(… könnte auf einen Kulminationspunkt deuten…)

Ich denke immer, dass es krasser nicht mehr kommen könnte, aber ach – gemach, Herr Michel! Der vorvorletzte Vorsteher des Hauses der ewigen Kindheit erscheint in meinem Traum, muaha! Das ist der Herr wandelndes Konversationslexikon, der mir F 21 attestiert hat. Das mit dem „Lexikon“ ist alles Andere als abwertend gemeint; im Gegenteil war der Mann nicht nur meiner Wahrnehmung nach ein Gelehrter alter Schule usw.

Er gebärdet sich im Traum beängstigend akkurat so, wie ich ihn aus der sogenannten Realität kenne! Wieder kommt etwas mit Gemeinschaftsunterkünften in mehreren Traumszenen; meine Tage in diesem Hause hier sind offenbar gezählt.

Aber das ist nicht der eigentliche Oberhammer. Ich spüre einige Zeit lang eine Begleitung im Hintergrund. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um die Sozpäd, der ich hier zweimal in der Woche ein Ohr abkaue. Aber das macht nichts; erstens bekommt sie Geld dafür, zweitens scheint sie die Flutung durch koskatörichten Text sehr gut zu überstehen und schließlich drittens sind die Ohren, so weit ich das einzuschätzen vermag, recht anmutig gewachsen.

Ich hoffe, überzeugt sein zu können, dass diese ohrdentliche Anspielung nicht machistisch und sexistisch ist! Auch ist die Frau gar nicht Sozpäd, wie ich erst höchstens 20 Mal erwähnt habe, was ich aber immerhin noch wahrnehme. Sie ist Masterin der Erziehungswissenschaften oder Pädagogik; das sind unterschiedliche Studienfächer, Genaueres habe ich schon wieder vergessen. Was soll es, ich bin ja jetzt auch 59, bla.

Dann erscheint meine Klassenleiterin aus der 7. bis 10. Klasse und beide Frauen knutschen sich krass. – Gehste krachen, Mann! Allein, immer noch eine der sichersten Methoden der Kontrazeption. Ja ja, scheiß Macho! Manchmal wäre ich gern eine lesbische Frau…

Ich versuche mich gar nicht erst an einer Deutung, gnihi, aber ich musste das jetzt los werden; Geltungsdrang, Narzissmus usw., „Ist bekannt!“ (Zitat „Game of Thrones“, *hüstel*)

Auch heute wieder war ich bei Sonnenaufgang wach; das geht schon etliche Tage so. Ich habe etwas wie einen „Gehirnkrampf“, was ich auch schon aus meiner Vorschulkindheit kenne. Ich bin voll einer Art stumpfer Wut, und „stumpf“, weil sie mit Benommenheit wie bei einem Kater nach nächtlicher Kneipendröhnung verbunden ist.

Ich glaube, auch hier liege ich richtig in meiner „Selbstexploration“. Der Suchtdruck, denn darum handelt es sich bei diesem Zustand ja wohl, kommt nicht von Alkohol und/oder Nikotin. Gestern kam wieder etwas per Mental-Funk in dieser Richtung; ‚Bilditt sich ein, er is‘ Quartalssäufer, dabei is‘ er jeden Abend full!‘ Wer macht das, wie und warum? Rhetorische Frage!

Dieser Zustand scheint vielmehr von Phenobarbital bzw. dessen Abstinenz herzurühren, denn ich bin in meiner Vorschulzeit als Zappelphilipp mit Lepinaletten jahrelang geradezu gefüttert worden.*

Außerdem ist der nicht mit den Pseudo-Hallus identische „innere Monolog“ extrem verstärkt; ich habe regelrechtes Sätze-Rattern in der Birne. Ist das der „motus animi continuus“, von dem Thomas Mann geschrieben hat, dass Gustav von Aschenbach daran gedacht, dass Cicero davon gesprochen hätte? Ja, ich weiß, dass die Wortgruppe nach neuesten Erkenntnissen gar nicht von Cicero gruppiert wurde, aber beim Obermeister steht es so, bla.

(… ‚Siehta sich wieda als Nachfolger von Thomas Mann, höhö!‘… das kam nicht jetzt per Mental-Funk, kam aber schon des Öfteren und wird sicher auch wieder kommen… bla…)

Wenn ich danach wieder einschlafe, was ich als Spießer auch heute wieder getan habe, kommt es zu einer Art „autogenen Entladung“, die ich gleichfalls aus meiner Zeit als Vierkäsebreit kenne. Häufig habe ich dabei ein Kribbeln wie bei einem ganz leichtem Stromschlag im Kopf, ähnlich dem Gefühl beim Lecken an einer Flachbatterie.

Meine Güte, bin ich schlau! – Im nächstem Leben geht es anders lang, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt!

* In Ost und West unterschiedliche Handelsnamen von Präparaten mit gleichen Wirkstoffen.

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