(… im Internet reagiert die Weltgeistin recht schnell…)*

Des Öfteren habe ich mich schon gefragt, denn ich richte überaus gern das Wort an mich, ob und wie stark die Zusendung von Werbe-Mails an mich repräsentative Marginal-Person von meinen Aktivitäten im Netz beeinflusst wird wie z. B. bzw. vor allem durch meine von therapeutisch schwer erreichbarem Geltungsdrang generierten Blog-Postings. – Dies sind doch in der Tat die Fragen, die sogenannte weite Kreise der Bevölkerung völlig zu Recht überhaupt nicht interessieren!

Nun, vorgestern habe ich den infantil-neurotischen Wunsch nach einer Play-Station geäußert und heute habe ich nun Angebote zur Teilnahme an Gewinnspielen in meiner elektrischen Post, bei denen eine PS 4 glücklich unverdient als „Gratis-Geschenk“ erlost werden kann.

„Gratis-Geschenk“? Dieses Neuwort hatte ich schon des Öfteren in besagter E-Post. Allein, zeichnet sich ein Geschenk nicht gerade dadurch aus, dass es gratis ist? „Lieber glücklicher Gewinner! Wir bitten Sie, den auf der Rechnung im Anhang ausgewiesenen Betrag für die zugesandten Festtags-Gratifikationen zu überweisen!“ Höhö. Ja ja, ich bin ein verbitterter Alter, der als Professor-Unrat-Verschnitt für die Unterschicht mit dem Rotstift im Internet wütet! Im Anschluss an diese Niederschrift bzw. Niedertippe werde ich mein tägliches Pensum Schluchzen und Wimmern ins Handtuch quasi absolvieren, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt!

Ein gläserner Mensch scheine ich jedoch noch nicht zu sein, denn ich erhalte dauernd Angebote, meine Immobilien zu verkaufen… gnihi…

In, *hüstel*, meiner ersten Immobilie war die nicht beheizbare Küche in meiner Prenzlauerberghütte wie folgt abgebildet möbliert. Ohne die Blumentöppe! In den Schüsseln habe ich mein Geschirr und meine Wäsche und mich gewaschen, aber keineswegs gleichzeitig. Ja ja, war nich‘ alles schlecht!

(… nein, die Leute ziehen nicht wegen mir aus, liebste Interpreten der vox populi… nein, ich halte mich nicht für den Nabel der Welt, der Scheiß diese konstruktiv aktivierende Rückmeldung kommt dauernd per Mental-Funk… das Boardinghaus wird zum 31.12. a. c. endgültig geschlossen und nicht nur zu meiner Überraschung haben mittlerweile etliche ehemalige Mitbewohner eine Wohnung zugewiesen bekommen… von 37 sind nur noch 24 Bewohner im betreutem Wohnen im Haus… freie Apartments wurden bereits extern zwischenvermietet… ich vermute, dass der Hausbesitzer ein Studentenwohnheim plant… wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich bei leicht eingetrübtem Bewusstsein zuweilen die Hoffnung, ebenfalls eine karge Klause zugewiesen zu bekommen, was ich aber bei Lichte besehen eher für unwahrscheinlich halte… ich bin jedoch selbst schuld, denn ich habe seit Antragstellung 2006 vier oder fünf Mal infantil-panisches Flat-Jumping per City-Hopping betrieben… tja, so kommt man zu nix, Herr K., das wissen Sie doch, zefix…)

Weil ich gerade bei der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) und dem Mental-Funk der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit (DAUKOVIDI) bin – es kam in vielen Monden immer wieder etwas mit Rambo. Angeblich würde ich den in Vollzug meiner histrionischen Strukturanteile nachspielen (vgl. hierzu Höck und König 1976). Das fand ich immer besonders lustig, weil ich nicht einmal eine einzige Einstellung aus auch nur einem Film der Reihe gesehen habe und nur von ungefähr wusste, dass es um einen Vietnam-Veteranen geht, der zu Hause nicht mehr klar kommt und am Rad dreht. Letzteres kann ich ganz im Ernst ganz gut verstehen. Aber kann alles befohlen werden, nicht wahr, Nossinnunnossn?!

Nun – ich habe gesündigt, ich habe gefehlt! Züchtige mich, oh Weltgeistin!!! Ahhh – fester, fester! Äh… – sorry! Gnihi. – Ich habe mir mittelkürzlich „Rambo:Last Blood“ angesehen. Was für ein genialisch-grandioser Unfug! Und – Mr. Stallone hat ’n Charakterkopf, alter Schwede!

