(… Heimspiel mit Radtour…)

Ganz großes Ding, dieses Gehirn! Wie schon mehrere Male angemerkt (denn man wiederholt sich im Alter, wie ich bereits wiederholt angemerkt habe), sind meine Wahrnehmungen in diesen Träumen, bzw. „Träumen“, weitaus stärker, lebendiger, farbiger usw., als ich es in einigen Jahrzehnten in dem Bereich erlebt habe, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Aber das sagt eigentlich gar nichts; dieser Effekt scheint mit Worten nicht völlig zu erfassen.

Ich radle die Poststraße in Iron Hut City entlang; in Richtung Norden, bis zur Kreuzung Straße der Republik. Das Gefühl dabei, und es ist ein angenehmes Gefühl, hatte ich nur annähernd ein paar Male in der sogenannten Realität, wenn ich nach stundenlangem Radeln den Hügel im Westen hinab in die Stadt gerollt bin. Bla.

Zwischendurch ist es stockdunkel, dennoch hält das angenehme Gefühl beim Radeln an, da ich die Straße, was für ein Wortwitz, wie im Schlaf kenne. An der Kreuzung, an der sich in der sogenannten Realität das große Gebäude mit dem Rathaus und einer Postfiliale befindet, ist in meinem Traum eine Gleisanlage zum Rangieren, auf der eine große Diesellok steht. Eine Gruppe von Männern diskutiert heftig; jemand spult sich regelrecht hoch (‚Huhu?! Huhu?!‘, kam eben; ganz großes Kino, liebste Budenzauberer) über die von der Lok versperrte Durchfahrt.

Sehr realistisch ist, dass jemand mich sinngemäß darauf aufmerksam macht, dass ich mich wieder einmal für Gott und die Welt verantwortlich fühlen würde, denn ich beziehe die Schimpfkanonaden auf mich oder versuche zumindest, den Wutbürger zu beschwichtigen. Dabei ist für alle offensichtlich, dass der bellende Hund nicht beißen wird; der Mann entlädt sich in Ermangelung eines Flüchtlingsheims oder einer Reichstagstreppe oder dergleichen…

Nicht einmal das Wechseln von Wortgruppen gelingt mir, ich falle völlig aus der Situation heraus, bin wieder irgendwie unsichtbar – das Übliche… Nicht bestanden, was sonst!

Das geht mein ganzes Leben lang so weiter; manchmal bin ich mir dessen sicher. Und? – Es gibt Schlimmeres!

Wenn jemand im Knast sitzt, und ich wiederhole mich auch damit, kann er sich noch in seinen seelischen Innenraum zurückziehen; ich nicht. Das kam heute früh auch wieder, dieses aufgeschreckt Werden beim wohl jedermann bekanntem Abgleiten vom Halbschlaf in eigene Traumbilder; wieder dieses Pfeifen, als wenn man einem Hund pfeift.

Auch das nochmals – gute Arbeit, von wem auch immer!

Bla.

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