(… noch ’n Klischee – Analyse ließe sich in Prosa oder Film kaum darstellen…)

Nein, K. sieht sich nicht als Therapeut, thx, folks! Er kann nur trotz heftiger diesbezüglicher Anstrengungen als polterprolliger Hilfsarbeiter sein Gehirn nicht abschalten; wir berichteten erst höchstens 20 Mal. Beim Ansehen der ersten Sitzung hat K. bereits nach wenigen Augenblicken erwartet, dass das hübsche „Töchterchen“ mit „Papa“ hinter der Couch kokettieren würde, und – siehe… (Herr K., das ist ja nun wirklich ’ne ganz einfache Übung! Bilden Sie sich da was drauf ein oder was?)

Schon am Beginn der zweiten Sitzung aber musste K. wider Willen lachen. Der Polizist kommt rein und – checkt sofort den Raum und das Umfeld; als erstes hinter der Gardine stehend. Das hat wohl nicht nur mit der Traumatisierung durch den Anschlag zu tun und es kommt K. sehr bekannt vor von seinem unmittelbar vorgesetztem Vorfahren.

Es kann jederzeit alles über Einen herein brechen, sagt Kater Francis fast wörtlich gleich am Anfang von „Felidae“.* Gerade ein traumatisiertes Kriegskind ist immer in Bereitschaft.** Ja, K. ist ein Zynist, ist ja ungut. Außerdem haben, wir berichteten, bewusste Vertreter der siegreichen Arbeiterklasse kein Unbewusstes, wie schon ihre Bezeichnung sagt, *hüstel*…

** Wie gesagt, denn K. wiederholt sich, ist es traurig, dass ein begabter Autor wie Pirinçci auf diese durchaus legitime Wahrnehmung reagiert, indem er ganz weit nach rechts driftet. K. kann das als linksgrün versiffter Ostsoftie nicht verstehen…
** Dieser Flachwitz bezieht sich darauf, dass K.’s Vater fast ein Vierteljahrhundert lang als Berufssoldat in einer VP-Bereitschaft gedient hat und das dann geleugnet, was zu deuten es keiner freudvollen Unterweisung durch Anna Lyse bedarf. – Viel wichtiger über Ihro Tiefunwohlgeboren K. hinaus ist jedoch, dass so was weiter gegeben wird, bla.

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