Fast das Übliche, aber nicht ganz…

Ankommen, Landen, nach Hause kommen. Symbolisch, im Sinne von Frau Meta Forisch, versteht sich. Darum geht es wohl, wenn fast jede zweite Traumszene in Iron Hut City spielt. Seltsamerweise scheint das schwer zu vermitteln, aber ich finde das eindeutig. Danke, liebste Traumsender; knutsch die Kimme!

Heute war ich etwa hier, ein paar Meter nördlich des Schriftzugs „Landbäckerei Meyer“ auf der östlichen Seite der Lindenallee. Da spielten aber nur zwei Szenen; viele andere habe ich vergessen bzw. „vergessen“.

Eigene hochwertige Aufnahme. Die „Traumpflanzung“ hat rechts vom vorderen Baum statt.

Ein etwa dreißigjähriger Mann gräbt in eine etwa einen Meter hohe Pflanzschale fast am Straßenrand eine Art „Blumen“-Gesteck ein, das aus kunstvoll verknüpften Wurzeln und aus, gnihi, Möhren besteht; deswegen die Anführungsstriche. Natürlich kann ich mir nicht verkneifen, ein blödes Witzchen zu machen. Ich sage etwas in der Art, dass man, wenn denn einmal Schnee fallen würde, die Möhren gleich für einen Schneemann am Straßenrand nutzen könne. Der junge Mann geht darüber hinweg. Frau Doktor Anna Lyse würde sagen, er hätte die Abwehrformation Ironie ignoriert, *hüstel*. – Korrekt, ich sehe mich wieder als Gruppentherapeut, im Unbewussten, furchtbar!

Ich erwähne des Weiteren kurz, dass vorher, in einer früheren Traumsequenz, ein paar Schritte weiter östlich eine Frau einen ähnlichen Pflanzversuch unternommen hätte, allerdings hätte das „Gesteck“ Erdbeerpflanzen enthalten.

Das könnte ein Tagesrest sein. In der Lindenallee stand 2014 eine Art kleine Obstverkaufshütte in Form einer Erdbeere, aus der, surprise, Obst verkauft wurde. Allerdings hatte das, wenn ich mich recht entsinne, weiter südlich statt, an der Ecke Eichendorffstraße. – Das Kurzzeitgedächtnis lässt im Alter nach; steht im Internet.

Sehr ungewöhnlich ist die sehr freundliche Atmosphäre in allen Traumsequenzen. Die macht mich eher misstrauisch als froh, was gleichfalls jedermann überraschen muss. Daher kann ich nicht sagen, ob ich die gewissermaßen eingefaltete Prüfung bestanden habe. Ich vermute aber, noch eine Überraschung, dass ich sie nicht bestanden habe, heule heule…

Ich sehe diese Traumprüfungen nicht als von meinem Hirn produziert, sondern als von irgendwoher gesendet, worauf genauer einzugehen ich hier unterlasse. Dennoch und erst recht – „Faszinierend!“, wie Mr. Spock sagen würde, und völlig zu Recht.

Vor allem erlebe ich immer wieder, in fast allen Träumen, diesen „Effekt“, dass alle diese Szenen, die ja an in der sogenannten Realität tatsächlich existierenden Orten spielen, weitaus intensiver, leuchtkräftiger usw. sind als alles in der sogenannten Realität Erlebte.

Was soll das? – „Wer hat sich das ausgedacht?“ (Nina Hagen, Vokalkommunikatorin).

***

Bla. – Im Friedrich-Wolf-Theater hat meine Abiturklasse brilliert mit einem Sketch aus meinem Füllfederhalter. Das Bemerkenswerte war, dass ich den Beitrag buchstäblich auf den letzten Drücker zusammen gehauen habe, einen Tag vor dem Auftritt, sonst hätte man mich in Verabfolgung von Klassenkeilen womöglich zusammen gehauen, weil unsere Klasse sonst überhaupt nicht am Theater-Wettbewerb aller Schulen der Stadt hätte teilnehmen können.

Ich weiß noch den und meinen ersten Satz. Ich spielte einen spießigen Papa, und das passt ja immer, denn entsprechende Übertragungen kriege ich immer wieder übergebügelt, dessen 16jährige Tochter schwanger ist und dies schöne Malheur den Alten jetzt irgendwie verklickern muss.

