(… der tut nix, der will nur beißen…)

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Immer wieder denkt es in K., dass es etliche Menschinnen und Menschen geben muss, die, mehr oder weniger bewusst und mehr oder weniger verbalisiert, das sozusagen permanente Hintergrundgefühl haben, nicht wirklich lebendig und nicht wirklich tot zu sein. K., der dieses Gefühl seit seinem Wendepunkt 1986 hat, ist sich in diesem Kontext sogar sicher, nicht zu projizieren.

Daher dieser anhaltende Boom von Zombie-Stories in Comics, Games und Filmen. Womöglich auch in Büchern, das kann und will K. nicht einschätzen, weil er momentan wenig liest. Er scheint nun eingesehen zu haben, dass Lesen blöde in der Birne macht und gar zu Wahnsinn und Siechtum führen kann. Endlich wird der Junge ein bisschen erwachsen! Vielleicht lernt er ja doch noch einen anständigen Handwerksberuf wie etwa Quantenmechaniker, *hüstel*…

An Perry Rhodan musste K. auch denken bzw. es dachte in ihm, diesbezüglich. K. tut ja nichts, ihm widerfährt alles, aber das wieder nur am Rande. Rhodan schafft eine dritte Macht, wodurch die Blöcke auf dem dritten Planeten des Systems zusammen arbeiten müssen. Cooler Plot, wenngleich er vielen heutigen coolen Typen bieder und naiv erscheinen könnte. Allein, das Biedere und Naive scheint das Schlechteste nicht zu sein, bla.

Was passiert, wenn alles weg ist, woran man sich derart gewöhnt hat, dass man es gar nicht mehr wahrnimmt? – Seltsamerweise scheint übrigens Benzin halbwegs ausreichend vorhanden zu sein. Vielleicht auch nicht seltsamerweise, denn das ist halt Amerika; möge es sich vom zertrumpelt worden Sein schnell erholen, amen!

Wieder fällt K., und wie er meint, berechtigt, dieser erst mittelkürzlich von ihm erwähnte Spruch aus der sogenannten alternativen Szene ein; mit der Technik auf dem Mond, in der Liebe im Neandertal.

Es könnte Sinn machen, wie K. bewusst wiederholt, statt „Liebe“ etwas zu setzen wie „Dynamik des Netzes von Kontakten, Bindungen, Beziehungen, Abhängigkeiten, Arrangements usw. in Gruppen“. Das erinnert an Kibbuzim; unter ständiger Bedrohung kleine, überschaubare Lebenswelten schaffen. Diese Dynamik wird zudem in der Ausnahmesituation des Wegfalls selbstverständlicher zivilisatorischer Errungenschaften unter ständiger Bedrohung besonders ausgiebig anschaulich durchgespielt. Es zeigt sich, wie weit Menschengruppen sich von Urhorden wirklich entfernt haben, unabhängig von moderner Technik und Technologie.

Hier hat K. zum wiederholtem Male feststellen müssen, dass er wohl mental abbaut, heule heule. Erst nach etwa einer Dreiviertelstunde Rezeption von „Der Pate“ hat K. bemerkt, dass er Al Pacino erlebt, und erst nach -zig Folgen von TWD ist K. eingefallen, woher er Rick Grimes „kennt“, muaha.

Rick Grimes nämlich, deshalb diese Einfügung, ist als Anführer etwas Besonderes, denkt es in K. Eigentlich scheint Grimes trotz seines vor dem großen Schlamassel ausgeübten Jobs ein grübelnd zweifelnder, alles sorgfältig erwägenden Betrachter, der hier jedoch in der Notsituation zum Handelnden werden muss und wird. Um es etwas pathetisch vereinfacht auszudrücken, macht kein Donald den Boss, sondern ein Bernie.*

Allerdings, wie sollte es anders sein, erlebt man, um beim Beispiel zu bleiben, etliche Trumps in Führungspositionen oder solche anstrebend. Das sorgt für Dynamik! Die ständig im Hintergrund agierenden Beißer hat K. dagegen schon in der zweiten Staffel ausgeblendet.

K. wiederholt, dass Dutzende von Schauspielern zur Hochform auflaufen, darunter viele, scheiß Macho, Superbräute, und dass in dieser Horrorserie, die eben weit mehr ist als eine solche, immer wieder für die sogenannte Realität überaus brauchbare kluge Gedanken ausgesprochen werden.

So weit das völlig überflüssige und heute gar nicht sehr krampfig ambitioniert dargelegte Wort zum Sonntag aus der Unterschicht! Wieder keine richtige Dichtung! ‚Führt wieda Tagebuch!‘ Der linksgrün versiffte Ost-Softie hat nur neuerlich eine Flachkritik gepostet. K. kann nicht anders; vergib ihm, herbe Dame Welt!

Gott ist tot! (Nietzsche) Es lebe die Göttin!!! (Herr K. in seinem nicht immer unsympathischem störungsspezifischem Größenwahn)

(… das würde Mr. Trump jetzt wieder sozusagen für bare Münze nehmen und stehend applaudieren… wenn er nicht gerade den Rotfrontkämpferbundkämpfer gibt, Alter… übrigens scheinen gewisse Kritiker Recht zu haben – der Mann ist tatsächlich eine Orangehaut… im Unbewusstem solidarisiert er sich wohl doch mit den Ureinwohnern, *hüstel*… es gibt bestimmt schon Kosmetikkonzerne, die entsprechende Produkte auf den Markt werfen… Postmoderne schööön…)

PS: Heute in elf Monaten ist Silvester!

* Hier sieht sich K., im Unbewusstem, neuerlich als Eurokanzlerin; vielen Dank, Frau Dr. Anna Freudlos, geboren Lyse! Weiter im Auge behalten, den Mann!

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