(… der Traum ist das Leben, Leben ist Traum…)

Siehe auch hier… Fürwahr eine sehr ungewöhnliche Konditionierung in der ersten sozialistischen Stadt, allein, es handelt sich um Überbleibsel der alten Gesellschaft, die wir im Zuge unserer gesetzmäßigen Entwicklung überwinden werden. – Und wenn wir nicht gestorben sind, überwinden wir immer noch, har har. – Ja, auch der Humor kommt nicht zu kurz in unseren Diensteinheiten, was, Nossinnunnossn?!

… *hüstel*… da ist viel Wut, da ist viel Wut – bringen Sie das in die Gruppe… versuche ich doch, ich gehe wieder jeden Mittwoch zum Freudeskreis Anna Lyse, obwohl ich befürchte, dass die mir auch nicht aus dem Budenzauber heraus helfen können… andererseits – die knapp zwei Stunden Gruppe bewirken bereits was… bla…

Man sollte Foucault lesen, ganz am Rande von einer Randfigur bemerkt! Ich habe nämlich endlich angefangen, diese Liste abzuarbeiten. Ich hatte vermutet, wie poetisch, in eine Fundgrube gefallen zu sein, war dann aber dennoch angenehm überrascht.

(… das hatte ich schon mal, aber – wenn es doch passt… ph…)

Es könnte sein, dass bei Foucault was für mich dabei ist. Ein Aha-Erlebnis allerfeinster Güte, wie ich es bei der Lektüre von Sloterdijks „Scheintod im Denken“ erlebt habe, lässt sich vermutlich nicht bewusst anstreben; das sind so Stern-Minuten, nich’…

Aber! Seit etlichen Monden geht dieser Gedanke in mir um, dass Altenheime, Kinderheime, therapeutische WGs usw. eben nicht zuvörderst für Alte, Kinder, Therapie-Klienten usf. gedacht und gemacht wären, sondern erst einmal für die in dieser Lebens-, weil Arbeitswelt Berufstätigen.

Da geht es ja schon los, denn viele Leutinnen und Leute scheinen gar nicht zu realisieren und auch gar nicht schnallen zu wollen, dass Arbeitswelt Lebenswelt, weil Arbeitszeit Lebenszeit ist. Das sind dann natürlich die Leutinnen und Leute, die Personinnen und Personen wie mir Faulheit unterstellen usw. Bla.

Ich habe den Verdacht, dass der eben oben angedeutete Sachverhalt ein bisschen mit dem zu tun haben könnte, was Foucault mit den vielen sozusagen parallel laufenden Diskursen meint. Oder so ähnlich… Ich habe gerade einmal ein paar Appetithäppchen eingedreht, ich sollte und müsste das vertiefen!

Süüüß! – Nun aber wieder zu den Traumen und Träumen des K. aus E.!

Zunächst sitze ich in einer Art Klassenraum, der aber keinem der vielen Klassenräume gleicht, die ich in dem Bereich tatsächlich erlebt habe, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Allerdings sitzt links neben mir ein Mitabitourist, den ich überhaupt nicht neben mir erwartet hätte und neben dem ich auch in der sogenannten Wirklichkeit nie gesessen bin. Die Atmosphäre ist überraschend freundlich, aber irgend etwas fehlt, irgend etwas packe ich wieder nicht.

Dann, wie nicht anders zu erwarten, wieder der Versuch, eine Bindung an eine Arbeit zu erzeugen. Wie machen die das? Wer macht das? Im Juli sind es 34 Jahre, in denen fast in jeder Nacht versucht wird, mich durch derlei sinistre Traumprüfungen an eine (Werk-)Tätigkeit oder eine Personin oder Person zu binden. Oder ist das ein Selbstregulationsmechanismus in meiner ollen ominösen Omme? Letzteres wäre echt der Oberhammer, aber nichts Genaues weiß man nie nich’…

Heute wieder etwas mit Tellerwäscher. Ich bin in einer Großküche und zu meiner wütenden Erheiterung geht jedes Mal eine an der Decke angebrachte Dusche an, wenn ich einen Lichtschalter tätige. „Wütend“, weil ich schon im Traum merke, dass ich wieder nicht das der Situation Angemessene, Selbstverständliche, offenbar für jederfrau- und mann, nur für mich nicht leicht Zugängliche gebacken bekomme. Der Schalter befindet sich an einer dieser Trennwände, wie sie für Großküchen typisch sind; unten aus grünlich lackierten Sperrholzplatten und oben aus Fensterglas in gleichfarbig lackierten Rahmen.

Diese Gruppierung des Traum-Personals in einer Haltung der Erwartung, dass ich dieses für jedermann Selbstverständliche endlich packen würde, ist in diesem Traum bis ins Groteske übertrieben. Überall in der Küche stehen Grüppchen von Leuten, die mich regungs- und wortlos mit dieser Erwartung ansehen. Äh… – Überraschung! – nicht bestanden.

Es könnte sich ganz übrigens um die Küche der ehemaligen Mehrzweckgaststätte „Club am Anger“ in Iron Hut City handeln, aber das nun wirklich am Rande.

Über dieses Lokal neuen Typus habe ich einmal in einer Phase der Maupassant-Lektüre eine „Satire“ zu schreiben versucht. Ich habe diverse Schriftsteller sozusagen im Block durch genommen und bin dann wochenlang z. B. im Feuchtwanger-Rausch einher getappt; mit den Legionen unter Titus vor dem Tempel usw., wie es für Antisemiten halt typisch ist.

An eine Formulierung erinnere ich mich fast wörtlich. „… wo gestrandete Familienkapitäne hinter Gardinen mit dem Charme symmetrisch durchlöcherter Fußlappen scheußliches Bier verzehren…“, hieß es in etwa in meinem Mampflet. Ja, war nicht alles schlecht! Ja, ich war damals schon ein charakterbescheißendes Nestschwein!

Andererseits ist das „scheußliche Bier“ heute der absolute Bringer, Alter! Die Brauer brauen gar Badebier und Mord und Totschlag und kredenzen dergleichen in aller Welt! Mein Command Center ist auch bereits unterrichtet…

Tja, das is‘ Dialektik, Nossinnunnossn!

Damals aber habe ich auf etwas hin geschrieben; jetzt ist nix mehr an Hoffnung, Erwartung, Horizont usw. Heule heule heule…

Aber diese Formulierung „Gardinen mit dem Charme symmetrisch durchlöcherter Fußlappen“ hat was, oder? Ich meine, ich war 13 oder so und hatte noch kaum hoffnungsvolle Zukunft hinter mir… Hier zeigt sich doch schon früh der steile Stilist oder so ähnlich?!

„Opaaa?!!! – Dein Blasentee!“

Im Traum bin ich des Weiteren erheitert von meinem Versuch, eine Art Gebinde (?) anlässlich eines offiziellen Anlasses (?) anzufertigen. – Lulav (als ganzer Strauß)? Gnihi (?) Es ist ein Ast (?) mit Weintrauben (?) dabei. – Jedenfalls fällt das Gebinde einfach so auseinander und herunter, weswegen sich jeglicher Hinweis darauf erübrigt, ob ich bestanden hätte…

So vergehen die Tage bzw. Nächte, die auf Erden mir gegeben sind! Nun gehet hin, meine Kindlein, und frevelt fürderhin nicht länger!

Bla. Amen. – Tandaradei!

PS: Natürlich sollte ich, anstatt dieses Getippsels, wieder etwas wollen und habe es nicht gepackt; ‚Einfacher Arbeiter!‘ kam per Mental-Funk. Das ist aber nun wirklich ’ne Überraschung, Alter!

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