(… ist das tatsächlich 19 Jahre her…)

Heute vor 19 Jahren, fast genau zu dem Zeitpunkt, an dem ich das hier Gepostete tippe, fand ich mich im Kellerraum des Hauses der ewigen Kindheit wieder, in dem damals zwei PCs für die Klienten standen. Nicht nur ich konnte nicht fassen, was ich gerade gehört hatte, und nun habe ich die Mitschnitte der einstürzenden Türme gesehen, musste feststellen, dass die keine bösartigen Fakes waren und habe zu meinem eigener Verblüffung angefangen zu heulen.

(… ich muss ein paar große Löffel Zynis-Mus löffeln – dergleichen ist jetzt in… Mann drückt vor laufender Kamera ein paar Tränchen ab, weil das angesagt ist, als Mann Gefühle zeigen, boah… Thema des heutigen Marketing-Seminars: „Wir üben Authentizität!“…)

Ich habe mich selbst nicht verstanden, oder noch weniger als sonst; ich bin ja ständig auf Rückmeldungen angewiesen, weil ich sonst gar keinen Zugang zu meinen Gefühlen habe. Furchtbar, der Mensch, echt!

Kam da etwas hoch und raus, was sich ganz woanders angestaut hatte und ganz woanders hin gehörte? Hatte das etwas mit überpersönlicher Symbolik zu tun? Auch und gerade New York als Zielpunkt uneingestandener Sehnsucht hat sich nun als nicht sicher, verletzlich, ja, angreifbar und zerstörbar erwiesen? Es gibt keine Sicherheit hienieden, auch nicht oder schon gar nicht mit Staatssicherheit?* Es ist was dran an dem sinngemäßem Bonmot, wer seinen Sehnsuchtsort nicht in sich hätte, würde ihn da draußen auch nicht finden.

Bla.

* Das ist natürlich die Projektion ganz früh im Lebenslauf gewissermaßen unerledigt gebliebener psychischer Grundbedürfnisse; ich weiß das. Und? – Psychogedöns

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