(… manchmal kann ich plötzlich ’n bisschen Englisch…)

(…*hüstel*… – wie mehrfach schier spielerisch eingeflochten, ist dieses Hüsteln persönlichkeits-, störungs- und altersspezifisch, nicht jedoch Ausdruck und Ergebnis persönlicher Coronifizierung; wir bitten um Unverständnis…)

Tja, es geschehen noch… – hier nun aber entfaltet sich, oder so ähnlich, ein sehr subtiler Kommunikationskonflikt!

Der Herr sagte, er würde hier geflissentlich hinein sehen, und das sollte mich eigentlich freuen, aber ich blogge ja total verknallt in Ana Chron-Ismus fossiler Weise für imaginäre Freunde…

Egal! Jedenfalls hatte ich gestern ein Gespräch zwecks Wiedereingliederung in das Arbeitsleben und es geht noch was, Alter, und wenn ich jetzt schreibe, dass dieses Gespräch gut war, ist das Schleimerei, weshalb ich es durchaus unterlasse, dergleichen zu notieren.

Es hat sich was getan; es geht nicht mehr nur darum, Leute in Branchen zu drücken, in denen Leute gebraucht werden. Aber genug davon – das Ganze war unverbindlich, so dass ich es gut ertragen konnte, und in der nächsten Woche habe ich wieder einen Termin und ich bin gespannt, ob ich neugierig bin.

Der Herr hat mich auf diese Frau verwiesen, siehe Video, gnihi; das sagt ja schon was. Auch bin ich dem Herrn dankbar, dass er nicht mit Harald Sch. angefangen hat. Sorry, aber man wird das ja wohl noch sagen dürfen! Nachher im Laden unten haben die schon wieder so geguckt – was’n das für’n Teil?! Kurzum, das Übliche. Ich verstehe das ja; ich verstehe überhaupt alles, es hat nur niemand nie nichts davon oder so ähnlich.

Nein, ich mache kein Kabarett; dass das Fach der komischen Alten an allen Spielstätten besetzt ist, habe ich ja auch erst höchstens siebenundzwanzig Mal angemerkt.

Aber es ist auffällig, dass in den USA viele Comedians schöne Frauen sind! – Kann man das sagen oder ist das wieder machistisch? Drauf defäkiert! Zum Glück bin ich ja gerade wieder ein bisschen schwul! – Etliche heißen Sarah, ganz unverwandt. Vor einigen Monden bin ich z. B. zufällig (?) an Sarah Silverman gekommen. „Ich bin Polizist, ich trinke jeden Morgen ein gutes Glas Dünnschiss!“ Frau S. parodierte hier einen Cop, der mit ihrer Freundin rum zu machen augenfällig anhob, während sie, immer Frau S., mit der Freundin doch Cookies backen wollte, gnihi.

Ja, auch die Reichen und Schönen haben Probleme, ach, und fühle ich mich nun druckvoll angeregt, an meiner sozialen Position zu arbeiten, um in die Unterschicht aufsteigen zu können!

***

Vorgestern aber ist meine Bezugspersonin wieder einmal mit mir Gassi gegangen, rrrrr. – Sie hört das nicht gern, dass ich den Sachverhalt derart ausdrücke, zumal auch ihre Kolleginnen mit den Boardinghäuslern oft im hoffnungsvollem voran Schreiten reden und nicht im Büro, aber ich bin gerade wieder voll im Widerstand, boah! Alles junge Frauen, die meine Töchter oder gar Enkelinnen sein könnten und hier den Laden schmeißen, dass Du ’n Auge schraubst, Alter, und ich bin angeblich 58 und weiß immer noch nicht, was ich auf dem drittem Planeten des Systems nun eigentlich soll. Beschämend, Herr K., echt!

