menge geändert… Und, ganz wichtig: ich habe Jobberater erlebt, die mehr von mir begriffen zu haben scheinen als diplomierte Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse nach etlichen Jahren gemeinsamen Symptome Bündelns; das muss mal gesagt werden… Vielleicht hatte ich auch „nur mal“ Glück… Also, das Bild, das Du hast, scheint mir sehr anachronistisch…

    Schon vor über 10 Jahren hat der Eigentümer von dm, der uns alle mit Alnatura Produkten verwöhnt und beglückt, gefordert, in Deutschland das bedingungslose Einkommen einzuführen. Kohle muss so oder so gezahlt werden, warum also die Demütigung der Langzeitarbeitslosen, der Ausgepowerten, der Kranken und der Aleinerziehenden ? Ja, ich entsinne mich, davon gelesen zu haben – und baff gewesen zu sein; das sagte kein Revolutionär vom Mariannenplatz in X-Berg, sondern ein gestandener Kapitalist (der hat auch vorgerechnet, dass die Kohle da wäre und unterm Strich der Staat sogar sparen würde, weil die Aufwendungen der Krankenkassen sinken würden usw.)

    Was soll das ? Kontrolle, Staatsmachtdemonstration, Dünkel und unausgelebter Sadismus ist meine Antwort auf die Frage.

    In Norwegen und der Schweiz ist das BE längst verwirklicht.

    Schröder war es. Ich könnte jetzt über diesen grobschlächtigen Möchtegern Casanova und Jet Set Heini hier ablästern; ich lasse es. Wer sich Putin bei Putin lieb Kind macht und dick Kohle bei Gazprom absahnt, wird im 2. Kreis des Infernos landen, sollte es eine ausgleichende Gesetzmässigkeit geben, wie mache(r) glauben. Ich wünsche G.S. alles Gute, nur eines nicht. Dass Nord Stram 2 jemals fertiggestellt wird.

    Wahrscheinlich bin ich wirklich ’n Ossi, der die Wende verpennt hat (O-Ton vox populi, und das mir, der ich der denkbar untypische Ossi bin!), aber ich halte überhaupt nix vom verbalem runter Machen von Politikern; mir scheint da fast immer unerledigter Autoritätsknall dahinter zu stecken, oder: „Ich bin ’n guter Mann/so lasst mich schon ans Ruder ran!“; das ist alles nicht konstruktiv, bringt nix außer momentanem sich Auskotzen…

    War nich‘ alles schlecht!!!

    Ich gratuliere dir, dass dein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen ist. Du bist endllich in die Unterschicht aufgestiegen. HarHar. Nichts für ungut, manchmal muss auch ein Spässchen erlaubt sein.

    Auch der Humor kommt in unseren Diensteinheiten nicht zu kurz, höhö! – Oh, sei mein Führungsoffizier, *hüstel*… (… ich möchte gar nicht wissen, wie viele Leutinnen und Leute das jetzt wieder für bare Münze nehmen würden…)

    Wenn du Hippies kennen lernen willst, dann lass uns am Vollmond im August zum rainbow gathering fahren und 2 Wochen zelten und archaisch am Lagerfeuer Tofu grillen und jeden Tag am vision council teilnehmen, fleissig aus und in die give&take box geben und nehmen, faulenzen, sonnen, quatschen, wandern, baden und netten Alt Hippiefrauen nachstellen. –> https://de.wikipedia.org/wiki/Rainbow_Gathering

    Herr K. ist, wir berichteten mädchenhaft zaghaft-zärtlich, momentan damit ausgelastet, eine Art verbindliche Strukturierung in seine Bemühungen hinein zu bringen, auf einer geistigen Ebene „Platz zu nehmen“; das ist jetzt seine „Revolution“, das ist dran (K. pennt bei der Vorlesung ein, das gibt es ja überhaupt nicht)… So.

    love & peace brother, save gaia (ohne ironie, ich stehe auf all das)

    Grüsse

    Greetings (wie die Großbritannier sagen)

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