K. hat rund zwölf Stunden gewartet…

… und musste dann feststellen, dass das neue Jahr nicht anders zu sein scheint als das alte, und er kann sich das nicht erklären…

Dann ist K. Joggen gegangen – „Joggen gegangen“? Egal, er wird nie Diplomautor! – Er hat es gleich wieder übertrieben! Die gute halbe Stunde, auf die er, welch Reim, seine Runde jetzt immer beschränkt, dürfte völlig ausreichend sein. Heute aber ist K. bis zum S-Bahnhof Harras gelaufen; im Unbewussten wollte er einer voll coolen Mitarbeiterin des Wohnheims ARO 66 an ihrem prächtigem Zopf ziehen, ja ja…

*Hüstel*… – Dann wieder dieser Effekt, der sich nicht wirklich in Worte fassen lässt, nichtsdestotrotz K. sich immer wieder an seiner Wortfassung versuchen wird, bla. Zwei Herren auf dem Rad, die seltsam klandestinen Talk in Wortfetzen betreiben; die kennen K., die haben erwartet, dass er um die Ecke kommt usw. Nein, K. hält sich nicht für den Nabel der Welt, im Gegenteil will er dieses unerklärliche magische Geschehen ja weg haben, und dabei weiß er genau, dass dieses weg Machen Wollen Ausdruck und Ergebnis seiner Spießigkeit ist. Die Zeit heilt alle Wunder usw. Har har…

Damit ist, wie gesagt, gar nichts gesagt; es muss aber gesagt werden, glaubt K., dass K. derartige Erlebnisse seit 86 viele hunderte Male erlebt hat und viele Dutzende Male zu erklären versucht, insbesondere vor hochwertig diplomierten Mitgliedern des Freudeskreises Anna Lyse, was er sich hätte sparen können.

„Die Wachenden haben eine gemeinsame Welt, nur jeder Schlafende wendet sich immer an seine eigene.“, hat Dr. R. 1984 im Hirschkindergarten an die Wandzeitung gepappt; war nich‘ alles schlecht, ja ja. Das Aphobongramm war wohl von Heraklit, tandaradei.

Am vorgestrigem 30. 12. war das ganz krass. Da standen wieder welche unten, und diese mentale Öffnung hat stattgefunden; irgend ein Kanal geistiger Verbindung wurde geöffnet oder dergleichen. – Huhuhu, der wieder mit sein Eso, hihihi. „Gedankenlesen“ kann man das gar nicht nennen; es handelt sich eher um eine Art Konferenzschaltung oder dergleichen. – Wie gesagt lässt sich der Scheiß ganz schwer verbalisieren; Worte wirken armselig beim Versuch der Wiedergabe solchen Erlebens.

K. war depressiv abgestürzt, hat sich auf sein Lotterlager gelümmelt und ist lustlos mit dem Tablet durchs Netz gesurft, plätscher plätscher. Dann ist er schmerzlich verloren weg genickt und hat plötzlich etwas gehört bzw. „gehört“ wie, er würde wieder Pornos ansehen. Zugegebenermaßen hatte K. eben die virtuellen Abbilder von Frauen besichtigt, die gar nichts mehr drunter hatten, oder so ähnlich, wobei er sich keineswegs, aua, darauf versteift hatte. K. weiß noch, wie es geht, so mit Ausziehen usw., und manchmal kommen dann Kinder, steht im Internet.

*Hüstel*… – Dann diese Art Panik-Attacke, die K. jedes Mal übermannt, wenn diese seltsame „Öffnung eines Kanals“ stattfindet. Sogenannt konservative Psychiater würden hier vom Empfinden einer Präsenz sprechen, das typisch psychotisch wäre.

Zum ersten Mal hat K. das 1986 erlebt, als er kurz vor Mitternacht in seiner Prenzlauerberghütte unvermittelt aufgewacht ist und dieses ebenfalls schwer zu formulierende Empfinden einer Präsenz hatte, worauf er seiner heftigen Latte gewahr wurde, worauf unten vor dem Haus brüllendes Gelächter und eindeutige Kommentare einer Gruppe junger Männer zu hören waren.

