Theoriebildung als Symptom schizoformer Störungen (?), Teil x+1

Zwei Gedanken; ich muss sie schnell fixieren, sonst sind sie wieder weg wie schon viele, viele Gedanken, ach ach.

Schon sehr lange glaube ich, dass bestimmte, angeblich nie zu realisierende „Grenzüberschreitungen“ wie etwa Unsterblichkeit, Überlichtgeschwindigkeit usw. irgendwann sozusagen durch die Hintertür umgangen werden, indem eine Lösung gefunden wird, auf die man heute noch gar nicht kommt, weil sie außerhalb des Wahrnehmungsvermögens liegt, mit heutigen Begriffen nicht zu erfassen ist usw.

Hier wieder der Hinweis, den ich altersbedingt wiederholt angebracht habe, dass sich nicht allzu lange vor der vorletzten Jahrhundertwende Leute lustig gemacht haben über Versuche, mit Geräten, die schwerer als Luft waren, fliegen zu wollen. Es waren nicht englische Bauern, die mit Pferdeäpfeln nach Lokomotiven geworfen haben, sondern erfahrene Ingenieure und Hochschulprofessoren.

Wenige Jahre später sind die ersten Flugzeuge erfolgreich gestartet und gelandet. Will sagen – ich wäre vorsichtig mit Aussagen etwa des Inhalts, das und das ginge nicht und nie… Ich glaube, dass alles, was im menschlichem Gehirn als Vorstellung existiert, in der sogenannten Realität existieren kann; wenn nicht hier, dann irgendwo im Universum, wenn nicht jetzt, dann irgendwann dortselbst. Bla. Was hier wieder eine Rolle spielt, ist Psycho-Club; es geht um Positionen, um Prestige, um Macht usw., und sei es auch „nur“ Macht in Gestalt von Deutungshoheit.

Wenn man die wesentlichen „Inhalte“ von Identität nun an die Kinder weitergeben könnte gewissermaßen durch Upload in deren Gehirne, auf deren Wunsch und auch immer wieder löschbar, und dies dann immer weiter bis zu den Kindeskindern und deren Kindern usf., wäre das doch aber in gewissem Sinne Unsterblichkeit… (?)

Ja, das ist ein Plot für eine SF-Story, und ich schreibe sie nicht. Mir ist durchaus klar, dass sehr wahrscheinlich auch diese Idee schon jemand vor mir hatte, heule heule.

(… alles Ausreden, fauler Sack… – weiß ich doch schon… hättättättättätä…)

Ausgelöst wurden diese Überlegungen durch intensive Lektüre von „Perry Rhodan“. Ja, das ist „U“, nicht „E“ – na und? Ich habe lange nicht mehr so lange intensiv gelesen – und mich lange nicht mehr so gut gefühlt. Was da 1986 passiert ist, war das heraus geworfen Werden aus der „Neurose“ weniger als Symptomatik, sondern als überhaupt lebensfähig machende Kompromisslösung, auf die schon Freud verwiesen hat, worauf ich erst höchstens einundzwanzig Mal verwiesen habe.

Außerdem – die Grundhaltung in dieser „Trivialliteratur“! Ganz anders, enthusiastischer, optimistischer, menschenfreundlicher usw. als alle diese postapokalyptischen Meister-Mythen in Filmen und Games, die momentan auf -zig Kanälen heran drängen.

Ja ja, das ist das Alter – ich komme nicht mehr mit, *hüstel*…

Der zweite Gedanke betrifft dieses sogenannte ewige Wachstum, das derzeit durch Coronifizierung ausgebremst wird, also auf eine Weise, auf die auch keiner gekommen wäre. Was, wenn auch das mit Psychopathen zu tun haben könnte? Man liest immer öfter, dass diese keineswegs nur in Gefängnissen zu finden wären, sondern auch oder gerade beispielsweise in Vorstandsetagen; mittlerweile droht auch diese Wahrnehmung zum Klischee zu werden.

Auch dieses „Umdeuten“ eines Defizits oder Defekts zu einer Stärke und einem Vorzug usw. beschäftigt mich seit Langem. Psychopathen sind, vereinfacht gesagt, unfähig mitzuschwingen mit anderen Menschen insbesondere in Gruppen. Vor allem dieser „Defekt“ wird nicht nur vom Betroffenem selbst, sondern auch oder gerade von Anderen umgedeutet zur gewissermaßen perfekten Autonomie als unerreichbar separiert „selbstständige“ und „unabhängige“ Person.

Könnte daraus dieses ewige Wachstum als Versuch asymptotischer Annäherung an eine Vollkommenheit resultieren, die, wie eben angedeutet, gar keine ist?

Bla. – Ja, ich bin größenwahnsinnig, ich will die Welt retten usw. – Nee, ich wollte nur kurz meine Gedanken notieren, und hiermit hätte ich nun notiert, zefix!

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