(… „Ich sperre Sie so lange ein, bis Sie den Spaten gefunden haben!“…)*

Korrekt – die Musik im unterem Video ist cool, *hüstel*… – Die (din)ostalgischen Attacken des K. werden beängstigend; er kommt derzeit überhaupt nicht weiter mit dem größerem Schreibprojekt, das er jetzt, yeah, durchgeplottet hat (sie nannten ihn „Harry Plotter“), und… ähm… – nochmals *hüstel*, er sichtet das Material.

Das obere Video zeigt das Gelände der ehemaligen Unteroffiziersschule 1 der NVA bei Weißkeißel in der Oberlausitz, an der sich K. von November 1980 bis Oktober 1981 einer richtfunkvermittlungstechnischen Ausbildung unterziehen musste; der untere Clip zeigt die ehemalige Kaserne des Richtfunkregiments 2 in Ludwigsfelde bei Berlin, ach…

In diesen damals längst nicht so schön grün überwucherten und natürlich erst recht nicht mit Brunnen versehenen Gebäudekomplexen hat K. die, courths gemahlert gesagt, schönsten Jahre der Jugend verbracht, ach, und dabei natürlich Komplexe bekommen, aber es war alles für den Weltfrieden.

An seinem 20. Geburtstag war K. in der Küche für Soldaten und Unteroffiziersschüler spritzig zugange. Es wurden etwa 800 Essensportionen ausgegeben, und es gab an diesem Tag Makkaroni mit Tomatensauce, wobei letztere cleverer Weise auch als Kampfmittel eingesetzt zu werden schien, denn wenn ihre Reste ein paar Minuten auf den Tellern angetrocknet waren, konnte man die im Grunde ab hobeln. Eine echte Bewährungsprobe! Wir brauchten zwei oder drei Stunden länger für den Küchendienst und die Ablösung hat sich natürlich scheckig gelacht.

Am Wochenende aber hatte K. Ausgang bis zum Wecken, ha! Er ist feiern gegangen und hat dabei mit zwei Genossen 150 Mark ausgegeben, was eine Menge Geld war, das dazu beigetragen hat, dass er nicht mehr weiß, wie er von Weißwasser in die Kaserne zurück gekommen ist.

Jetzt geht’s los, oder was? Jetzt fängt der auch noch an, von das Millitähr zu schwärmen; er ist doch ein Männchen, furchtbar!

Nee, das Krasse ist, dass trotz der Kasernierung K.’s Lebensgrundstimmung, oder wie immer man das nennen mag, positiv und optimistisch war. Das ist natürlich leicht ballaballa, passt aber auch und gerade deswegen zu K., der übrigens, was nicht überraschen kann, mehrere seiner „Prüfungsträume“, in denen es um Erzeugung von Bindungen an Personen oder Werktätigkeiten geht, in den letzten Jahren in diesen Arealen absolvierte…

* O-Ton Stabsoffizier der NVA, im Felde ungeschlagen; war nich‘ alles schlecht, *hüstel*

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4 Antworten zu (… „Ich sperre Sie so lange ein, bis Sie den Spaten gefunden haben!“…)*

  1. Herr Ösi sagt:

    Ich hatte in den Seetaler Alpen zwei Wochen Alpinausbildung…

    Ja, war nicht alles schlecht früher… hat sogar oft Spaß gemacht…

    https://parmenides-ansichtskarten.com/products/ak-soldaten-kirche-seetaleralpe-1

  2. Herr Koske sagt:

    Ist ja idyllisch! Und die gute Luft! – Obwohl: zwei Wochen ist natürlich bisschen wenig…

  3. Herr Ösi sagt:

    Ich wär gern länger geblieben… wurde aber nicht gefragt…

  4. Herr Koske sagt:

    … ja, das ist ja das Blöde – Offiziere gehen selten auf die Vorschläge von Untergebenen ein; ich weiß auch nicht, woran das liegt…

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