Mit großen Tasten für Väterchen Frust…

Ich habe ein Zeichen auf der Stirn! Alle können es sehen, nur ich nicht! Eben hat mir der Postbote ein Päckchen mit dem Schächtelchen mit dem oben abgebildetem Gerätchen* gebracht und hält denn meine Verblüffung noch an. Sämtliche Online-Shops weisen darauf hin, dass man unbedingt notwendige Waren zuerst versenden würde. Mein veganes Fresschen, das ich allmonatlich ordere, ist noch nicht eingetroffen, sehr wohl aber das mobile Fernsprechgerät, obwohl ich alle Bestellungen an einem Tag kurz hintereinander getätigt habe.

„Herr Koske, könnte es sein, dass für Sie gerade in der gegenwärtigen Situation Kommunikation notwendiger sein könnte als ihre Proteine auf Pflanzenbasis?!“

Ha, Frau Dr. Anna Lyse, Sie haben wieder einmal in Vollzug eines Bestandteils der sogenannten therapeutischen Trias‘ emotionalen Inhalt aufs nachhaltig Wirksamste reflektiert und verbalisiert! Ich erwäge, zeitnah Rührung zu entwickeln.

Jedenfalls hat auch der Bote diese unausgesprochene Mitteilung getätigt – mit dem, also mir, stimmt was nicht. Vielleicht bewirken ja meine chronischen Schuldgefühle diese Mitteilungen hinter und zwischen den Worten, ich weiß es nicht. Die Wachenden haben eine gemeinsame Welt, jeder Schlafende wendet sich nur an seine eigene. Sinngemäß Heraklit. Den Spruch hat Dr. R., der Teilzeit-Chassid, 1984 an die Wandzeitung im Hirschkindergarten gepinnt. Ich vermute, dass er sich etwas dabei gedacht hat…

Aber bevor ich wieder ins Tüchlein schluchze – freue ich mich… Ha! Der Anhedoniker, ts ts ts! Okay, ich freue mich ein bisschen, *hüstel*. Ganz vielleicht wird mein Sein und Wirken hienieden ein bisschen kommunikatiefsinniger! Mal kieken mitte Oogen im Kopp bzw. horchen mitte Ohren ans Jerät!

Hat nur 14.99 Euronen gekostet und ich spare in diesem Monat die 30 Euro für die Monatskarte der MVV, weil ich vorzüglich oder gar ausschließlich als Knick-, Senk- und Spreiz-Fußgänger unterwegs zu sein beabsichtige. Bla.

* Um immer einmal wieder das im Ostpreußischem überaus gebräuchliche Suffix „-chen“ zu strapazieren. Hier aber nochmals der Hinweis, dass „Suffix“ nix mit Alkoholabusus zu tun hat. Thx!

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