Nein, ich fange nicht bei der Müllabfuhr an…*

Wenn ich diesen Wortstrom im Kopf doch endlich abstellen könnte! Dieses ewige innere Geschnatter! Ich habe übrigens erhebliche Zweifel, dass dieses Phänomen etwas oder nur etwas mit mangelndem Körperkontakt zu tun hat. – Kommt auch dauernd per Mental-Funk: ‚Dir fehlt nur Körperkontakt!‘ Das weiß ich selbst, Budenzauberer! – Das sind jedoch „zwei Paar Schuhe“, diese inneren Monologe und der Mental-Funk!

Ich weiß noch genau, wie platt ich 1999 war, als die damals mit mir geplagte Mitgliedin des Freudeskreises Anna Lyse sinngemäß anmerkte, diese „Stimmen“ wären auch das sich verselbstständigt habende Über-Ich, gewissermaßen der verinnerlichte Vater, das sich aggressiv gegen mich richten würde. Ich habe es nicht gepackt zu sagen, dass ich das alles schon wusste. – Bekanntlich weiß ich überhaupt alles und unheimlich viele Menschen haben unheimlich viel davon. Korrekt, hier muss man die Betonung auf „unheimlich“ legen. – Das hatte nichts mit Ducktan und Untermäuser zu tun, kleiner Scherz zur Auflockerung nach Oberstleutnant Sanftleben, sondern wieder einmal mit diesem unwohlbekanntem Mechanismus der „Treppwörter“. Es fällt Einem alles immer erst hinterher ein, quasi auf der Treppe, bla.

(… das war’s schon… „Er dichtet doch nich‘!‘… nein, das kam nicht gerade per Mental-Funk, aber kommt des Öfteren, leider zutreffender Weise…)

Jeder Handgriff, jedes Wort wird von denen sofort aufgegriffen! – Wer „die“ sind? Das versuche ich seit fast 34 Jahren heraus zu bekommen. Meine Güte – im Juli sind es 34 Jahre! Auch ein Leben… – Wenn ich albern vor mich hin trällere, kommt etwa: ‚Willa wieda Schlagersänger werden!‘

Ich wollte nie Schlagersänger werden, aber das zählt nicht. Ziel der tausenden „Traumprüfungen“ ist es, eine Bindung an eine Tätigkeit oder eine Person zu erzeugen. Wie erst ca. 100 Mal erwähnt, ist die Befähigung des Klienten zum Lieben und zum Arbeiten seit Freud Ziel der therapeutischen Arbeit, trallala! Komische „psychotische Symptome“! – Es kann aber sein, dass ich das auch schon gesagt habe. – Es ist makaber! Was wäre ohne den Budenzauber? Dann würde ich als Dauerpatient irgendwo herum schlurfen, ohne ein Fünkchen ad gredi, Ammon hat gesagt.

Das ist übrigens einer der Gedanken Ammons, die weit über den Psycho-Club hinaus Erklärungen bieten, die man zu suchen vielleicht längst aufgegeben hat, ohne das zu bemerken. Jeder Mensch würde geboren mit ad gredi als etwa dem Drang zum sich freundlich und neugierig auf Menschen und Dinge zu Bewegen. Erst durch repressive Erlebnisse im Laufe der Erziehung würde Aggression defizitär oder destruktiv. Das muss ich aus eigenem unangenehmem Erleben bestätigen. Verbalisieren konnte ich das erst mit 40+. Gespürt habe ich schon mit 10, dass mir ein wesentlicher Antrieb fehlen könnte, den alle anderen Menschen haben dürften, wuff, rrrrrrr.

(„Pinterest“. Gnihi.)

