(… mindestens ein Muster… vielleicht sogar eine Art „Gesetz“…)*

Der Gedanke ist K. neuerlich gekommen bei der Erwähnung von Erwin Strittmatter im letzten, yeah, Posting. Strittmatter, Hermann Hesse, Alice Miller… Sehr wahrscheinlich gibt es noch weitere Denk- und Dichtemenschen, die in diese Reihe passen und die K. am begrenztem Horizont seiner Viertelbildung nicht sehen kann, um immer einmal wieder eine poetisch-metaphorische Formulierung zu versuchen.

Korrekt – *hüstel*. Strittmatter hat sich erklärtermaßen bemüht, naturgemäß vor allem in der Kindheit liegende Ursprünge der Poesie zu erforschen und für Ottilie Normalverbraucherin nachvollziehbar zu beschreiben. Als sozusagen praktizierender Kindesvater jedoch scheint er ein Despot gewesen zu sein, wie einer seiner Söhne glaubwürdig erzählt.

Das über Strittmatter und seine „Forschungen“ über Kindheit und Poesie eben oben von K. Gesagte trifft vielleicht noch mehr auf Hermann Hesse zu, der aber gleichfalls ein Rabenvater gewesen zu sein scheint und seine Söhne weg gegeben hat.

Alice Miller schließlich, die sich der Problematik des Werdens und Wachsen einer Persönlichkeit und der Wachstumsverbote nicht minder eindringlich zuwandte, wenn auch als wissenschaftliche, nicht als belletristische Autorin, scheint ihren Sohn geradezu fertig gemacht zu haben.

… das könnte eine Art Muster sein… das könnte etwas mit dem zu tun haben, was Sloterdijk mit seiner Interpretation des Epoché-Menschen thematisiert hat…

So weit der Klugschiss zum Heiligabend, frisch aus der Unterschicht

(… manchmal glaubt K., seine Störung bestünde in chronischer Unterforderung… und wer ist schuld… genau – die Eltern, Erich und die Stasi… man wird das ja wohl noch sagen dürfen…)

* K. schreibt heute wieder leise, weil Heiligabend ist…

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