„Gut, der Himmel ist verschnürt. Aber beim Gehen stört das nicht.“*

Man kann gegen das Internet sagen, was man will, und man sagt das auch, denn wir sind ein freies Land, aber ich bin immer wieder überrascht, dass es selbst jemanden wie mich immer wieder total aus den Depris holen kann. Eben habe ich zufällig mitbekommen, dass der diesjährige Bachmannpreis an Helga Schubert geht. Zu meiner Verblüffung, nicht sarkastisch usw. gesagt, hat mich das umgehauen, um neuerlich H. Caulfield zu zitieren. Diese Preisverleihung ist mindestens eine Art späte Korrektur solcher Lehr- wie Leersätze wie dem über die Nichtexistenz einer gesamtdeutschen Literatur. Ich würde sogar sagen, ich hätte mich gefreut, wenn ich mir nicht mit einiger Berechtigung kaum trauen würde.

(… korrekt – der erstaunlich reflektierte Kleinbürger fühlt sich neuerlich am Großem und Ganzem beteiligt, ha… umgehend kam denn auch von der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit [DAUKOVIDI] per Mental-Funk: ‚Das gibt es nich‘, jetzt willa die Schubert angehen!‘… gute Arbeit, von wem auch immer, wie ich wiederholt angemerkt habe und immer wieder anmerken werde… ich schreibe das, was ich hier schreibe, um dieses gruselige Schreibverbot wenigstens ein bisschen zu durchbrechen… in Ausübung meiner Lieblings-Sportart Trittbrettfahren bilde ich mir jedoch ein, gezwungen zu sein, darauf zu verweisen, dass H. S. diese Autorin ist… alles ist vernetzt fürwahr, ach…)

***

Da ich aber gerade bei Versuchen bin, freundlich-konstruktiv zu bloggen, hier noch ein Beitrag in dieser Richtung, Schleichwerbung für Heimwerkergeräte enthaltend (ca. 01:51), *hüstel*…

* Helga Schubert, „Blickwinkel“, Aufbau 1984, 3. Auflage, Seite 8.

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2 Antworten zu „Gut, der Himmel ist verschnürt. Aber beim Gehen stört das nicht.“*

  1. Herr Ösi sagt:

    Um die Bohrmaschine sind die Damen und Herren nicht zu beneiden… wohl aber für ihre Beweglichkeit… 😉

    Ist manchmal ein Kreuz mit meinem Kreuz!

    • Herr Koske sagt:

      … das isses ja – ich kriege schon beim Zukieken Gelenkschmerzen… trotzdem: im nächsten Leben werde ich nicht wieder Bewegungsidiot…

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