(… winzige Abenteuer des Kleinbürgers in der großen Welt…)

Es war keiner weiter da. Die Straße war fast leer. Sie kann nur mich gemeint haben. Sie hatte auch kein High-Tech im Ohr oder dergleichen. Es führt ja heute kaum noch jemand Selbstgespräche, sondern spricht meist über eine Freisprecheinrichtung in mittlerweile Mikroformat.

„Tschao!“ sagte das Frollein auf dem Fahrrad. Ich kannte die nicht. Diese plötzlichen „Verabschiedungen“ habe ich auch schon viele Dutzende Male erlebt, zuletzt beim Rundgang mit Sozpäd. Letztere will aber nichts gehört haben, auch klar.

Verabschiedung wovon? Ich sollte wieder irgendwo hinwollen und habe es nicht gepackt? Traumprüfung nicht bestanden? Wer macht das? Warum machen die das? Nichts Genaues weiß man nicht. Aber irgendwie… – kulminiert das. Auch gut, denn 34 Jahre Budenzauber der inszenierten Realität reichen ja nun, zumal ich nicht weiß, wofür ich eigentlich quasi bestraft werde. Bla.

(… inszenierte Realität… es ist faszinierend, unabhängig von Mr. Spock…)

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10 Antworten zu (… winzige Abenteuer des Kleinbürgers in der großen Welt…)

  1. Gisela Schall sagt:

    „Ciao“ ist italienisch. Es bedeutet auch „Hallo“ „Hi“ „Solong“ „Hello“ „Bonjour“, „Salut“

  2. Gisela Schall sagt:

    „Ciao Ronald, una serata piacevole e rilassante per te“

  3. Gisela Schall sagt:

    Es war keiner weiter da. Die Straße war fast leer. Sie kann nur mich gemeint haben. Sie hatte auch kein High-Tech im Ohr oder dergleichen. Es führt ja heute kaum noch jemand Selbstgespräche, sondern spricht meist über eine Freisprecheinrichtung in mittlerweile Mikroformat.

    „Tschao!“ sagte das Frollein auf dem Fahrrad. Ich kannte die nicht.

    ok, ich wiederhole…:…
    Diese beiden von Dir erschrifteten Absätze klingen für mich ungeheuer spannend!
    Toll formuliert.
    Ich möchte wissen, wie Deine Geschichte weitergeht.
    Bitte mehr davon!

    • Herr Koske sagt:

      … das ist ungeheuer cool… das war ein authentischer Bericht, keine Geschichte… das ist es ja gerade… das geht doch gar nicht… (wahrscheinlich schreibe ich doch in einer ausgestorbenen Sprache und merke es gar nicht)…

  4. Moin, hier auf dem Land ist es üblich, jedem, den man auf dem Weg allein trifft, irgendwie eine Begrüßung zukommen zu lassen, und wenn es nur ein Kopfnicken ist. Da gibt es schon manchen, der sich irritiert fühlt, und man fürchtet manchmal, dass er dann auf dich zukommt und fragt: „Kennen wir uns?“ „Weiß ich nicht, könnte sein, aber auch nicht.“ Dazu kommt noch, dass ich mit meinen verqueren Augen die Leute wirklich nicht erkenne, da wäre es doch unhöflich, sie nicht zu begrüßen.
    Früher müssen die Männer auch einen gut trainierten Arm gehabt haben, denn damals haben sie doch auch auf der Straße immer den obligatorischen Hut, oder auf dem Feldweg sogar die Arbeitsmütze,gelüftet bei einer Begegnung. Ich habe das noch erlebt.
    Erst die Amis mit ihren Cowboyhüten haben sich erdreistet, nicht den Hut zum Gruß zu lüften. Hinter der Krempe konnte man die Augen nicht sehen und dann war nicht so leicht zu erahnen, ob das Gegenüber Schießwütig war oder in friedlicher Absicht kam.
    Bla, bla, bla , das Hirn ist ausgetrocknet, ich trage auch keine Hüte oder Kappen mehr.
    Na denn, bis denn.

    • Herr Koske sagt:

      Was hat es zu bedeuten, im Unbewussten, dass ich diesen Kommentar übersehen habe? Äh… – ist nicht nur witzig gemeint, ebenso wie mein Dank für Deine Mühe.

      Ist alles richtig, was Du sagst! Leider beschreibe ich solche Erlebnisse immer nur sporadisch und aus dem Zusammenhang gerissen. Es gab Zeiten, in denen ich mich bemüht habe, und oft habe ich es auch zumindest annähernd gepackt, sämtliche „seltsamen Erlebnisse“ dieser Art zu notieren. Wahrscheinlich bezeichnenderweise kann ich meine eigene Handschrift in diesen alten Kladden nicht mehr lesen (ich habe 99 damit aufgehört).

      Dieses „Tschüß!“ (oder „Äquivalente“) „kam“ viele Dutzende Mal seit 86, als der Scheiß Spuk los ging, und immer schnippisch, scharf, demonstrativ-theatralisch usw. ‚Hast Du das jetzt auch mitbekommen?‘ steckte unausgesprochen „drin“… – Aber wie gesagt: thx für Deine Mühe, „drauf einzusteigen“.

      Das mit Mr. Barbecue (der heißt wirklich so?) ist auch der Hammer. Erstens scheint mir schon lange, dass meine Erlebnisse bzw. „Erlebnisse“ etwas Schamanisches haben (die „Schamanenazubine“ meiner Klangbilder ist gleichfalls nicht nur witzig gemeint, wenngleich es sich auch um meine „parodistische Unterart“ von Anima nach C. G. Jung handelt). Zudem hatte ich öfter schon den Gedanken, dass so ’ne harte Tour wie die von B. vorgeführte meine „seltsamen Erlebnisse“ integrieren könnte. Oder so. Bla. So ’ne Blockhütte wie in „Syberia“ geistert des Öfteren durch meinen geplagten Geist, ach…

      Wünsche schattige Tage, verehrtes Moorweib!!!

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