… ich schwimme halt durchs Leben… *plätscher*… *glucks*…

(… nun hat der, O-Ton vox populi, „bindungslose Psychopath“ wohl wieder ein bisschen Heimweh… ts ts ts – süüüß… solche Überflüge habe ich als Vierkäsebreit geträumt – jetzt sind sie tatsächlich möglich… gehste krachen, Alta… genau – ich war schon immer im Widerstand… *hüstel*…)

***

Was für eine Atmosphäre! Was ist das? Ich kann es nicht in mich befriedigender Deutlichkeit beschreiben, aber ich werde es immer wieder zu erörtern versuchen. Die ganze „Anmutung“, wie es in der Werbung Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation heißt, ist derart intensiv, „leuchtkräftig“ oder wie auch immer, wie ich es in dem Bereich nie erlebt habe, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre.

Ist das das Schöpferische, das im sogenanntem Wachzustand… äh… – nicht ohne Weiteres für mich erreichbar scheint? Hiermit habe ich den traurigen Tatbestand schier zärtlich umschrieben. Ich habe mich ja schon des Öfteren gefragt, wo das ist, was da in den Träumen wirkt, wenn ich am Gerät sitze und ums Verrecken nicht phantasieren kann, sondern wie jetzt nur stupide Berichte berichte. Bla. Jammer, jammer…

Ich bin, Überraschung, in Hütte, und zwar in der alten Ladenstraße. Die ist übrigens bemerkenswert saniert. Wieder kann ich die Frage nicht unterdrücken, warum so was nicht vor der Wende ging. Hat es wirklich an den fehlenden technischen Kapazitäten wie z. B. Baumaterialien, Maschinen usw. gelegen? Bla.

Ich laufe nach Süden, quasi in den Bildern nach rechts. Als ich an der nächsten Kreuzung stehe, der mit der Rosa-Luxemburg-Straße, ist plötzlich Winter und ich stehe bis über die Knie in Eiswasser. Überflutung im Traum könnte auf eine drohende psychotische Episode hindeuten; ist ja ungut, Frau Dr. Anna Lyse! Erstaunlich ist, dass ich im Traum selbst grinsen muss über das komische Bild, das ich abgebe. Einige Passanten sind gleichfalls erheitert und scheinen mich gar anzuspornen. Meist bin ich an solchen Stellen bereits im Traum wütend, weil mir klar ist, dass ich gleich wieder die Prüfung vermasseln werde.

Dazu fallen mir zwei Episoden aus der sogenannten Realität ein. In der ersten Klasse bin ich an einem Sonnabend wegen Ausfall früher als sonst von der Schule nach Hause gegangen. Ein Mitschüler hat mich begleitet, der in der Rosa-Luxemburg-Straße wohnte. Wir überquerten den großen Hof südwestlich von dem in den Bildern und in meinem Traum gezeigten Flachbau. Dort war eine große vereiste Pfütze, deren Tiefe wir unterschätzt hatten. Wir sind im Eis eingebrochen und standen bis zum Bauch im kaltem Wasser.

Etwas Ähnliches habe ich etliche Jahre später erlebt. Wieder einmal wollte mich ein Mitschüler rocken, mich aus der Spur bringen usw., was ich zu diesem Zeitpunkt nicht ansatzweise zu realisieren vermochte. Das Ergebnis war, dass wir im sogenanntem Speisegraben durchs Eis gebrochen sind, der als Ab- oder Zufluss des Kanals dient.

Ich deute bzw. „deute“ diese Traumszene eher im Zusammenhang mit der zweiten Episode. Der ehemalige Mitschüler ist heute bei der Polizei. Der „Budenzauber“ beinhaltet wesentlich Versuche, schon meine geringsten Handlungen sozusagen aufzugreifen, um eine Bindung an eine (Werk-)Tätigkeit zu erzeugen. Da ich in den letzten Tagen vermehrt weltrettend über die Polizei schwadroniert habe, ist die jetzt „dran“.

