Überlegungen zu einem häufig verwendetem Wort mit drei Buchstaben

„Die“. – Ich habe schon einmal darüber gepostet. Man wiederholt sich im Alter, wie ich wiederholt angemerkt habe. Als Beispiel geht Familie XY am Sonntag spazieren und Papa XY sagt: „Die haben hier ja wieder was hingebaut!“

So was kennt jeder, denke ich. Vor allem der Einfachheit halber setze ich auch in diesem Kontext voraus, dass die Vorgänge in dem Schädelbereich, in dem normalerweise Gehirn installiert ist, auch in meinem Fall als „Denken“ zu bezeichnen wären. Diesbezügliche Projekte zur Hirnraumforschung habe ich in meinem Command Center bereits angeregt, aber das wieder am Rande.

*Hüstel* – Wer aber sind „die“? „Übersetzt“ meint man wohl, da oben wären Leute, die bestimmen, entscheiden, Entwicklungen anstoßen und in Bewegung halten würden usw. Man hat keinen Anteil daran und man scheint oft nicht zu verstehen, was abgeht.

Eigentlich aber möchte man dazugehören! Eigentlich möchte man auch an etwas beteiligt sein, dass auf konstruktive Weise über die eigene Person hinaus geht usw. Dazu müsste man jedoch zunächst durch Trauer und Schmerz hindurch, weil Einem schon als Vierkäsebreit derartiges emotionales Engagement madig gemacht und vergällt wurde usw.

Demnach agiert man wie ein Zwerg, der von der Pracht eines von Riesen gebauten Palastes schier erschlagen ist. Kleinbürger – die Gefühle sind klein, aber aus Gründen. Scheiße, schon wieder Psycho-Club, hähä! Böse Hobbitse, böse Hobbitse!

Ebenfalls bereits erwähnt habe ich Mr., gnihi, Higginbotham aus „Martin Eden“. Man wiederholt sich im Alter, wie ich wiederholt angemerkt habe. Entweder hat der es nie erlebt, unsterblich verliebt zu sein, oder er hat es im Laufe seines Daseins als Sklave in nicht bewusst gewähltem Alltag längst vergessen. Dementsprechend hält er den vom Anblick Ruth Morses besoffenen Mart Eden für vom Alkohol besoffen. Genau, das verstehe ich sehr gut, heule heule.

(… nach wie vor auf den vorderen Plätzen meiner persönlichen ewigen Liste der zehn stärksten Filmszenen, die Ablichtung der Lektüre von „Martin Eden“ durch Noodles – auf dem Klo halbe Treppe, hihi… auch das am Rande und zur konstruktiven Konfusion meiner zu Recht zahlreichen Nichtleserschaft…)

Auch hier wirken, scheint mir und bin ich mir zuweilen gar sicher, nicht primär ökonomische, politische oder gar, Gott soll hüten, ideologische Mechanismen, sondern solche des Psycho-Clubs.

Wenn nun aber „die“ diese Mechanismen genutzt bzw. angewandt haben in Form einer Art immateriell-„göttlichen“ Cloud, die ich als Budenzauber erlebe? Wenn „die“ dieses aus der Frühzeit der Menschheit und der Individualentwicklung rührende magische Denken aufgegriffen und umgedeutet haben, anstatt es im weitestem Sinne therapieren zu wollen?

Mit, aua, Sicherheit nicht nur ich habe im realem Sozialismus nicht nur gehofft, sondern geglaubt, dass da oben Leute wären, die alles regeln könnten und würden; vernünftig, umsichtig, menschenfreundlich-weise usw. Süüüß! Nicht nur ich habe nicht begriffen, dass auch diese unbewusste und deshalb umso wirksamere Haltung weniger mit Politik oder Ökonomie zu tun hatte und mehr mit Psycho-Club. Quasi unerledigte frühe psychische Bedürfnisse, siehe zum Beispiel Fragepunkte 17 und 19.*

Man kann diese Bedürfnisse ignorieren und kompensieren, aber sie bleiben desto stärker unbewusst wirksam, desto früher und unbefriedigter sie sind. Makabere Beispiele zur Verdeutlichung dieser Wirkung sind die zu Ruhm Gekommenen, vor allem Künstler, die, wenn sie oben sind, total am Rad drehen. „Wo ist oben?“, Erwin Strittmatter.

Man liest dergleichen jeden Tag in den Medien. Der und der ist wieder völlig abgestürzt im demoliertem Hotelzimmer, die und die hat wieder ein Telefon nach der Bedienung geworfen usw. usf. Ruhm heißt im wörtlichem und im übertragenem Sinne gesehen werden. Das frühe Defizit, resultierend aus dem frühen nicht wahrgenommen Werden im eigenem Recht, scheint aber oft, milde formuliert, nicht behoben worden zu sein durch Ruhm, bla.

Ich muss hier an den, Klischee-Alarm, Multimillionär in Grünwald denken, dessen Anwesen nach seinem Tod von Hunderten Besuchern bestaunt wurde. Der hatte sich eine Art Märchenschloss gebaut, aber nicht eines wie der Kini, sondern eine Art bonbonbunt-chaotisch Baustile mixendes Kinderwachtraumhaus. Hat er dadurch sein frühes Defizit kompensieren können? Ich habe meine Zweifel! Nich‘ lustich, der Mann war jüdischer Herkunft und im ersten Drittel des XX. Jahrhunderts geboren.