Damit ist nicht unbedingt Item Nr. 2 gemeint. Ich bezweifle immer wieder, dass ich ein Borderliner bin, aber lassen Sie das jetzt einmal so stehen. Die Diagnose wurde von einem zwiefach universitätlich diplomiertem Mitglied des Freudeskreises Anna Lyse gestellt, also muss sie ja stimmen (?) – Eben kam wieder: ‚Kuckuck!‘ Ich bin beeindruckt! – Konsultiere 10 Ärzte und Du hast 11 Diagnosen…

Beispielsweise habe ich vor ein paar Tagen zum zweitem Mal einen Fragebogen zum Asperger-Syndrom ausgefüllt. Vor etlichen Jahren hatte mich schon einmal jemand aus meiner damaligen Blog-Community darauf hingewiesen. Seit blog.de eingestellt wurde, ist Schicht im Schacht und Ende Gelände, ph. Obwohl ich bei mindestens acht Fragen vorsichtshalber „Ich stimme ein wenig zu“ statt „Ich stimme eindeutig zu“ angekreuzt habe, weil ich mir nicht traue, hatte ich 39 Punkte. Ab 32 Punkten ist AS wahrscheinlich. Per Asperger ad Asterix!

Nein, ich möchte nicht als leichter Pädo dem grandiosem Frollein Thunberg am grandiosem Zopf ziehen! – Die Mutter finde ich übrigens cool, aber das am Rande! – Das mit grandios und das mit der Mutter habe ich ernst gemeint! – Den Gedanken hatte ich zum erstem Mal mit 12 oder 13, als ich im Schülerwochenheim den für das Personal bestimmten Buchbestand durchpflügt habe. Das für autistische Kinder typische Schaukeln habe ich jahrelang betrieben (‚Kuckuck!‘ Beeindruckend! Ich frage mich immer wieder, ob die Leute, die erklären, ich würde den Simulanten spielen, dergleichen auch nur 34 Tage durchgehalten hätten.) Dabei war meine Mutter in der Wohnung anwesend. Dies deutet auf eine innige Mutterbindung! Typisches Muttersöhnchen, har har! Man sieht hier wieder einmal, dass und wie sehr mein Zynismus Überlebensmittel ist.

(… ‚Weilla berühmt werden will!‘… korrekt – eben per Mental-Funk…)

(… ich bin mir übrigens sicher, dass etliche Psychiater meine eben oben girlandierte Satzkette als „Gedankenflucht“ „diagnostizieren“ würden… eben wurde Herr, gnihi, Dr. Dr. Clemens Bartholdy von einem Lach-Flash gebeutelt… der Mann mag ja ein Hochstapler und fürchterlicher Narzisst sein, aber wo er Recht hat, hat er Recht…)

Meine ständige Witzelei muss gegen AS sprechen. Ich kann ja offenbar metaphorische Kommunikation, oder wie das heißt, aber – das ist antrainiert! Ich habe, ohne Ironie, nicht schlecht gestaunt, als ich las, dass diese, ohne Ironie, Spezialistin aus Erfahrung erklärte, sie hätte sich mühsam antrainiert, Leuten in die Augen zu sehen oder zumindest ins Gesicht. Das kenne ich! – Nein, ich will nichts von Frau Linke, auch nicht im Unbewusstem, thx! – Zum letzten Mal angesprochen wurde ich darauf, dass ich doch bitte Leute ansehen möge, mit denen ich sprechen würde, von der Chefin des Wohnheims. Die Frau ist stark sehbehindert. Ich kann machen, was ich will – es reicht nie zur Tragödie, ich bin immer wieder „nur“ tragikomisch.

Eine der schlimmsten Situationen während meiner Schulzeit waren diese Pausenkreise in der Abiturstufe. Fast alle Jungen der Klasse standen in fast jeder Hofpause im Kreis und warfen sich wie Bälle Worte und Wortgruppen zu. Mit diesem sich auf meinem damals schon zu viel versprechendem Charakterkopf geradezu reflektorisch ausbildendem und mich selbst nervendem blödem Grinsen habe ich dabei gestanden und kein Wort verstanden. Diese Situation war für mich krasser, als es verdroschen Werden gewesen wäre. – Ich bin nie verdroschen worden, was ich auch nie wirklich verstanden habe. – Es ging nicht um den Inhalt der Worte, sondern um das gewissermaßen hinter und zwischen den Worten Gesagte. Die Jungmännchen haben immer wieder aufs Neue Nähe und Distanz austariert und damit die aktuelle Hackordnung bestimmt. Das war für mich wie ein Buch mit sieben Siegeln. Dergleichen ist „typisch Aspie“…

Ja, und dann diese seltsame Humorlosigkeit, die ich immer wieder zeigte, wenn Leute emotionale Annäherung versuchten, mir auf die Pelle rückten, wie mein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre zu sagen pflegte, möge er in Frieden ruhen. Die war vielleicht noch krasser, weil ich in diesen Situationen nicht nur sprachlos war (!), sondern immer wieder das Gefühl hatte, völlig leer im Kopf zu sein.

