(… nun ist guter Rat… äh… – nicht preiswert…)

(Kulturelle Umrahmung ohne direkten Bezug zum Text.)

Schon K.’s erster Versuch war ein Highlight der zeitgenössischen Kleinstkunst, bei dem ihm in Vollzug seines störungsspezifischen Größenwahns Tonio Kröger einfallen musste, welcher in seiner Heimatstadt als vermeintlicher Hochstapler festgehalten wurde…

Am Nachmittag vor seinem panikartigem Rück-Zug nach M fragte ihn ein Kollege von der Zeitungszustellung, was denn nun eigentlich mit dem Typen in der Dachwohnung wäre. In der großen Wohnung, von manchen als Penthouse bezeichnet, über dem 11. Obergeschoss des einzelangefertigten Hochhauses, daher „Highlight“, *hüstel*, hätte Einer gewohnt, der mit der Betriebskasse durchgebrannt wäre und deshalb würde das Haus rund um die Uhr beobachtet.

K. glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Er hatte demnach offenbar nicht gesponnen; da hatten nachts welche unten gestanden und sich ausgetauscht; wie 1986, als der Budenzauber losgegangen war. K. war überzeugt gewesen, er würde jetzt voll am Rad drehen und sollte lieber doch wieder in eine TWG ziehen…

Süüüß! – Inzwischen hatte K. seine Wohnung abgemeldet und die komplette Einrichtung an seinen Nachmieter verschenkt; er ist sooo ein guter Mensch, ach! Der Nachmieter war bei seiner Alten Ex-Partnerin raus geflogen und wusste nicht, wohin; der war nach K.’s Ermessen übler dran als K.

Beim zweitem Versuch dann, 2015, hatten Leutinnen und Leuten in den Wohnungen über K.’s offenbar Weitsprung oder dgl. geübt, obwohl K. sich ein bisschen seelisch nackig gemacht hatte mit dem Hinweis auf seine Vorgeschichten als Wohnungsirrer.

Vermutlich hatte man die eh‘ wieder für Räuberpistolen gehalten. Schön wärs; Klappe, die 356ste! K. würde ja gern endlich richtige Geschichten erzählen und nicht immer nur stupide Berichte berichten, *heul*. Wir lernen Phantasie, siehe Headerbild!

Nun – wieder ein Angebot… K. hatte sich vor ein paar Wochen nur gemeldet, weil er sich nachher geärgert hätte, es nicht wenigstens versucht zu haben. Ganz oben in besagtem Hochhaus am Rand einer Art idyllischen Wohnparks…

Die Pointe aber ist eigentlich, dass K. vor einigen Tagen auch eine Antwort erhalten hat auf seinen Vorschlag zur Nachnutzung des Gebäudes einer ehemaligen Schule und des umliegenden Geländes. K. war sich sicher gewesen, dass man seinen Vorschlag längst abgehakt hätte als gutmütig-weltfremd spintisiertes Projekt einer Marginalperson mit Sehnsucht nach einer geistigen Ebene.

Jetzt hat sich jedoch der Pressesprecher gemeldet; K.’s Vorschlag würde diskutiert. Wenn er übrigens nicht umgesetzt werden sollte, fände K. das mitnichten tragisch, da andere Vorschläge durchaus in die Richtung von K.’s Überlegungen gehen, tandaradei!

Tja, watn jetze, Keule?! – Im nächsten Leben geht’s anders lang! – Heute früh erst mal ’n Absturz, nicht wahr. Das lässt sich wieder in Worten kaum ausdrücken; das ist hier klägliches Gestammel. Sie kommt immer wieder scheinbar völlig unmotiviert, diese Stimmung, ach…

Jetzt geht’s; Sonne lacht, Bayern wacht usw. Auch wusste K. seinen ermüdenden Corpus eine reichliche halbe Stunde durchs Weichbild der Stadt zu treiben, joggender Weise.

So weit wieder die global relevanten Nachrichten…

(Kulturelle Umrahmung ohne direkten Bezug zum Text.)

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