Diesen Mechanismus, oder wie immer man das nennen mag, habe ich gestern deutlich erlebt. Ich habe einer boardinghäuslichen Nachbarin, die nach Ostarrichi zieht, beim Ausräumen Ihres Apartments geholfen. Ich hatte schon Tage vorher den Verdacht, dass das ein Versuch sein könnte, mich an einen Job als Entrümpler und Möbeltransporteur in eben angedeuteter Weise zu „binden“; den Job macht nämlich mein Mitbewohner. Natürlich habe ich erst mittelkürzlich geschnallt, dass die Frau an der weltweit einzigartigen hohen und höchsten Stätte des Wissens der Jesuiten, an der ich bereits ein sinistres Gastspiel gegeben habe, studiert und ebendort eben jetzt promoviert. So kommt man zu was im Leben, Kontaktmeister K.!

Die legen mich immer wieder rein, ha! Wer „die“ sind? Das versuche ich seit 34 Jahren zu ermitteln, har har. Im Juli sind es genau 34 Jahre. Das muss mir erst einmal Einer nachmachen, ohne hochwertige Smarties usw. Ich weiß auch hier nicht, was „usw.“ heißen soll, aber ich finde es auch hier cool.

Gestern bin ich nun anschließend an die Räumerei und Packerei zweimal an Mönchen vorbei gelaufen worden, die hier in der Nähe wohnen, was ich bis gestern nicht wusste.

Das kam in letzter Zeit auch mehrfach über Mental-Funk, ‚Wenna Angst vorm Leben hat, solla doch ins Kloster gehn!‘ Was für gequirlte Fäkalie! Erstens geht kaum jemand ins Kloster aus Angst vor dem Leben und zweitens und vor allem ist Kloster Gruppe, selbst bei Schweigemönchen. Das wäre ja dann wohl vom Regen in die Traufe, Ihr Vollpfosten nicht hinreichend informierten Kämpfer der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit (DAUKOVIDI) an der unsichtbaren Front.

(… denen hab ichs gegeben, hoho…)

Ist der Kerl echt irre? – Nee nee, ich spiele den Simulanten, har har! – Hält der sich für den Nabel der Welt? Das ist schon wieder Verdrehung ins Gegenteil – ich will den Scheiß ja weg haben!!! Gleichzeitig komme ich mir deshalb nicht nur spießig vor, sondern monströs, weil nicht einmal mehr Wunder mich emotional zu erreichen scheinen. Man versuche sich zudem vorzustellen, dass Einem dergleichen in mehr als drei Jahrzehnten tausende Male widerfahren ist.

Was tun? – Zum Beispiel wieder brav zur Gruppentherapie gehen, obwohl man genau weiß, dass eh‘ keiner wahrhaben will oder kann, dass man nicht spinnt…

(… sagen Sie doch nicht immer „man“, sagen Sie „ich“…)

In diesem Zusammenhang noch einmal der Gedanke, dass zur Erklärung des Budenzaubers weniger Freud und mehr Jung herangezogen werden könnte. Diese Phänomene könnten etwas mit dem kollektivem Unbewusstem zu tun haben, wenngleich sie nicht ganz dem zu entsprechen scheinen, was Jung damit gemeint haben dürfte. Wieder einmal fällt mir ein, dass man endlich das „Rote Buch“ lesen sollte. Natürlich entwickle ich jetzt Größenwahn, indem ich erkläre, mir sicher zu sein, dass mir Etliches darin sehr bekannt vorkommen wird.

Bla. – Die eigentliche „Prüfung“ im Traum ist etwas verwirrend, denn ich will oder soll oder muss aus Hütte raus; ich muss aus zwingenden Gründen, die ich „vergessen“ habe, einen Bus erreichen, der in der Magistrale, der Lindenallee, abfährt. Ich erreiche ihn nicht, indem ich buchstäblich stecken bleibe, nämlich im Morast der Eispfütze. Nicht bestanden, logo…

Tja, ewig grüßt das Murmeltier…

Guten Tag!

Dieser Beitrag wurde unter Budenzauber, Stadtbild, Traumtanz veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.