(… wir Pioniere sind hilfsbereit…) … (… echt jetzt…)

Es hat wer sein Smartphone im Bus liegen gelassen. Ich habe gar nicht darauf geachtet, ob es eine Menschin oder ein Mensch war, wobei ich beiden Berufsgruppen aufgeschlossen gegenüber stehe oder wie man da sagt, *hüstel*.

Nach dem üblichem kurzem Stutzen des sichtbar werden müssenden Spießers, ‚Macht denn Keiner was?‘, habe ich das edle Teil zum Busfahrer gebracht. War wirklich up to date, das Gerät! – Meine Güte, das reimt sich! – Eines der jüngsten Modelle von Samsung und es lag im doppeltem Sinne gewichtig in meiner Hand, boah. Wie mehrfach bemerkt, verfüge ich mitnichten über Güte; das ist nur so ’ne Redewendung, mit der ich vorzutäuschen versuche, das Ohr am Land zu haben. „Ich bin die Puppe Otto/Ich hab‘ das Ohr am Land/Und fütter Euch mit Witzen/Aus allererster Hand!“, „Silly“. Ja, war nich‘ alles schlecht

Eine gute Tat! Kriege ich jetzt ’ne Wohnung? Har har. Magisches Denken, wenn auch sozusagen ironisch gebrochen, das auf „Unerledigtes“ bis in die frühe Kindheit zurück verweist. Dieses Unerledigte ist es auch, was Leute in Stuttgart hat ausrasten lassen. Aber das ist Psycho-Gedöns und kann vernachlässigt werden! Die Technik muss verbessert werden – und prompt kommt ’ne Meldung über Pläne zum Einsatz von KI in der Polizeiarbeit! Ich liebe die Postmoderne, aber auch das ist wieder nur einseitig.

Unten hängt ganz neuerdings ’n Aushang mit dem Hinweis, dass man ab 130 Punkten bei sowon eine Chance auf eine Sozialwohnung hätte. Vielleicht aber hängt der Aushang auch schon länger aus und ich bin nur wieder alters-, persönlichkeits- und störungsbedingt nicht hinreichend orientiert.

Ha, lustich! Na dann – auf und davon, oder? (… ‚Bleib hier!‘, kommt umgehendst per Mental-Funk… war ja klar…) Aber ganz im Ernst bin ich 99 hierher nach M delegiert worden von Mitgliedern des Freudeskreises Anna Lyse und es hatte den Anschein, als könnte ich noch einmal ganz von vorn anfangen usw.; ich habe es vermasselt und es ist vorbei und basta. Was will ich denn hier nun noch? ‚Wo willa’n hin, wo willa’n hin?‘

Ich wollte mir ’ne WG ansehen, die ein freies Dichte- und Darbestübchen gar manierlich annoncieret hat, aber da muss ich mich natürlich quasi an den Dienstweg halten und kann nicht einfach leibhaftig erscheinen, wie ich es heute getan habe. Das Haus gefällt mir; allerdings standen auf dem Nachbargrundstück zween Bürger und hielten gar unartig Maulaffen feil fürwahr; ich war wieder wer oder was, nur nicht Ronald K.

Ach, das war ja schon lange nicht, dass ich als transportabler Container für Übertragungen und Projektionen dienen durfte; es hat mir direkt was gefehlt, Alta!

„Studieren Sie doch Züchologie, wir brauchen männliche Therapeuten!“ Nö, mache ich nich‘, denn das wäre mehr desselben usw. Sowas Arrogantes, kleena Langzeitarbeitslosa, hättättä!

Bla. – Diese „gespaltene Wirklichkeit“ geht mir entsetzlich auf den Zeiger. In der sogenannten Realität fühlt und lässt sich zum Beispiel oder vor allem das Projekt recht gut an, zu dem ich eben jobzentrisch beordert wurde; dies ohne Ironie usw., denn man will mich unterstützen bei der Suche nach einer Werktätigkeit wie Texter oder Online-Redakteur, nicht Tellerzusteller oder Zeitungswäscher usw. Ich bin gespannt, ob ich neugierig bin!

Das zählt alles nicht; die Budenzauberer sind stärker. Heute Nacht wurde mir von einer Notunterkunft geträumt, in der ich einige Nächte genächtigt habe in meiner neurotisch verqueren Variante des „Abenteuer erleben“ Wollens. D. h., die Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) ist schon wieder ganz woanders als reale Menschen in der sogenannten realen Welt…

***

Blubb. – Ich war mir sicher, dass man die Absage der Wiesn rückgängig machen würde, sieht aber nicht so aus, siehe hochwertiges Foto. – Aber was geht mich das an; ich kann von der Kohle für ’ne Mass Bier ’n paar Tage leben; ich gehe da eh‘ nie nich‘ hin, heule heule…

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Natürlich war das mit dem Smartphone ein Zeichen. Ich hätte ran gehen müssen, dann wäre ich in eine Gemeinschaft aufgenommen worden usw. usf. Das meine ich gar nicht nur witzich – so entsteht Literatur, unter anderem, indem man solche „kleinen“ Beobachtungen und Erlebnisse aus- und fortspinnt usw.

Allein, der Budenzauber zeichnet sich dadurch aus, unter anderem oder vor allem, dass Littratuhr quasi direkt in Wirklichkeit transformiert wird, nicht in Text; das ist in der Tat ein sehr subtiles Schreibverbot.

Wem soll ich so was erzählen? – Ja, meinem Weblog, hähä…

Bla.

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