(… lieber beobachtet werden als gar nicht gesehen…)

A: Lasst uns eine neue Kategorie schaffen, liebe diensthabende imaginäre Freunde – imaginäre Feinde!

B: K. hat das, wie es scheint, immerhin realisiert, dass er fälschlicherweise immer überzeugt war, nie etwas wie imaginäre Freunde gehabt zu haben, während er sich in Wahrheit fast nur an solche gerichtet hat.

A: Hast Du das mitgekriegt, was da gerade geht mit dem K.?

B: Ja ja, der ist schon wieder auf der Flucht… –

C:Furchtbar, der Mensch! –

B: – Anstatt nun endlich loszulegen mit der schreiberischen Produktion, verdünnisiert er sich neuerlich in rauschhafte Konsumtion und zieht sich im Netz Vorlesungen rein.

A: Es könnte interessant sein zu ermitteln, woher plötzlich dieser Impuls stammt. Immer abgesehen davon natürlich, dass das auch wieder ’ne unbewusste Selbstverarschung ist. Er folgt diesem Impuls in dem Augenblick, in dem die Uni-Hörsäle leer sind. Wieder Kontakt nur aus der Distanz – oder gar keiner!

C: Furchtbar, der Mensch!

B: Ich habe den Verdacht, dass er auch das durchschaut hat. Bei der typischen Neurose befriedigt der Organismus ein Bedürfnis, das im Bewusstsein nicht erkannt wird, auf verhältnismäßige Arten und Weisen, die mit dem Selbstkonzept übereinstimmen und daher bewusst akzeptiert werden können.

A Lass mich raten – diese Quasi-Definition kennt K. auch?

B: Es wäre eher beunruhigend, wenn das nicht der Fall wäre… –

C:Furchtbar, der Mensch! –

B: – Er hat nur vergessen, wo er diese Quasi-Definition bei der Akkumulation seiner Viertelbildung aufgeschnappt hat.

A: Das beunruhigt ihn, vermute ich oder bin ich mir sogar sicher, weil er gern sozusagen den Weg zur Quelle wüsste.

B: Ja, das ist logisch, weil „Weg zur Quelle“ der Name einer kleinen Straße neben dem ehemaligem Hirschkindergarten in Berlin-Hirschgarten ist. „Ja ja, war nicht alles schlecht!“, würde K. jetzt hinzufügen und ein mümmelndes Greislein parodieren.

A, B und C: Hihihi.

C: Furchtbar, der Mensch!

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