(„Pinterest“)

Das Thema war durchaus passend. Ich war immer wieder verblüfft, wenn etwa in Jugendzeitschriften darüber diskutiert wurde, ob Schüler sich auf dem Schulhof knutschen dürften, wie man mit den „Raucher-Ecken“ umgehen sollte usw. An meiner Schule gab es eine ganz offizielle Raucher-Ecke für Nikotinisten ab 11. Klasse. In jedem Jahrgang gab es junge Mütter, bei deren Erscheinen manchmal ein Lehrer begeistert aus dem Klassenraum gerannt ist, um sich das Baby der Schülerin anzusehen, die eigentlich gerade in seinem Unterricht hätte sitzen müssen. Eine solche Szene habe ich selbst erlebt; ich war nicht der Vater, har har. Ich hatte wahnsinniges Glück mit Schulen und Lehrern; völlig unverdient, denn das hat alles nix gebracht, weil ich, vox populi, ein bindungsloser Psychopath bin. Im Auge behalten!

Egal! Ich saß da zunächst allein auf der Bühne als der Spießer, der ich ja bin, entfaltete eine Ausgabe des Bezirksorgans der SED und deklamierte im Ton eines antiken Tragöden: „Diese Zeitungen sind besser als die besten Abführmittel!“ Zu meiner Verblüffung brüllte das Publikum vor Lachen. Das Eis war gebrochen; trotz Texterstellung- und einübung in letzter Minute spielte sich das Stückchen wie von selbst und wir haben den ersten Preis gewonnen…

Hammer, Alter! Das war eine „Sternstunde“ – die gab es, ach! Ich bin sichtbar geworden, im metaphorischem und hier sogar im wörtlichem Sinne – und dann bin ich wieder versunken…

‚Jammerta wieda seiner verlorenen Jugend hinterher!‘ Das kam jetzt nicht als Rückmeldung per Mental-Funk, kam aber schon des Öfteren und kommt wahrscheinlich auch wieder. Nee, liebste Budenzauberer – kann ich gar nicht, ich hatte keine Jugend, heule heule… Es gab nur diese paar Momente des „Auftauens und Auftauchens“, und eben immer unter Druck, bla.

Eine weitere meiner Ideen bzw. „Ideen“, die ich schon vor Jahrzehnten hatte. Das FrieWoThe hatte schon immer ’ne gute Ausstattung, aber kein eigenes Ensemble. Wenn man ein solches zu gründendes jetzt mit der in E-Stadt zu gründenden Brandenburgischen Fachhochschule für Kunst und Medien „kombinieren“ würde, hähä…

Lasst Old Ron doch die kleine Freude, er tut doch niemandem nie nix! Meistens. Ich fürchte, ich werde in den nächsten Monden eine Art Konzeptpapier aufsetzen und an „Befugte“ senden. Mehr als begrinst werden kann ich nicht und das ist mir Wurscht. Zu meiner Verblüffung habe ich nämlich aus Hütte ’ne Antwort auf eine vor Monden abgesandte Wohnungsbewerbung bekommen. Okay, die Bewerbung wurde abgelehnt, allein – es gibt mich, ha…

Zum Abschluss noch ein großer Löffel Zynis-Mus. Die Schulzeit hat den Zweck, durch zwangsweise Einbindung in über Jahre hinweg gleiche Gruppen die schlimmsten Auswirkungen sogenannter Erziehung so weit zu kompensieren, dass der Absolvent halbwegs lebensfähig ist; das mit der Wissensvermittlung ist sekundär.

(… Klassenkeile, Klassenkeile…)

(… Herr K. – Sie projizieren… ja ja…)

***

Was jedoch ist neu in der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit (DAUKOVIDI) der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ)? – Nichts. Oder kaum was. Ich sitze den ganzen Tag am PC und sehe Pornos (?)*; ich sehe nicht ein, dass ich völlig unbegabt bin; ich will nicht arbeiten, weil ich Abitur habe usw. usw. usf.

‚Was willa denn hier nu‘ noch?‘‚Hau hier ab!‘‚Bleib in München!‘‚Er will wieder hierbleiben!‘‚Gibta an, dissa Hallus hat!‘… Wie gesagt, Koans sind ’n Scheißdreck dagegen.

PS: So. Jetzt habe ich mit 1129 Wörtern meine Pflicht erfüllt und muss noch in die Drogerie. Apropos Toilettenpapier! Irgendwo habe ich gelesen, in einer seriösen Quelle, dass man bei gesunder Ernährung kein Toilettenpapier benutzen müsste, da beim Absetzen des Kotes die Rosette nicht beschmutzt würde. Das ist… äh… interessant, bilde ich mir ein.

* Das würde ich gar nicht aushalten, weil die Pornos oft… ähm… – dringend der Postproduktion zu bedürfen scheinen. Die meisten Frauen, die da darstellen, glauben sich den vorgetäuschten Orgasmus nicht einmal selbst. Wie immer gibt es Ausnahmen von der Regel, zum Beispiel dieses Angebot, bei dem man sich fragt, ob das überhaupt noch Pornos sind. – Nein, ich sehe mich nicht, im Unbewussten, als Nachfolger von Wilhelm Reich; thx, folks!

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