… aber… – ob das ’ne Anedote is’… (1)

Eine Anekdote (griechisch ἀνέκδοτον, anékdoton, „nicht herausgegeben“) ist eine kurze, oft geistreiche oder witzige Schilderung einer bemerkenswerten oder charakteristischen Begebenheit, meist im Leben einer Person. Die drei wichtigsten Merkmale der Anekdote sind die scharfe Charakterisierung einer oder auch mehrerer Personen, die Reduktion auf das Wesentliche und die Pointe.
 
In der Alltagssprache ist eine Anekdote die (meist mündliche) Schilderung einer kuriosen, ungewöhnlichen oder seltsamen Begebenheit, ohne jeden literarischen Anspruch. Die Urheber solcher alltäglich kursierenden Anekdoten sind – ähnlich wie die von Witzen – oft unbekannt. Andererseits gibt es Anekdoten auch als literarisches Genre.
 
Darüber hinaus wird beispielsweise in der Medizin ein Kenntnisstand als „anekdotisch“ bezeichnet, der auf unsystematisch gewonnenen einzelnen Berichten beruht. (Quelle)

„Nicht herausgegeben“?“ Demnach wäre ich jahrzehntelang hochanekdotiert zugange gewesen, ha! Es sind jedenfalls selbst erlebte Geschichtchen, an die ich immer wieder denken muss. Unter anderem deswegen notiere ich sie hier. Günstigstenfalls kann man dieses Posting auch als Übung betrachten, denn der Mensch ist als das übende Wesen zu betrachten, vgl. Sloterdijk.

Wie immer öfter ist die Ursprungsdatei des Bildes aus „Pinterest“. Wie immer wünsche ich meiner völlig zu Recht zahlreichen Nichtleserschaft konstruktive Konfusion!

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Ein kleiner Junge oder ein kleines Mädchen in dem Alter, in dem Kinder gerade derart gut laufen können, dass sie es günstigstenfalls als Abenteuer erleben, reißt sich an einer viel befahrenen Hauptstraße Berlins von der Hand der Mutter los und tappt begeistert parallel zur Fahrbahn etliche Meter diese Straße entlang. Das Kind weiß offenbar schon, dass es die Straße lieber nicht betreten sollte. Es jauchzt und kreischt vergnügt, ja, begeistert, weil es sichtlich etwas wie beseligendes ins Freie Kommen empfindet.

Diese Beobachtung mache ich lange vor meinem Erscheinen in einem therapeutischem Kontext, in dem es um früheste Mechanismen von Trennung und psychischer Separation geht. Mir kommt aber sofort der Gedanke, dass hier etwas existentiell Entscheidendes passiert. Ist das Kind besonders sensibel oder gar bereits unterdrückt durch unausgesprochene und ausgesprochene Regeln, Ge- und Verbote, nachhaltige Drohungen usw., könnte es nach der heftig empörten Reaktion der Mutter auf seinen eher spielerisch-metaphorischen Ausreißversuch dergestalt reagieren, dass es nie wieder versucht, sich aus der symbiotischen Beziehung zu lösen.

Wie jedoch eine Gesellschaft aussieht, in der derartige Arretierung im Bedürfnis nach symbiotischer Bindung Millionen Menschen antreibt, hat man im Dritten Reich gesehen, „Ein Volk, ein Reich, ein Führer!“, und auch bei der Stasi, „Schild und Schwert der Partei!“ Deshalb, Herr Dr. M., hat man die meistens gleich heraus gekannt auf der Straße, weil sie diese diffuse, aber deutliche Ausstrahlung des symbiotischen verbandelt Seins mit abwesenden Autoritäten und Gruppen ausstrahlten in einer Wirklichkeit, in der sie quasi hospitierten. Dieser Ausstrahlung wegen wurde und werde ich des Öfteren für Einenvonnastasi gehalten, obwohl ich nicht einmal als IM auch nur geworben wurde, heule heule.

Aber das ist Psycho-Club und kann vernachlässigt werden. Auch ist Old Ron dermaßen überspannt, dass er unbedingt einen guten Fick braucht, andernfalls er genial zu werden droht.* – Alles klar, Herr Kommissar!

* Korrekt – fickt Euch selbst! Hä hä. Böse Hobbitse, böse Hobbitse…

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