(… paradoxe Intervention do it yourself… oder so ähnlich…)

K. wollte ausprobieren, und er hat es ausprobiert, ob er es schaffen würde, oder wieder schaffen würde, sich stundenlang in einen Text zu vertiefen. Wie mehrfach erwähnt, denn K. wiederholt sich, wie er wiederholt anmerkte, war hier das eigentliche Problem bei seinem erstem Versuch, nicht zu verzagen und Hagen zu wagen. Übrigens ist die Fern-Uni in Nenas Geburtsstadt dort oben in Westfalen der Zahl der Studenten nach die größte Uni in D, was viele nicht wissen und K. bis mittelkürzlich auch nicht wusste, so dass er endlich wieder einmal ein Vieler war oder so ähnlich…

Er hat es geschafft, man glaubt es kaum, und er glaubt es selbst nicht recht, indem er zwei aufeinander folgende Tage zu jeweils etwa 25% mit der Lektüre des Romans „Der Komet“ von Hannes Stein ausgefüllt hat.

Okay, das ist Belletristik, aber da K. als Schwerpunkte in, yeah, cultural studies Philosophie und Literaturwissenschaft gewählt hat, wird er im Vollzug seines zaghaften, aber doch aufgeschlossenen Tappens in den Raum der Literaturwissenschaft jede Menge Belletristik lesen müssen und nicht nur, wenn ihn gerade einmal wieder ein diesbezügliches Lüstchen überkommt. Wie mehrfach bemerkt, ist der Suffix „-chen“ ein typisch ostpreußischer solcher. Gleichfalls mehrfach hat K. darauf hinzuweisen sich gestattet, dass „Suffix“ nichts mit Alkoholabusus zu tun hat, *hüstel*.

Anmerkungen über Inhalt und Qualität des Romans erübrigen sich hier vor allem deshalb, weil in der verlinkten Rezension alles gesagt ist. Dennoch – etwas derart Zauberhaftes hat K. sich seit sehr, sehr langer Zeit nicht, yeah, reinziehen dürfen!

Die Pointe aber ist, dass K. das Buch seit Jahren in seiner Eigenschaft als Flatjumper und Cityhopper mit sich geschleppt und bis auf ein kurzes Anlesen vor vielen Monden nie mehr hinein gesehen hat. Das ist vor allem deshalb schade, weil in diesem Buch jenes Atmosphärische, ha, verdichtet ist, um dessen In-Worte-Fassung sich K. schon sehr oft bemüht hat; das Fluidum, das Flair, die Anmutung, wie es in der Werbung Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation heißt, von vorher, „… vor dem Fallen des Vorhangs“, Thomas Mann.

Abgesehen davon hat K. seit Jahren kein Buch mehr gelesen, das geradezu übersprudelt vor originellen Einfällen, die sich nicht nur auf Technik und Technologie beziehen, obwohl es sich gewissermaßen um ein Science-Fiction-Werk der Fachrichtung Alternativweltgeschichten handelt, die nicht nur nach K.’s Empfinden gerade boomt, tandaradei!

Schließlich hat K. darin einen jüdischen Witz gefunden, den er nicht kannte und der es ihm in den letzten Stunden immer einmal wieder ermöglichte, verstohlen und doch auch genüsslich in sich hinein zu kichern; was sollen denn die Leute denken. Der Witz geht folgendermaßen. In allen Zeitungen steht, dass demnächst eine Sintflut kommen würde. Christen und Muslime beginnen heftig zu missionieren, um alle Menschen auf den ihrer Überzeugung nach rechten Weg zu führen, und auch die Buddhisten regen zu intensivem Meditieren an, um allen Menschen den Eingang ins Nirwana zu ermöglichen. Was aber gibt es in den Synagogen? – Schwimmkurse…*

Zum Schluss aber noch K.’s erster jüdischer Witz aus eigener Produktion. K. hatte den Witz schon einmal gepostet, aber in einem seiner vielen rückgebauten Bloghäuschen.

Ein junger Mann ist zum erstem Mal in einer Synagoge und ist sichtlich schwer beeindruckt. Der Rabbi, der den jungen Mann, von diesem unbemerkt, eine Weile beobachtet hat, tritt schließlich näher und sagt im Versuch, etwas besonders Dynamisch-Jugendlich-Herzliches zu äußern, einladend-überschwenglich: „Friede mit Dir, mein Sohn!“ Der junge Mann zuckt zusammen und flüstert entsetzt: „Sogar Sie kennen meine Mutter???“

Na ja… drei minus, nicht wahr… – Üben Sie mal schön weiter, Herr K.!

(… übrigens hat K. just itzt festgestellt, dass „Einführung in die Literaturwissenschaft“ komplett online angeboten wird, und zwar offenbar unabhängig vom coviderlichem Virus… ha… K. ist geneigt, dies vortrefflich zu finden… das am Rande und zur Auflockerung…)

* Wieder einmal nicht nur ein Witz, sondern sozusagen Kompaktphilosophie als mundgerechtes Häppchen vor der nächsten Werbung. Alter Falter!

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