Ein Problem der Werbung. Ganz vielleicht  d a s  Problem.

Seit vielen Monden sieht mich auf den Straßen Christina Frank von Plakaten an. – Doch, die meint mich! – Korrekt, dieses Empfinden ist störungsspezifisch! Vereinsamte alte Menschen unter der Armutsgrenze fühlen sich vom Nachrichtensprecher direkt angesprochen, haben ihn quasi adoptiert in ihre virtuelle Ersatzfamilie und sehen Fernsehserien als Familienersatz. „Sehen“ hier sogar im doppeltem Sinne. Dazu gibt es mittlerweile akademische Abschlussarbeiten von Medienwissenschaftlern. Letzteres war kein zynisches Witzchen! Nicht, dass ich die Arbeiten gelesen hätte! Aber ich habe ihre Existenz genießerisch-scheinexpertenhaft zur Kenntnis genommen und das ist voll krass intellektuell…

Das ist auch bei Produktwerbung nicht anders. Ich habe mich n. d. W. über viele Monde hinweg gekringelt über die „Lucky-Strike“-Werbung, aber täglich 100 Lullen „Marlboro“ ein gepfiffen, inhalierender Weise. Siehe Überschr… – siehe Headline!

Frau C. F. hat etwas sehr energetisch Anregendes! Und dann dieser dynamisch-fest-forsch aktivierende Blick! Ich weiß gar nicht, ob man das sagen darf – Hammerbraut, ohne Geblödel, Mann! Ist das sexistisch? Aaaber – CSU. Tja… Nee. Nee nee.

Heute habe ich zu meiner Überraschung im Wahllokal eine Art Tapetenbahn erhalten. Möglicherweise habe ich etwas falsch gemacht – ich habe nämlich nur Listen angekreuzt. Ich hatte aber einmal 80 Stimmen… (???) Na ja, ich bin mir sicher, dass Bayern trotzdem weiter bestehen wird.

(… ‚Gibta wieda an, dissa Wählen war!‘…)

(… ‚Er dichtet doch nich‘, er dichtet doch nich‘!‘…)

PS: Jogge ich nicht, tun mir die Knochen weh. Jogge ich, tun mir die Knochen weh. – Also jogge ich… Heute wieder ’ne ganze Stunde. – ‚Gibta wieda an, dissa Joggen war!‘ – Nich‘ über‘ den Luitpoldhügel gelaufen, aber ein bisschen aus der Spur raus, um ein paar Ecken rum, wo ich noch nie leibhaftig erschienen bin. Hatte was! Aber – einmal im Monat ist, glaube ich, ’n bisschen wenig. – Der Klient arbeitet dran!

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8 Antworten zu Ein Problem der Werbung. Ganz vielleicht  d a s  Problem.

  1. Gisela Schall sagt:

    Jogge ich nicht, tun mir die Knochen weh. Jogge ich, tun mir die Knochen weh

    Beides funktioniert.

    Herr Koske!
    Sie haben alle Punkte/Sonderpunkte, die in der ersten Woche zu erreichen waren, erreicht!

    Als besondere Anerkennung Ihrer Leistung und Ihres außerordentlichen Engagements möchten wir Sie zu einer Erkundung Ihrer näheren Umgebung und einer Berichterstattung (mit Foto wäre schön) einladen. Ob Sie diese Erkundung im Laufschritt, als Spaziergang oder einfaches Gehen/Sitzen bewerkstelligen, bleibt Ihnen vollständig überlassen.

    Veröffentlichungstermine stellen wir Ihnen frei. Über monatliches Erscheinen würden wir uns freuen.

  2. Gisela Schall sagt:

    PS: Auch die Themen sind Ihnen natürlich überlassen. Die Wörterzahl ebenso.
    (Dabei kann es sich auch um eine Bildunterschrift/-titel handeln.). Und – wir möchten nicht nur die „schönen Seiten“ Münchens sehen. – Also alle Themen!

    • Herr Koske sagt:

      Teuerste!

