(… sie nannten ihn fast zärtlich „unseren Pflegel“…)

Das Übliche – was sonst. Es geht in diesen nunmehr tausenden seit 1986 von wo auch immer gesendeten Träumen um das Erzeugen einer Bindung an eine Person oder eine Werktätigkeit. Das könnte merkwürdig erscheinen insofern, als diese Träume demnach dem Ziel einer Therapie entsprechen, wie es schon Freud formuliert hat. Gute Arbeit, von wem auch immer! – Oder ist das ’n Selbstheilungsmechanismus? – Das wäre der Hammer!

Heute war wieder einmal ein Job dran. Das ist umso „origineller“, als mich heute um 08.30 Uhr ein Jobcentrist anrufen will. Diese hier gepostete Niederschrift bzw. Niedertippe beginne ich im lumpenproletarischem Lotterbette lungernd fast genau um 03.00 Uhr morgens ins Tablet zu hauen. Präsenile Lotterbettflucht, man kennt das. Möglicherweise aber postpubertär…

Das Übliche – was sonst. Ich bin in Iron Hut City, heute im Quartier hinter der Kaufhalle des Wohnkomplex 5, nunmehr eine nicht malerische Ruine. Ankommen, Landen, nach Hause kommen, bla.

Gleichzeitig, wie es in Träumen halt möglich, wenn nicht üblich ist, bin ich noch in einem anderem Wohngebiet, das ich weder im Schlaf noch im Wachen zu identifizieren vermag, das sich aber vertraut anfühlt.

Heute geht es um ambulante Seniorenbetreuung, in der ich in der sogenannten Realität bereits zweimal zugange war, und der Beurteilung der Chefin zufolge sehr gut, bla. Eine junge Frau weist mich in meine zukünftige Tour ein; auch das entspricht den Gepflogenheiten in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Übrigens ist sie sehr sympathisch, aber nicht rothaarig. Sie erklärt mir sinngemäß, dass wir jetzt gleich zu einem sehr schwierigem Klienten kämen. Ich sage etwas wie, ich hätte den Job schon einmal gemacht und wäre Einiges gewohnt, was, man glaubt es kaum, der Wahrheit entspricht.

Die Wohnung ist in dem erstem Aufgang am rechten Giebel eines Wohnblocks in der ersten Etage rechts, was mich schon im Traum misstrauisch macht, denn in einer solchen Wohnung wurde ich bis zum achtem Lebensjahr aufgewachsen und dann in besagten Wohnkomplex 5 umgezogen. Meine Tutorin sagt noch geradezu schelmisch-verschmitzt etwas wie, ich dürfte mit dem Senior nur über ihn und mich reden, dann kommen plötzlich Dutzende Leute aus der Wohnung und ich erwache.

Bestanden? – Ick weeß ja nich‘, Keule… So geht das jetzt seit 35 Jahren; im Juli sind es 35. „Wer hat sich das ausgedacht?“; N. Hagen, Vokalkommunikatorin der Fachrichtung Glamourpunk, yeah.

Das Übliche – was sonst; die Traumprüfung hat nichts mit der sogenannten Realität zu tun, in der ich sehr ferner Student der Philosophie und Literaturwissenschaft bin. Richtig, es wären beide Tätigkeiten gleichzeitig möglich, zumal ich jederzeit in ein Teilzeitstudium umsteigen kann, worauf es nach, muaha, 81 Wartesemestern nun auch nicht mehr ankäme. Aber es geht ums Prinzip, nach dem sich der Budenzauber einen Teufel schert um das, was gerade in der sogenannten Realität abgeht.

Was tun, wie schon Dr. Uljanow fragte, sich auf Tschernyschewski beziehend?* – Tablet ausschalten und wieder einpennen, Penner, hähä!

(… „Zu oft wieder eingeschlafen…“, Heiner Müller… bla…)

* Hier sieht sich der Klient neuerlich, im Unbewusstem, als Führer der internationalen Arbeiterklasse; achten Sie auch auf dieses markante Profil einer nur nachlässig gespülten Kantinenuntertasse der weiland Mitropa!

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