Diese Rückmeldung geht mir seit etlichen Monden auf den Zeiger…

‚Weilla Radio hören kann!‘ – Korrekt, ein Fietbeck der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit (DAUKOVIDI) der Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ).

Ich höre gar kein Radio… Das läuft in der Küche, weil mein Nachbar das Teil immer aufdreht, wenn er sich gar artige Atzung bereitet. Das Gerät läuft dann wohl manchmal die ganze Nacht durch. Man muss sich das so vorstellen, dass in diesem Boardinghaus Ein- und Zwei-Zimmer-Apartments vorgehalten werden. – So sagt man; man sagt „vorgehalten“. – Ich nun, um endlich wieder einmal von mir zu reden, wohne in einem Zwei-Zimmer-Apartment. Im zweitem Zimmer lebt ein Leid- und Zeitgenosse, mit dem ich mir Bad und Küche teile, was übrigens erstaunlich gut klappt. – Man muss sich das natürlich nicht vorstellen, vielmehr benutze ich eine geläufige Redewendung, um neuerlich Massen-Nähe vorzutäuschen, *hüstel*…

Eben habe ich eine Art Tabu-Bruch begangen, indem ich über Personen und Abläufe quasi im, igitt, Hier und Jetzt des Bereiches getippselt habe, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Das mache ich ganz selten! Ich erwähne das, um neuerlich zu zeigen, dass meine Wahrnehmung zumindest zeitweise adäquat zu sein scheint.

Das Problem ist, dass mich das Gedudel gar nicht stört. Es kann mich gar nicht stören, weil ich in meiner kargen zwar, aber doch auch komfortablen Klause fast ständig Kopfhörer auf oder in den Ohren habe oder Ohropax, Überraschung, in den Ohren. Nur beim Rasieren zum Beispiel habe ich die Ohren frei, weil ich vermute, dass ich dann die Spiegelneuronen besser wahrnehmen kann. – „Opaaa?!!!“ – Manchmal aber schlurfe ich gegen Morgen ins Bad – ich sage nur: Prostata! Ja, und dann schnalle ich zuweilen, dass das Kistchen immer noch dudelt. Ich sage es nochmal – mir is‘ das voll schnuppe!

Vielleicht ist hier aber der „Sinn des Symptoms“ – es geht um Abgrenzung… In A, Hauptversammlungsplatz der Sueben, wurde mir per Mental-Funk zum Beispiel wiederholt rückgemeldet: ‚Trägt Frauenkleidung!‘ oder ‚Weilla seine Raten nich‘ zahlt!‘ Das damit „Gesagte“ traf tatsächlich zu, jedoch nicht auf mich, sondern auf zwei mir nahe stehende Bürger. Ich will nicht von „Freunden“ reden; ich weiß nicht, wie das geht. „Keiner mehr da, der zu Dir hält/mein Herz hat gerade heut‘ Ruhetag!“, Meister Gundermann.

Komische „Hallus“… Als sollte gewissermaßen latent mitgeteilt werden, dass ich mich von Leuten nicht adäquat abgegrenzt hätte, weswegen ich mit Handlungen dieser Leute identifiziert werde. – Kann mir das jemand erklären von den werten Zerebral-Biochemikern? – Drauf defäkiert!

Das wollte ich schon lange sagen, und hiermit hätte ich nun… Bla. – Aber zum Abschluss noch was Konstruktiv-Kreatives…

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