(… es sind wahrscheinlich etliche Millionen „einfach nie angekommen“…)*

Ja ja, Psycho-Club; bloß wech mit dem Scheiß! Allein, K. ist immer wieder überzeugt, dass ihn nichts mehr umhauen kann, und dann – haut es ihn um… Ein bisschen ist K. sogar stolz darauf, immer wieder so was zu finden. Das ist doch cool, oder? Da ist Poesie, da sind Gedanken usw. Kürzestmögliche Kurz-„Kritik“ – Wahnsinn! Was für eine Stimme, was für eine Künstlerin! So, das muss jetzt aber reichen mit dem hechelndem Geschnorchel von unten, wuff…

(… kommt jetzt bitte wieder ’ne Rückmeldung, dass K. so was von eifersüchtig wäre… thx, liebste Budenzauberer… es besteht übrigens kein Grund zur Beunruhigung, K. ist wirklich kein Stalker… alles easy; peace, yeah…)

Neuerlich scheint es K., dass Frauen „härter“ sind. K. hat z. B. seit Jahrzehnten das unterschwellige und immer wieder abgeschwächte Empfinden, er würde etwas oder gar eine Welt suchen, das oder die es nicht gibt oder das oder die er nicht finden könne und würde. Er hat es aber nie gewagt, das irgendwo auszusprechen, nicht einmal im Tagebuch. Diese zu Recht sehr anerkannte Vokalkommunikatorin spricht es aus, in einem anderem Song als dem hier geposteten, und offenbar fährt kein Blitz vom Himmel… (?) Usw.

K. hat es emotional noch lange nicht realisiert, dass sein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre vor einigen Jahren in die ewige Großgruppe abberufen wurde. Ja ja, K. ist ein furchtbares Muttersöhnchen, ist ja schon gut!** Andererseits scheint es wirklich gut, dass mal Gefühle kommen. Als K.’s Mutter in seinem 10. Lebensjahr buchstäblich verschwunden ist, hat er gar keine Gefühle entwickelt, keinen Zorn, keinen Schmerz, keine Trauer usw., und niemanden, erst recht nicht ihm selbst, schien aufgefallen zu sein, wie makaber das im Grunde war.

Nun ist K., angeblich, 59, und fängt an zu begreifen, warum er ist, wie er ist. Ist das nicht phantastisch? Aus dem wird mal was, hätte Tante Paula gesagt, wenn es sie gegeben hätte, *hüstel*. – Hier wird wieder einmal deutlich, dass K.’s Löffelchen Sarkas- und Zynismus immer auch vitalisierend-stabilisierende Naturheilmittel zu sein scheinen, tandaradei!

Dass sein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre 2016 gestorben ist, und übrigens auf so beschissen tragische Weise, wie er vieles in seinem Leben erleben musste, hat K. erst vor einigen Monden erfahren.

Genau 2016 aber hat K. angefangen, mit MAGIC MUSIC MAKER und Windows Movie Maker seine Klangbilder zu basteln. Hm. Erst nach einigen Monaten ist ihm eingefallen, dass sein Vater um 1975 herum angefangen hat, mit den damaligen technischen Mitteln eine Art Vorstufe des Sampling als eine Art DJ zu tätigen. Dabei hat er ebenso wie K. wie bei vielen konzentrierten geistigen Tätigkeiten heftig in der Nase gebohrt. Natürlich paradoxer wie grotesker Weise unter Ausschluss der Öffentlichkeit; wie immer war alles geheim

Das ist ein schier lächerlich banales Beispiel, aber K. findet es gerade deshalb gruselig, wie weit oder tief Prägungen gehen, weil dieses Beispiel so klein scheint. K. kommt neuerlich nicht umhin, den Gedanken zuzulassen, dass es ein Unbewusstes geben könnte. Aber er fragt sich, ob man aus diesen Prägungen überhaupt ausbrechen kann, Therapie hin, Therapie her, oder ob man nicht zufrieden sein sollte oder gar müsste, die Dinge beim Namen nennen zu können

Bla.

Wenn K. ganz ehrlich ist, aber wer ist das schon, träumt es in ihm immer noch von gemeinsamen Spuren suchenden Ausflügen nach Königsberg/Kaliningrad und dgl. Dort gibt es viele innerstädtische Rasenflächen, auf denen früher Wohngebäude standen, wie in Eisenhüttenstadt.

Tja, kannste abschmatzen, Alter! „Geh‘ kacken!“, wie der Bluthund zu sagen pflegt. Sorry, K. ist prekarisch auf- bzw. abgestellt; wir berichteten erst ca. 123 Mal.

(Zieht sich wieder in seine Depression zurück. Abhang. Vorhang.)

PS: Um noch eine zumindest ansatzweise konstruktive Coda zu versuchen, hier der Hinweis, dass K. zum Beispiel auch diese Seite gefunden hat, was ihn ganz demnächst zu diesbezüglichen Versuchen anregen wird, zumal die nächste Feuerwehr sich in relativer Nähe befindet.

***

** K. hat im Netz einmal eine Übersicht über die Personen in den wichtigsten Führungspositionen des Ministeriums für Staatssicherheit gefunden, die er jetzt natürlich nicht wiederfindet und aus der buchstäblich augenfällig hervorgeht, dass der prozentuale Anteil von Vertriebenen in diesem Personenkreis deutlich höher war als der der Gesamtbevölkerung; es waren allein drei oder vier Ostpreußen darunter. K. besitzt die ungeheuerliche Anmaßung zu vermuten, dass dies kein Zufall gewesen sein dürfte.
** Eine der übelsten Verdrehungen ins Gegenteil, die selbstredend von Leutinnen und Leuten getätigt wird, die nie etwas von nachholender Ich-Entwicklung oder Reparenting gehört haben, obwohl sie in therapeutischen Zusammenhängen zugange zu sein behaupten. Diese geistigen Abläufe wirken übrigens auch oder gar erst recht, wenn die sie sozusagen generierenden Teamis sie völlig unbewusst praktizieren, was leider die Regel zu sein scheint. – Es gibt ja da so viele Richtungen und Schulen, man hat ja gar keinen Überblick, ach ach! – Eine andere dieser Verdrehungen ins Gegenteil ist die Behauptung, K. wäre fertig. – „Der Junge war schon immer etwas retardiert!“, hätte Tante Paula gesagt, wenn es sie gegeben hätte, *hüstel*…

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