(… ja ja, er hat bauen lassen, und er hatte „wenigstens einen Koch bei sich“… is‘ ja schon gut, Herr Brecht…)

(… in einem prächtigem Parallel-Universum bin ich Prominenten-Therapeut in Big Apple, hoho… aber erst, wenn Don Don mit der tollen Tolle des Weißen Hauses verwiesen wurde…)

Woran sind bisher alle Versuche der „Verbesserung“ der Gesellschaft wie Revolutionen, Aufstände, Rebellionen, Befreiungskriege usw. usf. gescheitert? – Am Ausblenden von Psycho-Club! Dabei ist mir sehr wohl klar, das es zunächst um die ökonomische Basis gehen muss. Bei einer zehnköpfigen Familie, die 1912 in einem Berliner drittem Hinterhof in einer Zweiraumwohnung mit fließend Wasser die Wände runter lebt, so dass bei täglich 10 Stunden Fronarbeit mehrere Mitglieder der Familie TB haben usw., müssen natürlich erst die materiellen Rahmenbedingungen verbessert werden.

Aber eben zunächst! Dann müsste die eigentliche Befreiung von Unterdrückung beginnen, auf der eigentlich menschlichen Ebene, der des Psycho-Clubs. Da habt Ihr aufgehört, Nossinnunnossn, statt wirklich anzufangen, und deshalb ist der reale Sozialismus gescheitert. Ja ja, der Schizo spielt wieder Lenin; lasst stecken, Mann!

(… bevor mich wieder jemand zum kommunistisch-terroristischem Umstürzler hoch bzw. herunter zu stilisieren nicht abgeneigt scheint, auch hier wieder der Hinweis, dass je nach Standpunkt des Betrachters dialektischer oder paradoxer Weise in der Marktwirtschaft ’ne Menge getan wird, was getan hätte werden sollen, um aus dem „realem Sozialismus“ realen Sozialismus werden zu lassen… Stichwort „Selbstoptimierung“ von Esoterik bis zu den mittlerweile Hunderten psychotherapeutischen Richtungen und Schulen… bla…)

Wenn aber eine Marginalperson mit leichten Verwerfungen im Dachstübchen wie ich derartige Überlegungen anstellt, ist es wohl nicht paranoid anzunehmen, dass integrierte Fachleute mit systematisch und angeleitet erworbenem fundiertem Wissen mit einiger Sicherheit ebenfalls und erst recht zu derartigen Fragestellungen gelangen…

Wenn die nun den Spieß umgedreht haben? Nicht mehr die Unterdrückten zu Revolutionen, Aufständen, Rebellionen, Befreiungskriegen usw. antreiben, siehe eben oben, die schon deshalb scheitern mussten, weil sie mit Gewalt und damit immer destruktiv ausgeführt wurden? Stattdessen will man die unerledigten frühen Bedürfnisse der vielen unter anderem nach Dr. Casriel emotionalen Kleinkinder, Kinder und Jugendlichen in Erwachsenen-Körpern in nachholender Ich-Entwicklung, Reparenting usw. zu befriedigen versuchen durch eine Art immaterielle Cloud wie den Budenzauber?

Nichts Genaues weiß man nicht, doch wir bleiben dran. Zudem ist mir klar, dass ich auch oder gerade hier wieder dem Satz Freuds folge, Hysterie wäre das Zerrbild einer Kunstproduktion. Möglicherweise agiere ich aus, weil ich zu Kunstproduktion im Sinne von Dichten, Spinnen, Phantasieren usw. nicht in der Lage scheine, heule heule. Man könnte die eben von mir internett positionierten Überlegungen auch als Entwürfe für den Plot etwa eines Psychothrillers ansehen, bla…

So weit neue Beiträge zur Weltrettung, aus dem Schizophrenesischem von Herrn K. aus E-Stadt am Kanal! Weiter im Auge behalten, den Mann!

(… wenn ich mich doch wenigstens so weit disziplinieren könnte, jeden Tag mein Pensum von mindestens 1000 Worten zu schreiben, heule heule… ich soll mehr jammern, hat Dr. K. gesagt… ha, denen habe ich es wieder gegeben… dieses Posting besteht aus 1314 Wörtern…)

(… Herr Koske scheint den Begriff „fröhliche Wissenschaft“ aus dem Zusammenhang gerissen zu haben, in dem Nietzsche ihn verwandte, um ihn quasi wörtlich-konkretistisch zu verwenden, hihi… was ist Herr Koske heute wieder kein Schelm, frei nach Meister Erhardt… ein Ossi – aus Riga… Absolventen der DDR sind Mittis… aber auch das wieder am Rande…)

„Die Zeit ist aus den Fugen, Schmach und Gram, dass ich zur Welt sie einzurichten kam!“ („Hamlet“)

(… kommen Sie doch in die Theatertherapie – wie für Sie gemacht… wie sagt der Bluthund immer – „Geh‘ kacken!“… gnihi… sorry… man wird das ja wohl noch sagen dürfen…)

Gott ist tot und ich habe auch dauernd diese Schwindelanfälle, aber es lebe die Göttin!**

** Ich fechte die Diagnose Borderlinestörung, verabfolgt von einem nunmehr verchefarztendem erfahrenem Fachmann, arroganter Weise immer wieder an, nichtsdestotrotz diese Checkliste der Oberhammer ist, Alter. Der Vor-Vorgänger dieses Dr. hat mir eine schizotypische Persönlichkeitsstörung attestiert und diese Diagnose halte ich für zutreffender. Allein, auch das kennen viele Leutinnen und Leute – frage zehn Ärzte und Du hast 11 Störungen! Böse Hobbitse, böse Hobbitse!
** Toller Freudscher Verschreiber – „Schwindelabfälle“… Alter Falter, voll schwul! Kriegst ’ne Rastung, Mann!

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