(… wahrscheinlich kann ich die Traumprüfungen irgendwann bestellen…)

Passt schon, echt! Letztens habe ich das Thema, äh… erörtert, natürlich wieder lustich verpackt; ich hätte keine Kinder, aber vielleicht noch Enkel. Sehr witzig, in der Tat, wie Teal’c gesagt hätte. Dann kam das Thema „Adoption“ auf. Zum Glück für die Kinder, was ich nicht witzig meine, was gleich klar wird, wäre ich unter meinen gegenwärtigen Bedingungen gar nicht berechtigt, ein Kind zu adoptieren.

Auch das Thema hatte ich schon. Nie, nie, nie würde ich meine Kinder schlagen! Überhaupt müsste jede Hand abfallen, die ein Kind schlägt usw. – Ja ja, dieses magische Denken ist störungsspezifisch; is‘ ja wieder gut, Herr Doktor Freudlos! – Viele Bücher und Artikel habe ich zum Thema rein gezogen und noch immer bin ich ein bisschen aufgewühlt, wenn ich dergleichen lese, was auf die erfreuliche Tatsache verweisen könnte, dass ich noch nicht ganz tot zu sein scheine.

Würde aber im Stress des Alltags und was dergleichen abgekaute Text-Versatzstücke mehr sind, nicht doch die eigene tiefe, weil vor allem frühe Prägung, wenn nicht gar Konditionierung, aua, durchschlagen? – Was für ein schauerliches Wortspiel, aber ich bin halt laut vox populi ein Zynist. – Würde mir, *würg*, im Eifer des Gefechts nicht doch die Hand ausrutschen?

Heute im Traum hatte ich einen etwa zehnjährigen Jungen adoptiert und habe ihn proletarisch-zupackend-dynamisch geohrfeigt. Anschließend habe ich ihn zu beschwichtigen versucht, was ich schon im Traum ekelhaft fand, zumal es meinen Erfahrungen dieser und/oder dieser Art entsprach, deren Re-Inszenierung ich ja auch oder gerade in der sogenannten Realität vermeiden wollte. Was für eine irre Dialektik!

(… ich fand es übrigens gar nicht am schlimmsten, wenn ich, zeitweise regelmäßig, verdroschen wurde… viel krasser war, wenn man sich gebärdet hat, als gäbe es mich gar nicht…)

Der Junge versucht sich mit Singsang selbst einzulullen; seine Sprache könnte rumänisch sein. Das könnte eine Anspielung auf „Hanna“ sein; ich habe die Serie gerade schier exzessiv konsumiert, mehrfach hintereinander, und werde wahrscheinlich dazu noch etwas klug scheißen. Hier nur als Kürzestkritik – Hammerbraut, Alter! – „Opaaa?!!!“ – Allerdings habe ich inzwischen sehr wohl feststellen müssen, dass ich auch als Serienjunkie, Überraschung, mittelschnittlich und durchmäßig bin. Wie sollte es auch anders sein, heule heule. Aber das am Rande und zur Verspannung!

Dann kommen, Überraschung, Initiationsübungen. Neu ist, dass sie von dem Jungen begonnen werden, aber von mir vollendet werden müssen. Beispielsweise muss ich mich aus etlichen Metern Tiefe an die Oberfläche eines Gewässers kämpfen. Ich erlebe die Szene aus der Ich-Perspektive, während ich am Anfang den Jungen in das Gewässer springen sehe. Das könnte ’ne Anspielung auf „Fringe“ sein. Ob ich bestanden habe, weiß ich nicht. Ich vermute, Überraschung, dass ich es nicht habe.

(… während ich das Letzte getippt habe, kam per Mental-Funk ‚Er dichtet doch nich‘!‘… Psycho hin, Psycho her – [auch] diese „Hallu“ ist inhaltlich zutreffend… ich berichte nur wieder… ich bin flügellahm, wenn nicht völlig unschöpferisch… kommt auch dauernd per Mental-Funk, ‚Sie sind völlig unschöpferisch!‘… plötzlich siezen mich die Budenzauberer – wie originell…)

Bla.

***

Aber hier als, *hüstel*, kulturelle Umrahmung zum Thema „Adoption“ ein wenig Katzencontent aus dem vorzüglichem Frauenmagazin „Pinterest“. Weil heute Sonntag ist und man gerade im Alter was fürs Gemüt braucht, ach… „Der Klient bedient sich infantiler Abwehrformationen!“ Das isses, Frau Dockta Anna Lyse!

Häff fann, oder wie die Großbritannier sagen!

Ein Leben ohne Kater ist möglich, aber doof! – Sehr frei nach Prof. von Bülow.

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5 Antworten zu (… wahrscheinlich kann ich die Traumprüfungen irgendwann bestellen…)

  1. Gisela Schall sagt:

    …(„Denk daran, dass der Teil von uns, von dem wir uns vorstellen, dass er Heilung braucht, nicht der Teil ist, aus dem wir er-schaffen. Dieser Teil ist viel tiefer und stärker. Der Teil, aus dem wir erschaffen, kann von nichts berührt werden, was unsere Eltern oder die Gesellschaft getan haben. Dieser Teil ist unbeschädigt, unverdorben; schalldicht, wasserdicht und kugelsicher. Je mehr Probleme wir haben, desto besser und reicher wird dieser Teil.“ //The War of Art, Steven Pressfield)

    • Herr Koske sagt:

      Großer Gott! (Bzw. große Göttin!) Noch ’n Selbstoptimierungsmeister! (der Wiki-Eintrag ist aber sehr mager) Ich komm‘ nich‘ mehr mit – das Alter! Aber wie immer danke für die Mühe! Möge das Große Energiefeld mit Dir sein!!!

    • Herr Koske sagt:

      … es gibt fast keine Bücher in Deutsch von ihm… nur DVDs der Verfilmungen… was hat das, im Unbewusstem, zu bedeuten…

      • Gisela Schall sagt:

        https://stevenpressfield.com/about/
        … im Unbewussten? meiner Meinung nach garnix.

        „I wrote for 27 years before I got my first novel published (The Legend of Bagger Vance).“ //Steven Pressfield

        • Herr Koske sagt:

          … dies, Erschwerteste, nämlich die bösartig-heimtückische Anspielung des K., der nach den Händen beißt, die ihn störungsspezifisch und leitlinienorientiert füttern wollten, auf „Wir arbeiten hier mit dem Unbewusstem!“, war quasi ein Versuch, einen Humor zu machen

          Schön für Kollegen Pressfield! Ich krakele und tippsele seit ca. 1976 vor mich und um mich rum… Und? – Bla.

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