Das war, aua, mit Sicherheit nicht eingebildet. Wanzen oder spezielle Fähigkeiten; Mutanten sind in der Stadt usw., aharhar???

***

Bla. – Warum schreibt K. so was in sein Blog? Geltungsdrang, gewiss. Das kommt auch immer einmal wieder per Mental-Funk: ‚Dein Blog ist nur Geltungsdrang!‘

Ja, und dann hofft K. wahrscheinlich ganz tief drin immer noch, dass ihm jemand aus dem Budenzauber heraus hilft, huhuhu, süüüß!

‚Es gibt kein Entkommen!‘, ‚Wir arbeiten weltweit!‘, ‚Das System ist perfekt!‘, kam bereits 1986 per Mental-Funk. Allein, die Hoffnung stirbt zuletzt! Gute Arbeit, von wem auch immer; K. wiederholt das zum wiederholtem Male, aber immerhin bemerkt er es noch…

***

K. kommt offenbar in das Alter, in dem man mit Zettel einkaufen sollte, gnihi. Er musste zweimal nochmal los, weil er etwas vergessen hatte, und dann hatte er immer noch Öl vergessen, hat aber resigniert und sich die Birne voll geknallt.

Da er sowieso immer wieder für einen Schlucki gehalten wird, hat er gedacht, denn er pflegt zuweilen zu denken, dass er in der Tat mental illuminierende Getränke immer einmal wieder und nicht ohne Behagen in seinen Gierschlund praktizieren könnte.

„K. war immer bemüht, den Erwartungen der Mitmenschen zu entsprechen.“ Alles für das Wohl des Volkes! Äh… – alles gut! Die Hinzuziehung der Gemeindeschwester scheint nicht vonnöten!

Das heißt, er hat aus Anlass des Anlasses zwei Büchsen Bier aus hochwertiger Produktion geleert, um hierauf, wie es seine Natur ist, umstürzlerisch brabbelnd durch Westend zu torkeln.

Bier- … äh.. – Bildquelle.

D. h., eigentlich wohnt K. in der Ludwigsvorstadt, aber die nächste Straße in Richtung Westen ist die Grenze zum Westend aka Schwanthalerhöhe. Falls das jemanden interessiert, wie H. Caulfield gesagt hätte.

Hauptsächlich aber hat K. Silvester verbracht, denn er ist anders als all die Andern, indem er zum drittem Mal „Hanna“ gesehen hat; eine Serie, die, aua, auf den ersten Blick etliche Klischees bedient, diese aber immer wieder schier abenteuerlich bricht und vor allem durch die Leistung der Hauptdarsteller, was ein Reim, besticht.

Selbst als zugegebenermaßen durchschnittlicher Serien-Junkie ist K. diesbezüglich etwas unwirsch, weil diverse Serien-Produktionen coroniert blockiert sind, unter anderem oder vor allem die Fertigstellung der nächsten Staffel von „Stranger Things“. Wenn Elfie die neue „Frisur“ von Chief Hopper sieht, kriegt sie ’n Schreikrampf.

K. hat nun „The Walking Dead“ inclusive, yeah, eines Spin Offs, mehrfach gesehen. Cops als Filmhelden scheinen gerade angesagt, in der Tat, wobei zwischen Rick Grimes und Chief Hopper Welten liegen. Hopper ist ja quasi Big Lebowski mit Festanstellung, muahaha.

K. ist anders als all die Andern und daher folgerichtig völlig anderer Meinung als etliche Kritiker, ätsch!

Bei z. B. „Fringe“ aber kann K. immer mehr Dialoge mitsprechen usw.

Er kommt, auch oder gerade hier, nicht aus der Spur; unrockbar, der Typ.

In diesem Sinne verbleibt K. für seine zu Recht unübersehbare Nichtleserschaft auch im neuem Jahr als ganz der Alte, ach…

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