(… in N. Y. C. gäbe es dafür womöglich ’n Kunstpreis…)

Little Rotz Hill. Die „Ausbeute“ von ca. 20 Stunden.*

Manchmal ist K. verärgert über die An-, Ein- und Absichten der Wissenschaft(ler), vorsichtshalber nicht *hüstel*. Die Fieberkur bei Störungen des schizoformen Spektrums etwa gilt heute in Fachkreisen geradezu als verpönt.

Trotzdem und erst recht hat K. die Effekte, die er heute wieder im Zustand leichter Illumination durch Virenattacken mit Nies- und Hustenanfällen ausgeprägt erlebte, bereits wahrgenommen, bevor er seine prekäre Viertelbildung zu akkumulieren begann. Es wird heller, und zwar durchaus nicht nur im metaphorischem Sinne. K. ist mehr da, er ist mehr im Hier und Jetzt, oder überhaupt.

Das sind nicht nur seine Wahrnehmungen, vielmehr sie fortwährend bestätigt werden, heute etwa durch je eine Verkäuferin in der Apotheke und bei LIDL. K. wird mehr, oder überhaupt, sichtbar, er wird mit verblüffender Selbstverständlichkeit** freundlich einbezogen ins Geschehen, es geht ihn alles mehr an und er scheint die Leute mehr anzugehen usw.

Der Tatbestand lässt sich wieder einmal gewissermaßen mit Worten nur umkreisen, ach…

Nicht, dass K. richtig Fieber hätte; es sind besten- bzw. schlimmstenfalls ’n paar Striche auf dem Thermometer über dem Normbereich. Zudem hat K. infolge der CLL ohnehin häufig ganz leicht erhöhte Körpertemperatur. Hier dürften sich die Menschinnen und Menschen bestätigt sehen, die K. schon immer für einen warmen Bruder gehalten haben.

Har. Har. Har. – Die Welt ist freundlicher! K. ist gelassener, heiterer, mehr bei sich, abgegrenzter, oder überhaupt abgegrenzt und nicht in ewigen symbiotischen Verstrickungen verkleistert; er nimmt überhaupt wahr, dass seine sonstige, normale Weltwahrnehmung eben nicht normal sein könnte. Usw.

Es lässt sich schwer in Worte fassen, ohne Faxen und Schnullifax…

Heute morgen hat K., nachdem er sich die Nacht hindurch gewälzt und geschmissen hat, von ca. sechs Uhr bis ca. 10.30 Uhr ohne eine einzige Hustenattacke durchgeschlafen, hat dann hervorragend geschwitzt – und nach einigen Augenblicken verblüfft festgestellt, dass der Budenzauber ausgeblieben ist, der jeden Tag in den Minuten nach dem Aufwachen einsetzt.

Komisch, oder? – Siehe eben oben die Anmerkung über Fieberkuren…

So weit wieder global relevante Analysen des durch Eigennabelbohrungen des K. zutage geförderten Tiefenmaterials! Vermutlich wird am Montag das Schlimmste überstanden sein, und auch diesen Ablauf kennt K. aus seiner Laufbahn als Hustenkünstler.

Leider aber wird dann auch dieser Effekt, siehe eben oben, wieder weg sein. Aber irgendwas is‘ ja immer, nich’…

Korrekt, K. sieht sich neuerlich als Oberarzt von Oberbayern – weiter im Auge behalten, den Mann!

** Mitnichten, liebe völlig zu Recht zahlreiche Nichtleser, pflegt K. seine benutzten Schnupftüchlein in eine Zimmerecke zu schmeißen, vielmehr dieses Arrangement ausschließlich zur Erstellung dieser postmodernen Installation erfolgte; die Hinzuziehung qualifizierter Ordnungskräfte ist nicht vonnöten. K. muss allerdings zugeben, dass er die Scheuerleiste, oder was das da unten ist, durchaus putzen könnte; heute aber nicht mehr, er muss weiter Walser lesen, ha! Äh… – Martin Walser; das scheint ja ’ne hochkreative Massenorganisation zu sein! Auch das Alter hält noch Entdeckungen bereit fürwahr, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt!
** Wieder ’ne typische Leistsche Fredfeuhlung – „Selbstwahrscheinlichkeit“, gnihi. Sollte man dergleichen rechtlich schützen lassen?

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