(… nicht, dass das ungewöhnlich wäre, aber – K. ist selbst schuld…)

Als K. in P. über einer Suchthilfeeinrichtung wohnte, die übrigens ausgezogen scheint, womit sich K. wieder einmal selbst ein Ding gemacht haben könnte*, kam andauernd per Mental-Funk: ‚Komm runter!‘

D. h., K. sollte Kontakt aufnehmen wollen zu den im Hause sozialtherapeutisch beherbergten Menschinnen und Menschen, die in, ohne Ironie und dgl. gesagt, bemerkenswerter Intensität in Gruppen eingebunden waren. Natürlich hat K. diesem von wem und wo auch immer erfolgendem Anruf nicht Folge geleistet, denn er ist im Widerstand. Er macht den Budenzauber nicht mit. „Weil, so schließt er messerscharf/nicht sein kann, was nicht sein darf“, Christian Morgenstern. „Die fanatische Bosheit des Spießers“, Dr. K. Marx.

Auch hier im Hause kommt dieser Zuruf andauernd, und auch und erst recht hier folgt K. nicht der magisch-mystischen Anrufung. Dafür gibt es hier jedoch noch einen rationalen Grund – das coviderliche Virus. Die Bewohner der WG in drei Etagen sowie die Besucher des Werkstatt-Cafés im Hochparterre sind angehalten, außerhalb der Privaträume maskiert zu agieren, und es scheinen sich alle daran zu halten. K. hat bereits erwogen, sich mit Maske zu rasieren. Er wagt sich jedoch gar nicht auszumalen, was abgehen würde, wenn hier jemand infiziert würde; Visionen von durch Amazon-Drohnen abgeworfenen Care-Paketen sind eher lustich…

(… ja ja, alles Ausreden…)

Nun, im Boardinghaus in der Arcisstraße kam unzählige Male per Mental-Funk: ‚Komm‘ hoch!‘ Oben aber, im Quasi-Penthouse, oder wie man da sagt, wenn man voll der fitte Privat-Publizist ist, wohnten Studenten in einer WG.

Tja… – Siehe Überschrift Headline! K. scheint schon lange klar, dass es beim Budenzauber auch, wenn nicht sogar vorrangig, um Anbindung an eine Gruppe geht. Dies auch im Zusammenhang mit der Aussage des grandiosen Bonmots von Dr. Sch., dem vorvorigen Vorsteher des Hauses der ewigen Kindheit, Wirklichkeit wäre das, worüber sich die jeweilige Gruppe geeinigt hätte, dass es Wirklichkeit wäre. Natürlich hat K. diesem von wem und wo auch immer erfolgendem Anruf – siehe eben oben…

Bla.

* Erst nach einigen Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen in P. hat K. bemerkt, was natürlich wieder persönlichkeitsspezifisch tragikomisch war, was da abging. Man war bei der Wahrnehmung der von K. angegebenen Wohnadresse offenbar überzeugt, K. wäre Klient in der Suchthilfeeinrichtung, gnihi. „Durchgeknallter Junkie!“ kam als Rückmeldung, als K. eines der für Einstellungsgespräche genutzten Büros verlassen hat. K. hat sich dieses Feedback vor allem deshalb gemerkt, weil es bei einer der wenigen Erlebnisse erfolgte, bei denen er sich nicht darüber im Klaren war, ob das Gehörte wirklich gehört oder „gehört“ war; daher Anführungs-, keine Gedankenstriche. Bla.

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