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Herr K., wo er jetzt ist. Abbildung ähnlich! Natürlich regnet es nicht rein
und ich habe keinen Ofen (wobei ich Letzteren ganz im Ernst gar nicht übel
finden würde). – Die Ursprungsdatei des Bildes ist gemeinfrei, tandaradei!

Wieder ein „militärischer“ Traum. „Wieder“, weil dergleichen schon einmal zu erleben war. Sowohl Orte als auch Gruppen kommen mir bekannt vor, ich kann sie jedoch weder im Traum noch im Wachen identifizieren. Eine größere Menge Soldaten, mehr als eine Kompanie, muss sich mühsam über eine Straße kämpfen, die bis über Gürtelhöhe mit Schlamm bedeckt ist.

(… das war ziemlich leicht… ist ja wohl selbst für Ottilie Normalverbraucherin eindeutig, die nix mit Zücho-Scheiß zu tun haben will… aber danke, liebe zuständige Abteilung des Büros der Weltgeistin… natürlich hat die Weltgeistin ’n Büro, hoho…)

Ich drücke mich erfolgreich, indem ich mich am Rand der Schlammlawine von Hauseingang zu Hauseingang hangele. Es sind übrigens repräsentative Gründerzeitbauten; wenigstens etwas Erfreuliches. Diese Szene ist sehr unrealistisch, weil ich es beim Militär in der sogenannten Realität nie gepackt habe, an wirklich wichtigen Stellen „Norm 18 a“ anzuwenden („Verpissen im Gelände ohne Aufsicht eines Vorgesetzten“, har har).

Einige Dutzend Feldwebel stehen plötzlich derart dicht gedrängt, wie es in der sogenannten Realität nicht möglich wäre, als eine Art amorphe Masse am Anfang der Straße. Sie höhnen lautstark über die sich durch den Schlamm wühlenden Massen, so dass ich schon im Traum an einen gewissen Präsidenten denken muss. Bezeichnenderweise erkenne ich diese Feldwebel als solche durch ihre Schulterstücke mit silbernen Sternen, so dass es sich wohl um Berufsunteroffiziere der NVA gehandelt haben dürfte. Dass es keine… äh… Vertreter früherer… äh… militärischer Organisationen waren, ist jedoch eindeutig.

Offensichtlich, Überraschung, habe ich die Traumprüfung nicht bestanden. Dann kommt aber noch eine Art „Standbild“, wie ich es aus -zig Träumen kenne.

Ich merke schon im Traum, dass die semiotische Guerilla mich wieder zwingt, auf eine bestimmte Stelle mit einem bezeichnendem Bild, einer Aufschrift usw. zu sehen, worauf das Bild oder die Aufschrift scharf wird, als hätte jemand das Objektiv einer Kamera neu justiert. Das passiert auch unvermittelt immer wieder in der sogenannten Realität, indem mir mit Satzfetzen oder einzelnen Worten „Rückmeldungen“ gegeben werden, die ich seltsamerweise meist gut einzuordnen vermag. Ja ja, Symptome! Bzw. – „Er spielt den Simulanten!“

„Semiotische Guerilla“ ist vom Schöpfer dieses Begriffs, Umberto Eco, vorsichtig formuliert, in etwas anderem Sinne verwendet worden, aber in meiner typischen Arroganz finde ich den Begriff passend und lease ihn halt, ha!

Mein Blick fällt auf eine Art Pergamentrolle, sehr groß, größer als etwa eine Zimmertür. Darauf steht in passend altertümlichen Lettern etwas wie „Genossenschaft von Männern“ und dann noch Etliches, was auf ein Kloster hindeutet.

Muss man das erörtern? Es ist wohl ebenfalls eindeutig, obgleich gewisse Vertreter des Freudeskreises Anna Lyse hier heftig intervenieren würden mit Textbausteinen wie etwa: „Herr Koske, für was steht das Kloster?“ usw. Diese Vertreter, sorry, können mich mal. Natürlich weiß ich, dass kleiner Arsch schnell geleckt ist, aber… – trotzdem, ph!

Eines der Phänomene des Budenzaubers, das mich seit dessen Beginn beschäftigt, aufregt, erheitert, verblüfft, und, mit Verlaub, ankotzt. Die Budenzauberer sind gewissermaßen immer ganz woanders, als ich in der sogenannten Realität zu stehen scheine.

In letzterer habe ich gestern am Meeting des ersten Stockwerks der WG teilgenommen. Im erstem und zweitem Stock wohnen je sieben Menschinnen oder Menschen und im Dachgeschoss zwei, unter anderem gaaanz hinten im vortrefflich spitzwegigem Stübchen der Schreiber dieser Zeilen, ha! Im Hochparterre ist ein unter anderem mit einer riesigen Küche ausgestattetes Werkstattcafé, das jedoch separat von der WG arbeitet.

Ich hatte Schiss vor dem Meeting, was ich aber für mich behalte. Es war jedoch zu meiner Verblüffung, ohne Ironie gesagt, voll cool, Alter! Ich bin sogar, ohne Ironie usw., zu meiner Verblüffung, igitt, nett willkommen geheißen worden von der Bürgerin, die immer am Fenster raucht. Das mit dem Rauchen hatte ich angesprochen und hatte, ohne Ironie usw., zu meiner Verblüffung einen Lacherfolg. Ich werde nie ein Gruppen-Mensch; ich werde nie kapieren, was da abgeht, *heule heule*.

Kurzum lief es in der sogenannten Realität echt recht gut, während die Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) wieder ganz woanders ist. Bei der ist „Landeversuch“ im Kloster dran. Na ja, macht man weiter; ich mache auch weiter.

In diesem Sinne – häff fann, oder wie die Großbritannier sagen.

PS: Herr K. hat Angst vor einem Bürgerkrieg in den Staaten, aber das behält er ebenfalls für sich. Leider hat es noch nicht geklappt mit einer Indianerin als Präsidentin, aber dass Kamala Harris als erste Frau Vize-Präsidentin wird, lässt hoffen, ohne Ironie usw. gesagt.

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