      Und hat denn Ihr launiges Sendschreiben Uns erreicht in Unserem manierlichem Comptoir und bedanken Wir uns gar artig…

      Frau Schwester – Du kannst es ruhig zugeben – Du rauchst irgend was aus Deinem Garten…

      (… als wild gewordener Spießer sind meine Basisemotionen Neid und Eifersucht… ist das der, mit dem Du gehst, wohin auch immer…)

      (… „irgend was“ wird, glaube ich, zusammen geschrieben, aber ich lasse das jetzt so stehen; das Thema des heutigen Marketing-Seminars war: „Wir üben Authentizität“… – so weit das tägliche Löffelchen Zynis-Mus…)

      • Gisela Schall sagt:

        (…der mit dem ich gehe, wohin auch immer? Ich kenne weder das Foto noch die Person, auf die Du verlinkt hast. Finde ich nicht fair gegenüber der Person und auch nicht fair mir gegenüber)
        ————————————-
        „…Authentizität (von gr. αὐθεντικός authentikós „echt“; spätlateinisch authenticus „verbürgt, zuverlässig“) bedeutet Echtheit im Sinne von „als Original befunden“…“(wikipedia)
        So gesehen bin ich doch immer ich. Auch wenn ich vielleicht einige Facetten habe? Also bin ich echt. Denke ich. Hm, es ist noch früh am Morgen… „Ich hab frei“…

        • Herr Koske sagt:

          Liebe Frau Schall!

          Du kennst schon die herausragende Eigenschaft des K. ? – Korrekt: er kann super gut mit Frauen!

          Es muss mir aber gestattet sein, und ich gestatte es mir hiermit auch, darauf hinzuweisen, dass, wenn man nach „Gisela Schall“ googlet (was ich zugegebenermaßen hin und wieder zu tun pflege, weil ich alter Stasi einfach schnüffeln muss, höhö), dass also, sage ich bzw. habe ich eben geschrieben, bei derley gar artigem Gegoogle schier umgehendst das unverbraucht-frohsinnige Antlitz des von mir eben oben verlinkten Jünglings bereits in dritter Reihe sichtbar wird (bzw. natürlich das mediale Abbild desselben)… – Wenn Du verstehen möchtest, was ich eventuell gemeint haben könnte?

          Auch verstehe ich nicht, dass Du Dich angesprochen fühlst, obwohl ich dafür zuständig bin, weil dafür prädestiniert, mich angesprochen zu fühlen… – Wenn Du verstehen möchtest… – siehe oben! Das mit der Authentizitäterschaft war eher selbstkritisch-gesellschaftsseitenhiebig gemeint; aber, richtig: wenn man einen Witz erklären muss, ist er sehr wahrscheinlich Scheiße rückwärtig ausgeschiedene Fäkalie von zumeist pastenartiger Konsistenz.

          Tandaradei … – Das hat Kollege v. d. Vogelweide immer gesagt; es entspricht in etwa dem heutigem „Yeah, yeah!“, von dem Genosse Ulbricht mit Recht heraus gearbeitet hat, dass unsere Menschen es nicht nötig hätten.

          Mit ausgezeichnet angebrachter Zerknirschung

          Der eben oben bereits genannte sowohl als auch hier Endesunterzeichnende

          Herr K.

          • Gisela Schall sagt:

            Hm. Ich hab jetzt auch mal nach „Gisela Schall“ gegoogelt. Hab das Foto auch gefunden. Wenn man auf das Foto klickt, kommt man auf meine Seite.
            Ich denke, ich werde bei facebook „nachfragen“.
            Danke, dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast. (Mache grade „Kellerpause“, …also ich hab ja frei…).

          • Gisela Schall sagt:

            PS:

            Lieber Herr Koske,
            „Du kennst schon die herausragende Eigenschaft des K. ? – Korrekt: er kann super gut mit Frauen!
            Wenn Du das schreibst, wird es wohl so sein.
            Ich wünsche Dir einen schönen Abend trotz aller Widrigkeiten… Schön, dass es Dich gibt!

            • Herr Koske sagt:

              … dann scheint sich ja alles aufs Harmonischste aufgelöst zu haben… – Wolln wa wieda Freunde sein? (… bin im Keller des Unbewussten…)

              Oh. – Danke. Gleichfalls.

              (… meine Güte…)

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