„Denn geh‘ doch bei ALDI, du alte Scheiße!“ (Volksmund, Coverversion)

Schon lange vor seinen Versuchen, im Freudeskreis Anna Lyse seine Symptome zumindest übersichtlich zu bündeln (denn wenn nicht mehr drin ist, ist nicht mehr drin), hatte K. diesen Gedanken, den er immerhin für sich behalten hat, denn selbst er hat lichte Momente in seinem Wandel hienieden.

‚Könnte es sein‘, hat er gedacht bzw. dachte es in ihm, ‚dass diese seit vielen Jahren auch oder gerade in Deutschland über den Verbraucher kommende regelrechte Flut von Kochsendungen und Kochbüchern, igitt, im Unbewusstem etwas mit einem existentiellen Erlebnis des Mangels zu tun hat, nämlich dem von Millionen erlebten Hunger nach den Weltkriegen, in der Weltwirtschaftskrise usw.?‘

Oh, neeeee – der wieder mit sein Züchoscheiß! Geht das wieder los! Siehta sich wieda als Züchoteerahpeut! Willa wieda die Welt retten! Hättättätä! Usw. usf. – ewig murmelt das Murmeltier.

Um auf den Punkt zu kommen („Hört! Hört!“)*, will K. jetzt auch einmal über Essen schreiben, ha! Schon mehrfach war er, ohne Ironie usw. gesagt, überrascht beim Ausprobieren von neuen Produkten aus dem veganen Marktsegment oder wie man da sagt, wenn man voll der fitte Privat-Publizist ist.

Jetzt ist er gar geneigt, den Gedanken zuzulassen, dass er einen Ansatz von Begeisterung entwickelt haben könnte, und zwar beim Verzehr der eben oben abgebildeten veganen Pendants zu Hühner- und Dönerfleisch von ALDI. K. hat schier den Schlemmer in sich entdeckt, der von dem Zwang gepeinigt wurde, nach dem wie eben oben angedeutet stattgehabtem Genuss die Pfanne auszulecken.

Es ist nicht nur kein Unterschied mehr zu den Produkten mit Tier drin zu bemerken, vielmehr die 185 Gramm in der Packung oben rechts K. besser mundeten als Kalb oder Rind oder Schwein vom Drehspieß. Das vegane Chickenfleisch war nur ganz leicht dahinter in K.’s persönlicher Wertung. Jedenfalls schien sein Gaumen zu loben mit Daumen oben, quasi.

Okay, die Packungen kosten 2.75 €, aber etwa das schlachthäusliche Gegenstück zum veganen Döner ist nur sehr wenig preiswerter. Äh… – nee, da sind 500 Gramm drin. Egal, trotzdem, ph!

Dies der aktuelle Bericht aus einem prekären Verdauungsapparat! … man wird das ja wohl noch sagen dürfen – wir sind ein freies Land…

So. – K. hat einmal auf anständige Weise etwas Einfach-Allgemein-Menschliches geäußert, sehr frei, und das muss jetzt kommen, nach dem Großem Lübecker Wortsetzmeister.

Nun kann K. auf die für ihn überaus typische Weise gewissermaßen ins Gegenteil fallen und Einen auf Buk machen, ha!** „Ich öffnete mir noch eine Dose Bier und legte mich an Bettys warmen Arsch.“ Mit Betty oder anderen weiblichen Vertretern der rezenten Hominiden auf dem drittem Planeten des Systems läuft ja nun gerade nichts, aber K. richtet seinen Blick jetzt auch immer öfter auf blaue Pillen. Schließlich wird sie, wer immer „sie“ gewesen sein wird, seinem anhaltendem Desinteresse erlegen und es wird zum fahrlässigem Beischlaf gekommen sein. Ja ja, scheiß Macho! Allein, man beachte auch hier wieder die Verwendung des nur noch selten verwendeten Futurs 2, tandaradei!

Da aber K. immer wieder unterstellt wird, und zwar sowohl per Mental-Funk als auch in der sogenannten Realität, er wäre „Full wie ’ne Radehacke!“, obwohl er keinerlei mental illuminierende Substanzen zu sich genommen hat, macht er jetzt im Vollzug auf die Spitze getriebener paradoxer Intervention Tatsache ’ne Dose Bier auf, hä hä. Es ist damit zu rechnen, dass er in etwa einer halben Stunde im Sanitärraum dynamisch-enthusiastisch wüste Wanderlieder schmettert, aber es gibt Schlimmeres.

Das Problem könnte jedoch nicht nur persönlichkeitsspezifisch bedingt sein, vielmehr hier auch eingefaltete Strukturen wirken dürften. Das Weltall besteht, vereinfacht gesagt, aus derartigen Strukturen, die unter Umständen, Stichwort: „Es kiekt Einer!“, materialisiert werden. Wenige Minuten Fußwegs entfernt vom Schreibort des K. aber erstreckt sich, wie mehrfach angedeutet, die Theresienwiese…

Alles klar! Latein für Spießer! „Hick! Rotz! Hick! Selter!“

Grundsätzlich und überhaupt jedoch gilt – per Asperger ad Asterix!

** Hier sieht sich K. neuerlich als von Bismarcks Privatsekretärin; wir bitten um Unverständnis!
** Gemeint ist natürlich nicht der Bundesverband der Unfallkassen e. V. oder der Bund unabhängiger Küchenspezialisten, sondern Mr. Charles Bukowski.

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2 Antworten zu „Denn geh‘ doch bei ALDI, du alte Scheiße!“ (Volksmund, Coverversion)

  1. Herr Ösi sagt:

    Ich denke, es ist wohl einfacher zu kochen als zu singen.
    Nix genaues weiß man nicht.
    Aber der Fernsehzuschauer bekommt das Gekochte nie zum Essen. Während das Gesungene… nun ja, mal könnte den Ton abschalten.
    Aber wer will heutzutage nicht als Superstar vor einem Millionenpublikum…

    Meine Wenigkeit würde das Singen bevorzugen… obwohl… Kochen kann ich auch nicht… Chchch

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