(… this is not America… unfrei nach Dr. D. R. Jones…)*

Ich verstehe es nicht… Das heißt, ich verstehe nicht Humor nicht; den habe ich mir antrainiert. Irgendwann habe ich derart deutlich gemerkt, dass ich auf versteckte wie vertrackte Weise irgendwie humorlos bin, dass ich dieses Defizit zumindest verbalisieren konnte. Über Jahrzehnte hinweg habe ich mir so was wie Humor antrainiert; leider ist es meistens ein Löffelchen Sarkas- und Zynismus vor, während und nach allen Mahlzeiten.

Aber ich wollte eigentlich, ich glaube es selbst nicht, nicht über mich reden!!! Vielmehr möchte ich einen Gedanken notieren, der schon sehr lange in mir umgeht, und ich möchte nicht nur, sondern versuche es hiermit als infantile Nervensäge auch, was ich immerhin wahrzunehmen bereit und in der Lage bin.

Die Mehrheit auch des amerikanischen Volkes besteht aus Menschen, die auf anständige, konstruktive usw. Weise versuchen, das Problem anzugehen, für das man nirgendwo wirklich geschult wird, die Bewältigung des Lebens. Gerade ich kann dergleichen einschätzen, denn ich bin ein Luftmensch und Schlemihl fürwahr, heule, heule. Außerdem ist das alles bloß Probe; im nächstem Leben geht es anders lang, ha!

Wieso sind dann immer solche Führungspersönlichkeiten ganz oben? „Wo ist oben?“, Erwin Strittmatter. Irgendwo habe ich im Netz aufgeschnappt, was ein weit mehr als ich zur Beantwortung derartiger Fragen berechtigter Zeit- und Streitgenosse auf diese Frage geantwortet hat: „Weil man sie lässt!“ Was geht da ab, Mann? Voll schwul, Alter; kriegst ’ne Rastung.

Ja. Na ja. Nein, ich möchte nicht, auch nicht im Unbewussten, mittelgroßer Vorsitzender oder dergleichen werden! Wie gesagt halte ich eine Indianerin als Präsidentin für angesagt, und schlage Frau Erdrich vor. Nicht oder nicht nur witzig gemeint, bla.

Süüüß! – Kurz nach der Wende diese Hochstimmung, ja, Euphorie, in der jemand gar vom „Ende der Geschichte“ sprach und schrieb. Jetzt scheint das, sehr milde formuliert, ins Gegenteil gekippt. Ist das eine Art „Energieerhaltungsgesetz“? Tut mir leid, ich kann leider meinen Kopf nicht „abstellen“, ich versuche es ja immer wieder.

Fragen eines bindungslosen Arbeitslosen, gar nicht nach Brecht. Man wird das ja wohl noch sagen dürfen!

* Wäre gleichfalls angesagt, Dr. h. c. für Bowie. Höhö. Leider habe ich ihn erst sehr spät entdeckt; der hat es gepackt, die chronische Chamäleonose (morbus zelig) konstruktiv umzusetzen, heule heule…

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