(… Egon Olsen war ja auch „senil-konfus“…)*

… kurz nach dem Aufwachen kommt per Mental-Funk: ‚… weilla senil is‘!…‘

Da habe ich echt Schiss davor, dass ich an Leute kommen könnte, die… – sagen wir, „psychische Eigenheiten“, die ich schon immer hatte, als gerontopsychiatrisch relevant wahrnehmen könnten. In einem der, nicht ironisch gemeint, mittlerweile erfreulich zahlreichen Bücher über Langzeitwirkungen von Traumatisierungen habe ich diese Gedanken gelesen. Ich glaube, es war ein Buch der, wiederum ohne Ironie gesagt, verdienstvollen Frau Bode. Es ging um etliche Senioren, die in entsprechenden Einrichtungen als verwirrt galten und medikamentös „beruhigt“ wurden. In Wahrheit aber haben sie das hoch Kommen der jahrzehntelang durch Ackern, Ackern, Ackern verdrängten traumatisierenden Erlebnisse erlebt, weil sie endlich im wörtlichem und im übertragenem Sinne den Raum dazu hatten.

An ein konkretes Beispiel erinnere ich mich deutlich. Eine Seniorin hatte regelrechte Flashbacks und dadurch mental Zugang zu Szenen, die sie völlig „vergessen“ hatte; zum Beispiel, wie sie als Kind mit Ihrer Mutter unter Tieffliegerbeschuss über ein Feld geflüchtet ist usw. Sie konnte es gerade noch verhindern, mit hochwertigen Produkten der pharmazeutischen Industrie sediert zu werden.

Ich will damit sagen, dass ich keineswegs paranoid bin mit dieser Angst, siehe eben oben, unter wohlmeinende Fachkräfte zu kommen. Ich hoffe, dass ich den Arsch in der Hose habe, in einer derartigen Schieflage dem Beispiel Herrndorfs zu folgen und mir die Kugel zu geben; das ist zwar eher unwahrscheinlich, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Dann heute wieder zweimal diese sozusagen anti-traumatherapeutischen Interventionen, die ich schon mehrfach zu beschreiben versucht habe. Ich „drohe“ in „eigene“ Bilder zu gleiten, wie es wohl jeder im Halbschlaf im Übergang zum Schlaf kennt, und werde heftig „aufgescheucht“.

Einmal hat mich eine junge Frau in ein Café eingeladen. – Ha! „Können Sie mir etwas Geld leihen, damit ich sie zum Kaffee einladen kann?“ Romantik in der Unterschicht, gnihi. – Dann habe ich jemandem einen Weg gezeigt, der durch ein Stadtquartier mit Misch-Bebauung aus Gründerzeitbauten sowie „alten“ und eben im Bau befindlichen Neubaublocks führte. Der Weg führte buchstäblich ins Freie – und natürlich wurde ich aufgeschreckt und aufgeweckt, hier durch eine Art Knallen. Im Café „rumste“ es regelrecht.

Wer macht das? Wie geht das? Das „geht“ seit 34 Jahren; im Juli sind es genau 34 Jahre. Bla. Selbstsuggestion? Wie soll das gehen? Und zu welchem Zweck?

Warum ich so was aufschreibe? – Ich muss irgendwo damit hin, heule heule heule… Es hat sich im Laufe vieler Jahre als wenig erfolgversprechend erwiesen, diplomierten und promovierten Fachleuten mit so was zu kommen; die wollen oder können nicht kapieren, dass ich weder krank bin noch den Simulanten spiele und offenbar haben Einige gar nicht zugehört. Das berechtigt mich nicht dazu, nach Komasaufen Scheiben einzuschmeißen – aber ich meine ja nur… Bla.

PS: Stuhlgang heute sehr gut.

* Egon Olsen. Gnihi.

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