Vater-Tochter-Beziehungen oder Quasi-Vater-Tochter-Beziehungen im extremen Kontext scheinen gerade dran zu sein. Die werden nicht nur in „The Last Of Us“ oder eben „Rambo:Last Blood“ inszeniert, sondern zum Beispiel auch in gleichfalls im mehrfachem Sinne phantastischen Streifen wie „Freaks“ oder „Light Of My Life“. Dergleichen muss mir auffallen, weil ich ja Papas liebes Mädchen und Muttis beste Freundin bin, aharhar.

Irgendwo habe ich gelesen, Stallone hätte ’n IQ von 150 oder so und wäre ein begnadeter Kunstmaler. Tja, aber in den nächsten Jahrtausenden „ist“ er eben Rambo… Ob die eingefahrene Kohle ein Trost ist? Ja ja, ich bin neidisch und eifersüchtig, ist ja gut bzw. ungut! Man wird das ja wohl noch sagen dürfen!

Aufgefallen sind mir bei der Lektüre des Wikipedia-Artikels sofort diese Sätze:

„Eine eingesetzte Geburtszange verursachte eine Nervenschädigung und dauerhafte Muskellähmung der unteren linken Gesichtshälfte, die ihm besonders während seiner Kindheit zu schaffen machte. Wegen dieser Lähmung rieten ihm seine Lehrer anfangs von einer Schauspielkarriere ab.“

Wieder ein „Trotzdem!“, ha! Könnse sich ’ne Scheibe abschneiden, Herr K.! Nee, mache ich aber nich‘, denn ich bin gern Loser, ällabätsch! Außerdem wollte ich nie Schauspieler werden. Ich bin 1979 nur zu dem Eignungstest gefahren, weil mir jemand erzählt hatte, ich käme über Schauspiel besser an Regie ran. – Dem kann man alles erzählen, hähä! – Eine völlig zu Recht von mir verehrte Lehrerin, von der ich gar nicht wusste, dass ich ein bisschen in sie verknallt war, von der ich aber überzeugt war, dass sie wissen müsste, was gut für mich wäre, hatte mich zum latenten Regisseur erklärt oder so ähnlich.

Eigentlich wollte ich längst gar nichts werden, weil ich bereits unklar geahnt habe, dass ich nur bedingt für den Aufenthalt in der sogenannten Realität geeignet bin. Q. e. d. Nachdem nun 1986 die sinngemäß nach Freud neurotische Filterblase als überhaupt ein bisschen lebensfähig machende Kompromisslösung von wem und wie auch immer demoliert wurde, irre ich ziel-, halt- und bindungslos durch schöne europäische Landschaften, ach…

Weil ich gerade bei echten Kerlen (???) bin, denen ich rot-grün versiffter Ost-Softie nie das Wasser reichen kann – aaah, das tut gut, fester!!! -, muss ich gestehen, dass ich immer noch nicht hinreichend exploriert habe, wer Chuck Norris ist. Dennoch winde ich mich immer wieder unter beinahe schmerzhaften Zuckungen des Zwerchfells beim Lesen derartiger Sprüche über ihn…

(… alle Bilder sind aus dem hervorragendem Frauen-Magazin „Pinterest“„falls das jemanden interessiert“, H. Caulfield…)

Zu meiner Überraschung habe ich während des Tippens festgestellt, dass ich weder Ohropax in noch Kopfhörer auf den Ohren habe. Das passiert mir immer einmal wieder, denn trotz allem ist auch in mir eine kleine Sehnsucht nach Normalität verstohlen zugange, was immer „Normalität“ sein mag.

Sehr leise Fietbecks der DAUKOVIDI… Ganz am Anfang kam der sehr originelle Mental-Funkspruch: ‚Stasi-Schwein!‘ Der leuchtet ein, denn ich schreibe wieder meine Berichte an den großen imaginären Führungsoffizier (GIF)!

Na ja, und dann weitere Üblichkeiten…

‚Gar nicht mehr schreiben!‘, ‚Der Druck reicht noch nicht!‘, ‚Als Obdachloser!‘, ‚Schreib als Hobby!‘, ‚Wartet, dissa in die Klapper kommt!‘, ‚Will überhaupt nich‘ mehr arbeiten!‘, ‚Geh‘ wieder arbeiten!‘

Usw. usw. usf. – Millionen Legionen von Murmeltieren grüßen!

(… so lange ich nicht aus der Spur komme, ’ne neue Platte auflege usw., machen die das auch nicht… wer „die“ sind, versuche ich seit fast 34 Jahren heraus zu bekommen… vermutlich, *hüstel*, habe ich das schon gesagt…)

So. – Das war wieder einmal das Wort zum Sonntag aus der Unterschicht! Old Ron dreht jetzt ’ne Sonntagsrunde, joggender Weise, hoho!

Bla.

* Ich schreibe extra leise, weil heute Sonntag ist…

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