(… Beispiel für k e i n e Nachricht: „K. ist etwas hektisch“…)

Korrekt, das ist „Hund beißt Mann“, nicht „Mann beißt Hund“

Allein, es war angekündigt, dass ab 29. 03. die Materialien für Literaturwissenschaft schreigefalten freigeschalten würden; nicht verzagen, Hagen wagen usw.

Nun – nix… K. musste an seine bisherigen Erlebnisse in hohen und höchsten Stätten des Wissens denken; wie er beispielsweise des erleichterten Blickes eines Profs gewahr wurde, als der feststellte, dass zwei Kommilitoninnen (nicht rothaarig) sich um Kontakt zu K. bemühten (der übrigens gar nicht der Älteste in der Seminargruppe war). Sollte er vielleicht mal wo nachfragen?

Schon bei den Einführungsveranstaltungen vor einigen Tagen herrschte überaus reges Treiben im Chatroom, obwohl mehrfach von hochschulisch Aufsichtsberechtigten sowohl als auch Überblicksfähigen darauf hingewiesen worden war, dass man derlei Schnatter-Chatter-Rooming nach den Einführungsvorträgen betreiben möge, da es während dieser Vorträge zum Abreißen von deren Datenströmen, oder so ähnlich, führen könnte (was dann natürlich auch Dutzende Male auch von K. zu erleben war, so dass er wenigstens nicht auch noch Schuldgefühle entwickeln musste, weil er nicht mehr mitgekommen ist).

Wie soll das bloß alles ausgehen? Ist K. noch immer nicht distanziert genug, noch nicht ausreichend janz weit draußen, ach?

Nichts Genaues weiß man nicht, doch wir bleiben dran…

Beim Versuch aber, sich selbst Fähigkeit und Bereitschaft vorzutäuschen, wenigstens hin und wieder planmäßig ganz spontan werden zu können, hat K. nun gestern Abend gegen 21.00 Uhr noch einmal im Hagener Moodle rein gesehen, ganz unverbindlich-verstohlen, wie es seinem Wesen entspricht, und siehe – welch Fülle des Materials! Die ganze Hektik des grauhaarigen Jugendlichen war völlig umsonst, was jedermann überraschen muss.

In der Ringvorlesung „Literaturgeschichte“ gibt es Abschnitte, oder wie immer man das nennen mag, über Biedermeier und Wiener Moderne! Das hat K. nie behandelt; Sturm und Drang, Aufklärung usw. natürlich schon.

Was allerdings nicht durchgenommen wird, ist die „Tandaradei!“-Epoche mit von der Vogelweide usw., aber man kann nicht alles haben fürwahr.

K. wurde jahrelang mehrmals wöchentlich unterrichtet, bzw. hat man versucht, ihn zu unterrichten, im Literaturkabinett seiner Schule, dessen Rückwand fast völlig bedeckt wurde von einer Übersicht über Epochen und Strömungen deutscher Literatur von den Anfängen bis zum sozialistischen Realismus, nach dem ja nichts mehr kommt, weil er der Gipfel ist, dazu zahlreiche Beispiele für jeweils typische Autoren. K. hat diese Übersicht noch heute vor seiner geistigen Brille und hat die meisten der erwähnten Autoren bis heute nicht gelesen, heule heule…

K. hat sich nun bereits mehrere Vorlesungen in Gestalt sogenannter „Video-Einheiten“ reingezogen, Alter, und es ist natürlich typisch, was hängen geblieben ist.

Beispielsweise hätte sich Goethe noch ein Jahr vor seinem Tod begeistert über die ersten Vorläufer von Comics geäußert; der betreffende Künstler müsse sich nur noch, wörtlich, „zusammennehmen“, dann könne er, sinngemäß, Großes erreichen. Ha! Vortrefflich, das; ganz vortrefflich!

K. ist echt gespannt, ob er neugierig ist… – Korrekt, das ist wiederum keine Nachricht!

***

Gestern oder vorgestern kam per Mentalfunk: ‚Bezahl‘ in Raten!‘; eine dieser seit 1986 -zig hunderte Male buchstäblich aus heiterem Himmel erfolgten inneren Zurufe scheinbar ohne Kontext.

K. dachte, das würde sich auf seine Restrechnung bei seinem letztem Netzanbieter beziehen. Nun, heute kam ein Sendschreiben von der Agentur für Arbeit, mit dem K. zur Zahlung einer Summe von leicht unter 200 Euronen aufgefordert wurde, die noch von 2019 (!!!) offen wären.

Gehste knacken, Alter, echt! Zum 01.05. bekommt K. wie alle vierfach Verhartzten aus coviderlichen Gründen 150 Euro zusätzlich, und die müssen ja gleich wieder weg gehackt werden, war ja klar! – Im nächsten Leben wird K. auf keinen Fall wieder Spießer; des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt!

Wie – Zufall? Nee, ist sich K. sicher, denn er hat so was, wie gesagt, hunderte Mal erlebt…

Sollte er einer diplomierten Mitgliedin des Freudeskreises Anna Lyse davon berichten? – Harharhar, urkomisch!

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