Es gibt so viel Cooles in der Welt, K. muss sich ’n bisschen hinlegen…

Frauen sind härter… – Das war ja nun wieder sehr durchsichtig, Herr K.! Aber so was von! K. ertappt sich immer wieder dabei, und immerhin ertappt er sich (er soll und will üben, das Positive zu sehen; wir bitten um Unverständnis), scheiß machistisch und sexistisch zu agieren, und jetzt stellt er sich im Netz, wo ihn keiner nie nich‘ sehen tut, als Progressivling und Fortschrittler dar, ha! K. hat sich wieder einmal durchschaut; Intervention von Dr. Anna Freudlos, geboren Lyse, scheint nicht vonnöten.

K. nimmt durchaus wahr, dass „Progressivling“ und „Fortschrittler“ irgendwie dasselbe sein könnte, aber er lässt das jetzt stehen, weil er vermeiden möchte, wir berichteten bereits, an Marketing-Seminaren zum Thema „Wir üben Authentizität“ teilnehmen zu sollen gezwungen zu sein. Oder so ähnlich.

Dergleichen boomt! „Zurück in die Höhle/da hinten ist Licht!“ (Meister Gundermann)*???

Man, und sicherlich man, nicht nur K., entspannt beim Ansehen einer solchen Werkschau fast wie beim Autogenem Training. Das ist wieder Angeberei, denn K. ist bei mehrfach unternommenen Versuchen, autogen zu trainieren, milde formuliert, nicht weit gekommen, was seine zu Recht zahlreichen Nichtleser überraschen muss. Allein, Männer müssen angeben, steht im Internet, und da ist er bereits wieder, der kleine innere Macho!

Diese Wirkung scheint keineswegs nur auf die träumerisch-melancholische Hintergrundmusik den träumerisch-melancholischen Background-Sound zurückzuführen, denn etwa hier ist keine Musik nie nich‘ und der Effekt leibseelischer Entspannung, oder so ähnlich, stellt sich trotzdem ein.

K. muss daran denken, bzw. es denkt in ihm, wie er für den Trägerverein, in dessen WGs er mehrfach leibhaftig erschienen ist und zugange war, ein neues Haus gesucht hat. Er hat, in diesem Kontext am Rande bemerkt, auch eines gefunden, in dem jetzt eine WG gemeinschaftend wohnt oder so ähnlich. An eines der Angebote, das er beim Surfen im Netz gefunden hat, denkt K. immer wieder nicht ohne eine gewisse situationsund persönlichkeitsspezifische Erregung (vgl. Höck und König 1979).

Es handelte sich um ein sehr großes Grundstück einer, wenn K. sich recht erinnert, was ihm hin und wieder zu gelingen scheint, ehemaligen Tankstelle mit einem großem Trakt mit Gästezimmern darüber; fast wie in den Staaten, ha! Dazu gab es etliche Nebengebäude und dahinter war Wald. Das Anwesen war etwas entlegen, aber mit ein wenig Mühe konnte man das Nahverkehrsnetz in und um M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, erreichen. Vor allem war die Miete noch unter dem Limit, auf das verantwortlich Trägervereinte zu achten K. gebeten hatten.

Kurzum – ein Haupttreffer! Man hätte die Tendenz zu heilsamer Separation oder gar Autonomie, die, unter anderem, zum immer wieder erfolgendem Sektenvorwurf führte und führt, gewissermaßen konstruktiv vollenden können, indem vor Ort nicht nur Wohn-, sondern auch echte Beschäftigungs- und gar Verdienstmöglichkeiten hätten geschaffen werden können. Man hätte diverse Nutzpflanzen pflanzen, Haus- und Nutztiere einstellen, Werkstätten einrichten können usw. Vielleicht wäre es gelungen, das Energieproblem durch technische Nachbildung der Photosynthese zu lösen, worauf diverse Scheichs sich bemüht hätten, Sportarten wie „im Dreieck springen“ zu olympischen Disziplinen zu machen. Kleiner Scherz zum hier Essen, oder vielleicht auch nicht, ach.

Nun, mit deutlichem Bedauern erklärte eine der verantwortlich Trägervereinten, sie fände diese Idee nicht schlecht, aber wie K. bemerken müsste, bestünde bei den Bewohnern kaum Interesse.

Diese Art seelische Immobilität aber schien und scheint K. sehr verbreitet, auch oder gerade über seine tiefunwohlgeborene Person und deren latente Talente hinaus. Ist sie, so denkt es in K., und er kann gar nichts dagegen tun, ein sozusagen langzeitlich nachhallendes Echo des geradezu rasenden Ausagierens der Deutschen im XX. Jahrhundert?

