Vom Bedürfnis, Wolfgang Pauli anzurufen*

Heute Nacht gegen 00.30 Uhr ist mein Monitor umgekippt… Das heißt, natürlich nicht mein Monitor, sondern der des PCs. ‚Kriegta wieda seine Wutanfälle! (das kam mal vor Längerem). Zum Glück ist das Teil intakt; der Stand-Fuß war eh‘ schon angebrochen und ich habe ihm jetzt einen Verband aus Tesa-Film angelegt; ich wollte ja früher, als ich noch keine hoffnungsvolle Zukunft hinter mir hatte, Filmrehschissör werden…

Har. Har. – Dies jedoch sind die Höhepunkte im banalen Leben einer Universal-Marginal-Person, ha!

(… ich unterlasse es, meine Deutung dieses Vor- bzw. Herunterfalls hier anzubringen; natürlichst habe ich eine Deutung… komisch – „natürlichst“ wird nicht als Fehler angezeigt… das am Rande…)

Diese merkwürdige zweigeteilte Realität bzw. „Realität“…

Nachher habe ich wieder einen Termin bei „meiner“ Sozpäd, die gar keine Sozpäd ist, sondern Magistra der Erziehungswissenschaften und eben eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichentherapeutin absolviert, was mich stupider Weise immer wieder erheitert. Passt schon!

Ich werde dann da sitzen, das feine Schmunzeln der guten Frau genießen und überzeugt sein, dass „das“ alles Quatsch ist. – Die Frau ist wirklich gut! – Nein, sie ist nicht rothaarig und ich bin nicht verknallt! Thx! So weit kriege ich mich gerade noch mit, aharhar!

Ich kann mich jetzt in diese Situation nicht einfühlen, weiß aber „mit dem Kopf“, dass sie kommen wird. Sozusagen umgekehrt sitze ich seit ca. 20 Jahren immer wieder an meinen PCs und knoble in wütender Verzweiflung, wie ich diplomierte Fachleutinnen und Fachleute dazu bringen könnte zu glauben, dass ich nicht spinne oder simuliere usw. usf. Das habe ich schon des Öfteren angemerkt, gewiss, aber es hat sich ja nichts geändert, bla…

Was Letzeres angeht, scheint sich was zu tun. Gestern kam ‚Der gibt an, dissa Hallus hat, der gehört in die Geschlossene!‘ Auch hier wieder diese Spaltung; siehe eben oben. „Meine“ Sozpäd versichert mir immer wieder, es bestünde keinerlei Anlass, mich raus zu schmeißen; per Mental-Funk kommt dauernd: ‚Der wartet tatsächlich, dissa rausgeschmissen wird!‘ Tja, Sellerie is‘ was fürs Leben, oder wie die Frankreicher sagen.

Außerdem kommt andauernd: ‚Komm hoch!‘ – Im Dachgeschoss wohnen Studenten, wurde jedenfalls angegeben. – Ich komme aber nicht hoch, ich denke gar nicht dran, denn ich werde mich gegen den Budenzauber wehren, so lange ich kann.

Das ist ja das total Verdrehte! Ich bilde mir nicht ein, mit, uhuhuhu, Telepathie, ihihihi, begabt zu sein usw., sondern will den Scheiß ja weg haben; dabei weiß ich ganz genau, dass der Teil in mir, der das „weg haben“ will, der entsetzlich spießige Teil ist. Ein beknacktes Dilemma fürwahr!

(… die Jugendlichen sind vernetzt… das ist der Punkt, an dem Hölderlin „geisteskrank“ geworden ist, nachdem diese innere Verbundenheit mit der Welt weg war… nein, ich mache nicht auf H., aharhar, ich habe fast nichts von ihm gelesen… es ist auch nicht direkt das, was Freud mit dem „ozeanischem Gefühl“ bezeichnet hat… aber etwas in dieser Art… seltsamerweise, oder auch nicht seltsamerweise, finden sich Anspielungen darauf in vielen Romanen… kurz vor, hähä, dem Beginn der Corona-Krise habe ich zum wiederholtem Male alle drei Teile von „Maze Runner“ gesehen… als ich jetzt den zweiten Teil der Trilogie, „Die Auserwählten in der Brandwüste“, wieder angelesen habe, ist da diese, ohoho, telepathische Verbindung, uhuhuhu, zwischen Thomas und Teresa… zum wiederholtem Male hatte ich dieses Detail verdrängt, das auch in der Verfilmung nicht vorkommt…

… hihihi, Telepathie, hähähä… hattsedochnichalle… ja, ich würde auch gern drüber lachen… wieder drüber lachen, denn bevor der „Budenzauber“ los ging, haben mehrere Personinnen und Personen in meinem Beisein scheinbar „verrückte“ Andeutungen gemacht, auf die ich ebenso reagiert habe, wie jetzt, und eben verständlicherweise, Leutinnen und Leute auf meine Andeutungen reagieren…)

Tja, so vergehen die Tage, die auf Erden mir gegeben sind…

So weit wieder das Wort zum Sonntag von einem begabtem Halbpsychotiker aus der Unterschicht!

* Das bezieht sich natürlich auf den sogenannten „Pauli-Effekt“. Wie schon mehrfach gesagt, halte ich diese Vorkommnisse nicht für urban legends, sondern glaube jedes Wort, aus Gründen. Nein, ich bin kein störungsspezifisch Größenwahnsinniger, dem dünken will, er wäre ein gar artiges Einsteinchen fürwahr! Thx, folks!

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