(… da waren es nur noch 19, hihi… 18 einzelbetreut Wohnende sind bereits aus dem Boardinghaus ausgezogen, in dem ich das bis hierhin Getippte getippt habe und das zum 31. 12. dicht macht, worauf der Hausbesitzer sanieren lässt… wenn ich bedenke, und das tue ich zuweilen dynamisch unerschrocken, dass erst ein Dritteljahr vergangen ist seit der Ankündigung der Schließung des Hauses, schleicht der Gedanke durch meine Gehirngänge, oder so ähnlich, dass vielleicht auch ich noch eine karge Klause in M. zugewiesen bekomme… süüüß… die meisten Ausgezogenen haben nämlich Wohnungen gefunden, und eine Nachbarin habe ich bei der Besichtigung begleitet und war mindestens so gewissermaßen positiv geplättet wie sie… außerdem habe ich festgestellt, dass ich mich doch für Andere freuen kann, und das ist ja auch schon was, nich’… bla…)

Und da kam „Tschüß!“, von einem Frollein im Gedränge. Das habe aber nur ich gehört, meine Begleiterin nicht. „Tschüß!“, wie damals, 86, von der Jugendfreundin aus der Prignitzer Prairie. Ich verabschiede Dich endgültig in Dein banales Leben in der Spur? Nagibins Gustschin, der dann doch wieder, mit einem seltsamen Laut, umkehrt, als er endlich im Begriff ist, aus der Spur zu kommen? Ach – fuck!

Ich habe nämlich schon wieder völlig „vergessen“, dass ich im Institut für Soziologie der LMU durchaus leibhaftig erschienen bin und eigentlich… ja ja… Eben, vergiss es! ‚Einfacher Arbeiter!‘

Wie gespannt bin ich sehr gesagt, was bei der gestern begonnenen Maßnahme heraus kommt; ich habe Lebenslauf und Zeugnisse gemailt und werde next week wieder antreten. Ich muss da hin, sonst muss ich mit Sanktionen rechnen; aber wie gesagt – es lässt sich recht gut an…

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Ich habe den Dreh nun endlich raus, nach etlichen Monden. Die Zubereitung meiner veganymedizinischen Naturheilmittel in Gestalt von Hauptmahlzeiten gestaltet sich etwas aufwendig, weil ich z. B. das Sojageschnetzelte erst in Gebrüsemühe kochen und quellen lassen muss, bevor ich es „ganz normal“ zubereiten kann. Aber ich habe jetzt eine Art „Marinade“ entwickelt, in die ich die Schnetzel oder Medaillons sozusagen einweiche; Ketchup, Tomatenmark- bzw. Euro, Senf, Agavendicksaft und alle möglichen Gewürze sowie Kräuter.

Allein, ich menge das so lange zusammen, bis es den Geschmacksknospen in meinem Gierschlund behagt, lasse dann das Soja-„Fleisch“ darin ziehen und brate es „richtig“, d. h., bis es kross ist und sogar ’n bisschen angekokelt. Wenn ich das derart verzehrfertig Erhitzte jemandem ohne Kommentar vorsetze, denkt der echt, er würde etwas ungewöhnlich gewürzte Fleischbatzen zwischen seinen Kiemen zermalmen, hihi. Ich fand gestern gar, dass das, was ich da wieder angerichtet hatte, besser schmeckte als Stücke vom toten Tier, ha!

(… ich habe nämlich letztens quasi gelogen, als ich meinen urst starken Joke postete, auf jede anständige Tastatur würde ein wenig Ahornsirup gehören… kennt noch jemand das Wort „urst“… das ist auch aus den, ach, güldenen 80ern, als die Welt noch so schön übersichtlich gegliedert war in Freund und Feind usw…. was hier „usw.“ heißen soll, weiß ich auch nicht genau, aber es klingt irgendwie gut… es war gar kein Ahornsirup, es war Agavendicksaft… wie aber komme ich auf Ahornsirup… ich sehe mich, im Unbewusstem, als Sheriff in Indiana… alles klar…)

(… „Das dazu!“, wie Diplomlehrer M. immer zu sagen pflegte, worauf er eine subtil seine Autorität untergrabende Kniebeuge andeutete…)

Überhaupt wird mir ganz leicht schummrig, kein Quatsch, wenn ich mir die unzähligen Packungen Rotwurst auch nur vorzustellen versuche, die ich zuletzt eingedreht, bevor ich mich auch fresstechnisch vom Mainstream verabschiedet habe. Das war coole, igitt, unbewusste Aversionstherapie, durch die meine Abneigung gegen Fleischmatsch derart gesteigert war, dass mir die Umstellung auf Essen mit keinem Tier drin leichter fiel.

(… jetzt habe ich mal was Gutes über mich gesagt und sogleich wird ein Blitz hernieder fahren, wird er nicht… kleine Übung im englischem Fragesatz, korrekt… hä hä…)

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