Ja ja, das ist wieder dieses koskatörichte Psycho-Gedöns, furchtbar! Willa wieda die Welt retten, höhö! Auch das ist so was von durchsichtig, denn im Unbewussten sieht sich K. als Sekretär eines Kibbuz-Vereins.**

K. ist diese Geschichte deshalb wieder eingefallen, weil er eben zum viertem Mal die Serie „The Walking Dead“, Alter, rein zieht. In der wird ein führender Beißer von einem Herrn K. gespielt, mit dem K. sehr wahrscheinlich nicht verwandt ist, womit sich das mit dem Onkel in Amerika, siehe auch letztens gepostetes Posting, wieder einmal erledigt haben dürfte.

Wie K. wiederholt wiederholt hat, ist diese Produktion weit mehr als nur eine Horrorserie. Ihre Erwähnung passt sogar zum Thema, denn wieder einmal fällt K. dieses Bonmot aus der sogenannten alternativen Szene sinngemäß ein, mit der Technik wäre man auf dem Mond und in der Liebe im Neandertal.

Setzt man für „Liebe“ jedoch etwa „Kultur von Kontakten, Beziehungen, Bindungen usw. insbesondere in der Dynamik relativ separierter Gruppen“, so hat man damit das eigentliche Thema von TWD beschrieben. So scheint es zumindest K.; er ist schizotyp, wir bitten um Unverständnis. Natürlich ist K. klar, dass er, aus Gründen, eine des Merkens würdige Beziehungs- und Bindungsnull ist, aber eben drum! Hier haben wir es mit einem signifikanten Fall von Dialektik zu tun, Nossinnunnossn.

Diese seelische Immobilität hat jedoch ganz offensichtlich wie alles in dieser Welt ihre zwei Seiten, scheint es K. des weiteren. Sie scheint auch dazu beizutragen, dass die Mehrheit der Bevölkerung D.’s sich in dieser irren Pandemie, die gerade noch gefehlt hat, verantwortungsbewusst diszipliniert verhält. Auch ’ne Umdeutung, Alter! Die sich selbst als Freiheitskämpfer empfindenden Protestler aber scheinen K. immer wieder emotionale Kinder im Sinne etwa von Dr. Casriel, die ihren unbearbeiteten Autoritätsknall gefährlich fahrlässig ausagieren.

K. beeilt sich, nochmals anzufügen, denn Wiederholung ist die Mutter des Kaufwunsches oder so ähnlich, dass er weit davon entfernt ist, sich einzubilden, er wäre emotional erwachsen im Sinne vor allem des eben oben erwähnten, ohne Ironie und dgl. gesagt überragenden Therapeuten. Bla.

Schon wieder Züchoscheiß; furchtbar, der K.! Sieht sich Tatsache als Züchoteerahpeut!

Allein, eine Wahrnehmung hat K. denn doch stutzen lassen, nämlich die, dass der Zustand, den Millionen Menschen eben als Ausnahme leben und erleben, für ihn der Normalzustand zu sein scheint.

K. ist in gewissem Sinn und Maße seit Jahrzehnten in einer Art Lockdown, und er fragt sich auch oder gerade bei dieser Wahrnehmung, ob er unter dem Wahrgenommenem wirklich leidet oder nur wieder spießig besorgt ist, was die Leute denken könnten.

Natürlich hat K. nichts gemacht; schuld sind die Eltern, die Stasi sowie Margot und die Erichs, *hüstel*…

Der heutige Klugschiss to go wurde präsentiert von der Universal-Marginalperson K.! Empfehlen Sie ihn bitte nicht weiter!!!

‚Tut nur so, als wenna Bewerbungen schreibt!‘ Die Budenzauberer der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit (DAUKOVIDI) der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) machen immer weiter. Alles, was K. auch nur im gedanklichem Ansatz vollzieht, wird genichtet, es ist alles falsch. Tut er das Gegenteil, ist das auch falsch. Tut er nichts, wird er dennoch und erst recht aufgescheucht. Das Prinzip des Kōans, wie K. bewusst wiederholt.
 
Gute Arbeit, von wem auch immer, wie K. nicht müde wird zu wiederholen. Bla.

***

Denn tut K. wohl noch ’ne Schangs haben…

** „Meister“ ist mitnichten ironisch usw. gemeint, vielmehr G. G. nicht nur K.’s völlig zu Recht völlig unmaßgeblicher Meinung nach einer der deutschen Rockpoeten sein dürfte, tandaradei!
** Wieder nicht nur lustich, denn K. wäre gern dabei gewesen in den, Klischeealarm, goldenen Zeiten der Kibbuzim, als der ehemalige Schuhmacher aus Brooklyn neben dem ehemaligem Germanistikprofessor aus Breslau Wüste urbar zu machen versuchte, ach. Nee, geht ja nich‘, K. ist ja, O-Ton vox populi mittelkürzlich, ein „Nazi-Schwein“… (???)

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