Als Reaktionsbildung durchaus auch im klassisch-freudig-psychoanalytischem Sinne habe ich mir im Laufe von Jahrzehnten ständiges Geblödel angewöhnt, damit nur ja keiner mir auf die Schliche kommt und diese subtile Humorlosigkeit bemerkt. Alles Verhalten ist erlernt, bla…

Was jedoch hat das Alles mit der Müllabfuhr in der Überschr… – in der Headline zu tun? Nun, ich habe wieder einmal die leeren Mülltonnen von der Bordsteinkante ins Müllhäuschen gezerrt. Es könnte sein, dass das dem Hausmeister gar nicht gefällt, dass er sich „kritisiert“ fühlt usw. Wessis sind so, zumindest das habe ich begriffen.

Dergleichen wird nun, siehe oben, sofort aufgegriffen wie jedes auch noch so schwache Anzeichen von Interesse und Zuwendung. Das ist aber, sorry, „Psychosentherapie“! Laut Freud hat der Psychotische alle Besetzungen aus der Außenwelt abgezogen und autistisch nach innen gerichtet. – Freud hat Recht, aber dieser Zustand war mein „Normalzustand“ in der Vorschulzeit, aharhar.

Allein, wer macht denn so was? Und wie? Keine Antwort, aber ich werde immer wieder fragen. Ich frage mich auch immer wieder, ob ich es noch in diesem Leben schaffe, einer hochschulisch diplomierten Fachkräftin oder Fachkraft zu vermitteln, dass ich nicht spinne. Bla.

Hiermit habe ich mich wieder „entladen“. Das ist auch der Sinn dieser Übungen. Ich kann nicht ohne so was, vergib mir, herbe Dame Welt! Ich habe es ein paar Tage lang versucht und bin dann gestern völlig abgestürzt, obwohl ich im Zuge meiner Kampagne „Virenbekämpfung durch Luftwiderstand“ wieder rennen war. Samstags und Sonntags habe ich ausgesetzt und dafür mehr gegessen, aharhar. War wohl suboptimal…

Immer noch keine „richtige Geschichte“. Nichts, was man verkaufen kann usw. ‚Dichtet doch nich‘, dichtet doch nich‘!‘ ‚Wir nehmen Dich auf als einfacher Arbeiter!‘ Bla bla.

Tja, Sellerie ist was fürs Leben oder wie die Frankreicher da sagen…

PS: Aber noch etwas zu Georg Schramm, dessen, muaha, Lieutenant Colonel Sanftleben ich eben oben zitiert habe. – Nein, ich will nicht Kabarett machen! Lasst stecken! – Deutsche Lebensläufe im XX. Jahrhundert! Mir ist das schon bei Rainer Langhans aufgefallen, der Jungpionier und Fähnrich der Bundeswehr und Kommunarde war. Schramm hat nicht nur wie etliche Comedians Psychologie studiert, *hüstel*, sondern war auch Jahrgangsbester seines Einzelkämpferlehrgangs beim Bund und wurde dann aber wegen charakterlicher Nichteignung als Offizieranwärter abgelehnt. Wie geht das? Ein Jahrgangsbester des Einzelkämpferlehrgangs ist nicht geeignet für die Offizierslaufbahn??? Man wird doch wohl noch fragen dürfen! Aber auch hier wieder die (Re-)Integration ausgeschlossener Wirklichkeit, des „Lebens der Anderen“. Darum geht es in dem Film, nicht um Stasi; die fungiert als besonders ausgeprägtes Beispiel für diesen Ausschluss von Wirklichkeit. Schramm gelingt diese Integration durch Kunstproduktion als Einzelkämpfer im grandiosem Alter Ego.**

Bla.

(… alle Angaben über Langhans und Schramm bei Wikipedia… bzw. von dort… – Dingenskirchen…)

** Mit anderen Worten – ich tue es irgendwann. Dialektik! Höhö.
** Das schreibt man jetzt groß, wie ich dem Internet entnehme. – Danke, Internet!

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